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BLE-Marktbericht KW 16 / 16

Blumenkohl: Die Verfügbarkeit inländischer Ware stieg allmählich an

28. April 2016

Fast mengengleich beherrschten die italienischen und französischen Offerten den Markt. Die Qualität inländischer Ware hatte sich erkennbar verbessert, sodass sie inzwischen eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Importe war.

BLE KW 16 - 16

Insgesamt blieb die Versorgung überschaubar, wuchs jedoch ein wenig an. An den oberen Spannengrenzen wurden die Preise verschiedentlich gekappt. Bei den italienischen Partien tendierten sie indes in enger Anbindung an das Maß der Zugänge zum Freitag hin gelegentlich nach oben. Belgische und spanische Zufuhren waren lediglich punktuell vorrätig.

Äpfel
Deutschland herrschte mit Jonagold, Elstar und Royal Gala vor. Italien befand sich unter anderem mit Golden Delicious und Granny Smith auf dem zweiten Rang. Französische Pink Lady ergänzten ebenso wie niederländische Jonagold. Die Importe aus Übersee nahmen zu: Chilenische Royal Gala und Elstar wurden von ersten Granny Smith flankiert. Die neuseeländische Saison startete mit Cox Orange in 12,5-kg-Gebinden und mit Royal Gala in 18-kg-Kartons mit je 90 Stück. Golden Delicious aus Südafrika rundeten ab. Das Interesse an den Chargen der südlichen Hemisphäre war nicht besonders stark ausgeprägt, da der Fokus erkennbar auf dem günstigeren europäischen Sortiment lag. In diesem Segment konnten die Forderungen vereinzelt leicht angehoben werden, da die verringerte Verfügbarkeit nicht immer ausreichte, um alle Kundenwünsche zu erfüllen.

Birnen
Südafrika bestimmte speziell mit Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle das Geschehen. Die Präsenz von Williams Christ und Rosemarie verminderte sich; die Früchte zeigten sich zuweilen auch zu weit gereift und generierten so nur wenig Zuspruch. Abate Fetel aus Chile und Argentinien büßten an Wichtigkeit ein. Während man komplettierende chilenische Forelle und Flamingo trotz hoher Aufrufe in Hamburg freundlich beachtete, gestaltete sich in München die Nachfrage nach diesen Produkten sehr zaghaft. Aus Europa stammten kleine Zufuhren von Conference aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien, die mitunter flott untergebracht werden konnten, sowie italienische Abate Fetel, die mancherorts im Wochenverlauf ausgelistet wurden. Insgesamt genügte die Versorgung, um den kontinuierlichen, aber durchaus schwachen Bedarf zu decken, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten. Südafrikanische Packham`s Triumph verbilligten sich ab und an; die Händler versuchten so, das Geschäft zu beschleunigen und Bestände abzubauen, was nicht durchgehend gelang.

Tafeltrauben
Südafrikanische Partien überwogen: Neben vielen anderen Sorten wurden hauptsächlich Crimson Seedless, Barlinka und La Rochelle bereitgestellt. Thompson Seedless aus Indien und Chile spielten eine große Rolle, obwohl sie leicht an Bedeutung verloren. Chilenische Sugraone und Crimson Seedless rundeten das Angebot ebenso ab wie neue Red Globe, die man in Frankfurt in 8,2-kg-Kartons vermarktete. Hier trafen am Donnerstag ursprünglich aus Chile kommende und anschließend in Italien umgepackte Arra 19 ein. In München tauchten zudem indische Sharad Seedless auf. Das stete Interesse wurde problemlos gestillt. Hinsichtlich der Notierungen waren keine gravierenden Bewegungen auszumachen. Bei Offerten mit begrenzter Haltbarkeit, wie sie in Hamburg gelegentlich in Erscheinung traten, mussten selbstredend Vergünstigungen hingenommen werden. In Köln senkte man die Forderungen für chilenische Thompson Seedless. In München verteuerten sich zum Saisonende hin indes südafrikanische Alphonse Lavallée und La Rochelle. In Frankfurt war vor allem bei blauen Chargen eine breite Preisspanne zu erkennen.

