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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 3. KW 2016

02. Februar 2016

Die Preise für Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern verharren nach Verhandlungen mit hiesigen Handelsketten stabil auf dem Niveau der Vorwochen. Das wird die kommenden zwei Wochen so bleiben. In Rahmen von Werbeaktionen wird häufig weniger gezahlt.

Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 3. KW 2016

Die Flächenlager werden zügig geräumt, die Druckstellen nehmen zu. Preisaufschläge für Ware aus Kistenlagerung konnten nicht erzielt werden. Der Absatz wird von gut bis für die Jahreszeit normal beschrieben. In der Direktvermarktung ab Hof liegen die Umsätze im Januar zum Teil höher als im vorigen Jahr. Bei niedrigen Temperaturen bis zu minus 15°C ist die Warenzufuhr stark eingeschränkt. Die Packer haben vorgesorgt und nutzen eigene Lagerbestände vor Ort. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Es sind ausreichend schwache Partien am Markt. Die Preise für Rohware schwanken in Abhängigkeit von der Qualität stark.

Brandenburg
Nach Verhandlungen der Packer mit den Handelsketten bleiben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln unverändert auf Vorwochenniveau. Der Absatz ist, belebt durch Werbeaktionen, nach wie vor sehr gut. Derzeit kann bei Minustemperaturen im zweistelligen Bereich kaum Ware zugeführt werden. Die Packer und Schäler haben entsprechend vorgesorgt. Ware aus Flächenlagerung wird teils noch bis Mitte Februar vorrätig sein. Die Partien zeigen zunehmend Lagerdruck. Mehlige und festkochende Kartoffeln kommen zumeist bereits aus Kistenlagerung. Am Schälkartoffelmarkt ist es bei festen Preisen ruhig. Für gute Schälware werden derzeit bis zu 17 EUR/dt franko gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock. kartoffeln Jutesack
Bildquelle: Shutterstock.

Sachsen
Die Speisekartoffeln hierzulande werden weiterhin auf unverändertem Niveau verkauft. Die Nachfrage kann derzeit gut vom vorhandenen Angebot gedeckt werden. Bei insgesamt ruhiger Nachfrage wird immer wieder versucht, den Absatz mit Werbeaktionen anzukurbeln. Die Qualitäten der Lagerware aus konventioneller Flächenlagerung drängen zum Verkauf. Die momentan frostigen Temperaturen erschweren die Warenzufuhr. Die Abpacker haben jedoch zumeist ausreichend Speiseware in eigenen Lagerhäusern vor Ort. Das Preisniveau für geschälte und gedämpfte Ware bleibt auf bisherigem Niveau.

Sachsen - Anhalt
Bei Minustemperaturen im zweistelligen Bereich sind in dieser Woche die meisten Kartoffelverladungen eingestellt worden. Mit isolierten Bandwagen werden kurze Strecken absolviert, teils werden BigBags auf Kühlfahrzeugen transportiert. In der vergangenen Woche war der Export nach Polen und Tschechien gut angelaufen. Derzeit kann die Nachfrage wegen der genannten Transportprobleme nicht bedient werden. Der Transport in Spezialfahrzeugen ist zu teuer. Bei wärmeren Temperaturen wird der Export wieder zügig anlaufen. Die Speisekartoffelpreise sind weiterhin stabil auf Vorweihnachtsniveau. Die Pack- und Schälbetriebe haben sich mit genügend Speisekartoffeln eingedeckt, die aktuelle Kälte war langfristig angesagt worden. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Thüringen
Die Preise für Speiseware verharren nach wie vor auf dem Niveau der Vorwochen. Der Kartoffelabsatz entspricht den Erwartungen für diese Jahreszeit. Wegen der derzeitigen tiefen Minustemperaturen ist der Kartoffeltransport stark eingeschränkt. Versandhändler müssen wärmere Temperarturen abwarten, teils läuft etwas Ware in isolierten Bandwagen. Packer haben zumeist ausreichend Ware in eigenen Lagerhäusern vor Ort zur Verfügung. Die Qualität der Kartoffeln aus Flächenlagerung lässt nach, auch Ware aus Kistenlagerung weist Druckstellen auf. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 02.02.2016

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