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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 46. KW 2016

Sachsen - Anhalt: Die feste Preistendenz hat Bestand

23. November 2016

Die Mehrheit der Marktteilnehmer nannte zu Wochenbeginn unveränderte Preise für Speisekartoffeln. Feldware ist nicht mehr verfügbar. Vielerorts wurden kurz vor dem Frosteinbruch in der vergangenen Woche die restlichen Feldbestände geborgen. Vereinzelt verblieben Restbestände im Boden. 

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Hiesige Versandhändler sind mit der Nachfrage zufrieden. Der Export nach Italien hält an. Übergrößen aus dem Pflanzgut werden in skandinavische Länder vermarktet. Im Lebensmitteleinzelhandel und im Discountbereich heizen Werbeaktionen den Absatz immer wieder an. Zwischenzeitlich bleibt der Umsatz novembertypisch ruhig. Höhere Schälkartoffelpreise konnten diese Woche trotz angestiegener Rohwarenpreise noch nicht durchgesetzt werden.

Mecklenburg - Vorpommern
Der hiesige Speisekartoffelmarkt zeigt sich zu Wochenbeginn insgesamt wenig verändert. Die feste Grundtendenz hält weiter an. Es wurden meist die gleichen Preise wie in der Vorwoche genannt, vereinzelt wurde der Abverkauf aus dem Lager seitens der Erzeuger ausgesetzt. Auch in den kommenden Wochen wird mit stabilen Preisen gerechnet. Bei für diese Jahreszeit normal ruhigen Umsätzen im Lebensmitteleinzelhandel, können die Abpacker ihren Bedarf aus der heimischen Region decken. Mit den Qualitäten zeigt man sich größtenteils zufrieden. Allerdings altern die bei hohen Septembertemperaturen geernteten Kartoffeln teils frühzeitig. Unbegaste Ware hat mitunter bereits lange Keime. Sorten reagieren diesbezüglich sehr unterschiedlich. Die Schälkartoffelpreise verharren weiter auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Das Preisniveau für Speisekartoffeln aus dem Lager ist bis zu 2 EUR/dt angehoben worden. Durch Werbeaktionen, die teils von Radiospots begleitet wurden, hat sich der Kartoffelabsatz am vergangenen Wochenende deutlich belebt. Inzwischen ist das Umsatzgeschehen wieder abgeflacht. Die Vorräte der Konsumenten müssen erst mal verbraucht werden. Ein großer Teil der Packware ist gut abgelagert. Problematisch ist nach wie vor die Angebotssituation mehlig kochender Sorten aus der Region. Diese werden teils aus Sachsen - Anhalt zugekauft, allerdings ist die Qualität nicht zufriedenstellend (Blaufleckigkeit). Die Preise für geschälte Ware wurden wider Erwarten nicht erhöht. Sie verblieben auf dem Niveau der vergangenen Woche. Für die 48. Kalenderwoche ist eine Preiserhöhung angekündigt worden.

Sachsen
Durch Frost bis zu minus 9°C wurde das Roden der verbliebenen Feldbestände abrupt unterbrochen. Hiesige Erzeuger, welche auf schweren Böden wirtschaften, hatten dieses Jahr zum Teil extrem schwierige Erntebedingungen. Erst war es lange Zeit zu trocken, dann lange Zeit zu nass. Die bei hohen Spätsommertemperaturen geernteten Knollen gehen teils vorzeitig in den Alterungsprozess. Die Erzeugerpreise für Lagerware bleiben stabil, Tendenz steigend. Feldware ist nicht mehr verfügbar. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel wird durch stetig wiederkehrende Werbeaktionen angefeuert. Letztendlich flacht die Wirkung jedoch ab. Die Schälkartoffelpreise bleiben weiter stabil. Der Preiskampf am Schälkartoffelmarkt lässt aktuell keine höheren Preise, welche durch höhere Rohwarenpreise erforderlich wären, zu.

Thüringen
Wie üblich im November, ist es hinsichtlich des Absatzes relativ ruhig auf dem Speisekartoffelmarkt hierzulande. Durch Werbeaktionen wird sich immer wieder eine Absatzbelebung erhofft. Gegenüber der Vorwoche haben sich für Lagerware keine Preisveränderungen ergeben. Das Preisniveau bleibt fest. Das höhere Preisniveau wird langsam vom Handel akzeptiert. Feldware wird nicht mehr gehandelt. Die inzwischen deutlich kühleren Nachttemperaturen bieten gute Lagerbedingungen. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 23.11.2016

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