Kiwis
Italienische Anlieferungen dominierten vor billigeren griechischen und hochwertigeren französischen. Die Verfügbarkeit schränkte sich zwar ein, harmonierte aber gut mit der kontinuierlichen Nachfrage. Die bisherigen Kurse blieben daher für gewöhnlich konstant. Einzig in Frankfurt wurden die Aufrufe für französische Erzeugnisse etwas reduziert. Die neuseeländische Kampagne steht in den Startlöchern: Mit ersten Importen wird in ca. 2 Wochen gerechnet.

Orangen
Stetig sinkende Zufuhren sowie ein sukzessive abschwächendes Interesse kennzeichneten die 16. KW. Das Saisonende rückt unweigerlich näher. Neben verringerten Abladungen und einer nachlassenden Qualität begrenzten sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten deutlich. Blutorangen, Moro und Tarocco aus Italien sowie Sanguinelli aus Spanien und Italien, verabschiedeten sich schon mancherorts aus dem Geschäft. Bei den Blondorangen befanden sich spanische Lane Late, Navelate und Salustiana an der Spitze der Warenpalette, doch ihre Präsenz schwand ebenso dahin. Die Preise konnten in der Regel beibehalten werden und stiegen nur in München ganz leicht an.

Zitronen
Spanien prägte mit Primofiori das Geschehen, während Verna weiterhin erwartet wurden. Eine etwas verminderte Verfügbarkeit wirkte sich in Frankfurt, Köln und Berlin direkt auf die Notierungen aus, die ein wenig anzogen. Ansonsten verharrten die Forderungen auf bisherigem Niveau, da die ruhige Nachfrage problemlos befriedigt werden konnte.

Bananen
Summa summarum fiel das Interesse recht bescheiden aus; der Fokus der Kunden lag auf anderen Obstarten. Bei einer an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierten Bereitstellung veränderten sich die Kurse kaum. Nur in Frankfurt verteuerten sich die Erst- und Zweitmarken, Drittmarken wurden hier ab Donnerstag indes günstiger.

Salat
Eissalat stammte einzig aus spanischem Anbau. Die Bereitstellung hatte sich etwas ausgeweitet. Zudem ließ die Güte manchmal Wünsche offen. Daher zeigten die Kurse zunächst einen abschüssigen Trend. Ab der Wochenmitte zogen sie wieder an, erreichten dabei sicherlich nicht das anfängliche Niveau. Bei Kopfsalat hatten sich die Zuflüsse aus Deutschland enorm verstärkt, die aus Belgien verringerten sich augenscheinlich. Trotz einer flotten Nachfrage sackten die Bewertungen der inländischen Chargen ab; die der belgischen bewegten sich dank deren Knappheit nach einem kurzfristigen Tief aufwärts, im Extrem musste zum Schluss bis zu 11,50 € je 12er-Steige aufgewendet werden. Auch bei den Bunten Salaten gewannen die einheimischen Erzeugnisse an Bedeutung, dominierten bisweilen den Handel. Französische Abladungen verloren an Wichtigkeit, waren aber in München noch tonangebend. Ungeachtet des nicht sehr üppigen Angebotes mit teilweise eingeschränkter Sortenvielfalt musste man die Forderungen überwiegend absenken. Kleine Köpfe in 12er- oder 15er-Aufmachungen generierten bloß spärlichen Zugriff. Rückläufige italienische Endivien wurden zusehends durch belgische substituiert. Die Notierungen von Feldsalat aus geschützter Kultur oder aus dem Freiland veränderten sich oftmals nicht wesentlich.

