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Medwedew: Russland-Embargo endet erst mit Aufhebung westlicher Sanktionen

21. März 2016

Das russische Importverbot für zahlreiche Lebensmittelgruppen aus der Europäischen Union und weiteren Ländern soll solange in Kraft bleiben, solange von "außen Druck" auf Russland ausgeübt werde, bekräftigte Ministerpräsident Dmitrij Medwedew, so das Agrarisches Informationszentrum aiz.info.

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Auf eine Verlängerung der westlichen Sanktionen werde Moskau in gleicher Weise reagieren, stellte Medwedew bei einer Beratung mit seinen Stellvertretern am Montag (14.03) klar, bei der unter anderem die Umsetzung der Importersatzstrategie diskutiert wurde, so aiz.info.

Er lobte erneut die Landwirtschaft seines Landes, die erfolgreich darauf hinarbeite, die mit dem Importverbot freigewordenen Marktnischen zu besetzen. Zugleich machte der Regierungsvorsitzende deutlich, dass der Sanktionskrieg früher oder später beendet werde, und die russischen Agrarproduzenten über eine eventuelle Aufhebung des Embargos besorgt seien. Daher sollte das Kabinett schon jetzt über die künftige Unterstützung der Branche nachdenken.

Wie aiz.info berichtet, forderte Medwedew dabei einen raschen Ausbau der inländischen Produktion von Saatgut und tierischem Zuchtmaterial, von deren Einfuhren der Agrarsektor noch immer stark abhängig sei. Vizepremier Arkadij Dworkowitsch bestätigte, dass die sich erfolgreich entwickelnde Geflügelwirtschaft zu 95% auf importiertem Zuchtmaterial basiere. 

Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 21.03.2016

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