Gurken
Spanien war bei dem Geschäft mit Schlangengurken aus dem Rennen. Die Anlieferungen aus Deutschland, insbesondere Franken, Bodensee und Pfalz, sowie den Niederlanden und Belgien dehnten sich aus. Die Verfügbarkeit mittlerer und schwerer Kaliber wuchs an. Das Interesse hatte sich verbessert, doch nicht in einem Rahmen, der eine glatte Räumung garantierte. Die Preise brachen meistens spätestens ab Mittwoch merklich ein. Örtlich vermochte man sie dementgegen in Folge eines intensivierten Bedarfes am Freitag anzuheben. Minigurken wurden aus den Niederlanden, Deutschland und der Türkei zugeführt. Aufgrund eines stetigen Absatzes verharrten die Aufrufe der Verkäufer häufiger auf einem wenig modifizierten Level. Verschiedentlich mussten allerdings Vergünstigungen gewährt werden. Das galt vorrangig für niederländische Partien.

Tomaten
Der Umfang an Erzeugnissen aus der Mittelmeerregion schränkte sich zusehends ein, der aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland expandierte. Bei Runden Tomaten und Rispentomaten entwickelten sich daher die Notierungen divergent: In enger Anbindung an das Maß der Versorgung sackten sie vermehrt ab, blieben seltener stabil und tendierten noch rarer nach oben. Fleischtomaten importierte man aus den Beneluxländern und aus Spanien. Sie verbilligten sich nur manchmal, da die Kunden sie für gewöhnlich hinlänglich orderten. Dominierende Kirschtomaten aus den Niederlanden und Italien wurden ansteigend ergänzt durch deutsche und belgische, abnehmend durch spanische Produkte. Ihre Kurse bewegten sich in einem breiten Kontext von fallend über konstant bis aufwärts drängend, legitimiert vom Grad der Bereitstellung und von der Umschlagsgeschwindigkeit. Spezielle Formen wie gelbe oder orange Offerten, Green Zebra oder Kumato erfreuten sich kontinuierlich eines flotten Handels.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit der niederländischen sowie punktuell der belgischen und einheimischen Chargen vergrößerte sich etwas. Die Abladungen aus Spanien verringerten sich sukzessive. Insgesamt betrachtet hatten sich die Zufuhren ausgeweitet. Die Mengen lagen über dem Bedarf. Teilweise bauten sich Überhänge auf. Die Bewertungen mussten in der Regel für alle Farbgruppen reduziert werden. Oftmals verbesserten sich in der Folge jedoch die Absatzzahlen. Türkische Ware, hauptsächlich Kapia und Carliston in Blister-Verpackung, konnte sich diesem Trend häufig entziehen. Da sie genügend Interesse verbuchten, verharrten die Aufrufe, außer in Berlin, auf unveränderter Höhe.

Spargel
Die inländischen Anlieferungen prägten eindeutig den Handel. Importe stammten vorrangig aus Italien, anwachsend aus Ungarn und abnehmend aus den Niederlanden und Griechenland. Die einheimischen Zuflüsse weißer und violetter Kultivare hatte man generell ausgedehnt. Daraufhin entwickelten sich die Kurse bei parallel eingeschränkter Nachfrage meist rückläufig, blieben einzig in München wegen hinlänglicher Order stabil. Obwohl die niedrigen Temperaturen den Vertrieb entschleunigten, konnten vielfach ab Donnerstag die Forderungen angehoben werden, da sich zeitgleich erntebedingt die Versorgung erkennbar verminderte. Dünnere Stangen unter 16 mm Durchmesser räumten bloß zögerlich, hohle oder solche mit weniger fest geschlossenen Köpfen sollten mittels Sonderkonditionen einen schnelleren Umschlag erzielen. Bei leichten Qualitätsmängeln griff man in die Trickkiste und verkaufte örtlich die Erzeugnisse glattweg geschält. Grüne Offerten machten einen ähnlichen Prozess wie die anderen durch: Der Niedergang der Preise stoppte am Freitag und kehrte sich um. Ungarische Partien lockten, da sie offensichtlich billiger als die Konkurrenz waren. In diesem Sektor spielten neben dem Inland sowie Italien und Spanien Peru und Mexiko noch eine marginale Rolle.

Zwiebeln
Bei der Haushaltsware dominierte kontinuierlich Neuseeland. Das Interesse an den Produkten aus Übersee stieg an; dementsprechend sank der Bedarf nach den europäischen Zufuhren. Einheimische, niederländische und österreichische Abladungen hatten allenfalls komplettierenden Charakter. Bei den Gemüsezwiebeln trafen erste spanische Spring ein, die etwas günstiger als die Chargen aus dem Kühlhaus waren. Chile rundete mit geringen Mengen das Angebot ab. In beiden Segmenten veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich, da die Bereitstellung hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt wurde.


Weitere Informationen

Frankfurt
Satsumas aus Uruguay in der Größe 1x räumten zu 16,- bis 18,- € je 10-kg-Karton zögerlich. Südafrikanischen Früchten in der Sortierung 1/2 erging es zu 15,- € je 10 kg ähnlich. Niederländische Himbeeren und Brombeeren aus dem geschützten Anbau kosteten ca. 2,50 € je 125-g-Schale. Heidelbeeren kamen vorwiegend aus Spanien, marokkanische Importe ergänzten. Hartreife Nektarinen und Pfirsiche fanden nur begrenzte Beachtung. Deutscher Rhabarber blieb mit 1,20 bis 1,50 € je kg sehr billig. Die Versorgung mit Auberginen übernahmen die Niederlande und Belgien, südeuropäische Partien spielten eine untergeordnete Rolle. Rote Rettiche aus dem Inland wurden zu 11,- bis 12,50 € je 10er-Bund vermarktet. Grüne Zucchini aus Italien und Spanien verteuerten sich auf 5,- bis und 6,50 € je 5-kg-Gebinde. Gelbe Offerten gab es bloß aus Belgien zu 9,- bis 9,50 € je 14 Stück.

Hamburg
Spanische gelbfleischige Nektarinen und Pfirsiche in Kaliber A und B starteten zu 15,50 bis 19,50 € je 4-kg-Steige in die Saison. Hinsichtlich des Geschmacks ließen die Erzeugnisse noch Wünsche offen.

Köln
Die Präsenz von Melonen aus Spanien wuchs langsam, aber sicher an. Spanische Nektarinen und auch Pfirsiche hatten einen zu geringen Durchmesser, weshalb sich die Unterbringungsmöglichkeiten in Grenzen hielten. Mandarinen, spanische und israelische Orri, waren trotz ansprechender Güte ein Ladenhüter. Schön ausgefärbter Rhabarber aus rheinischem Anbau vergünstigte sich mengeninduziert. Maiwirsing aus der Region mit lockeren Köpfen kostete 7,75 bis 8,50 € je 5 kg. Die Versorgung mit Zucchini war völlig ausreichend.

München
Aus Spanien standen vermehrt Wassermelonen zur Verfügung. Spärliche Partien an gelbfleischigen Pfirsichen sowie weißfleischigen Nektarinen kamen ebenfalls aus Spanien. Das Interesse an den kleinen Früchten blieb zaghaft. Das weiter abnehmende Angebot an marokkanischen Bohnen wurde von spanischen und ersten italienischen Chargen ergänzt. Da aus Süd- und Mitteldeutschland viel Rhabarber einlief, mussten die Forderungen nach unten korrigiert werden. Beim Absatz von Rettichen und Radieschen machte sich die Freiluftsaison immer stärker bemerkbar.

Berlin
Erste spanische Nektarinen und Pfirsiche trafen zum Wochenende am Markt ein. Preislich lagen sie bei 3,40 bis 3,60 € je kg. Optisch konnten die Offerten überzeugen, geschmacklich jedoch nicht. Daher hielt sich die Nachfrage in Grenzen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Wochenbericht KW 16 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 28.04.2016

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