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Italien: Export 'Made in Italy' -27,5% durch Ausdehnung der Russland-Sanktionen

23. Dezember 2015

Die Exporte italienischer Produkte nach Russland sind 2015 um 27,5% zurückgegangen. Das lag an dem Embargo, das die Handelsspannungen anheizte, die sich sogar auf Produkte auswirkten, die davon nicht direkt betroffen waren. Coldiretti bestätigt, dies hat seine Ursache in der Entscheidung der EU, die Sanktionen auszudehnen, die zu den Maßnahmen des russischen Embargos führten.

Zucchini

Belegt wird dies durch eine Analyse der Daten für den Fremdhandel von ISTAT für die ersten zehn Monate von 2015 gegenüber dem gleichen Zeitraum letztes Jahr zeigt.

Die am meisten betroffenen Sektoren sind Obst und Gemüse mit Verlusten von wesentlichen Marktanteilen, so Coldiretti. Es sind aber auch andere wichtige Sektoren betroffen, von Textilien bis Möbel und Transport.

In dem Agrarsektor werden die direkten Schäden auf 20 Millionen EUR verlorene Exporte pro Monat geschätzt. Diese kommen zu indirekten Verlusten an Ansehen und Marktanteil in Russland hinzu, bedingt durch die Ausbreitung von gefälschten Produkten, die nichts mit 'Made in Italy' zu tun haben. Der Stopp der Importe aus Russland führte zu einem Boom der lokalen Produktion gefälschter italienischer Produkte in Russland, der bei Fleisch und Käse noch dominanter ist, sagte Coldiretti abschließend.

Quelle: Coldiretti

Veröffentlichungsdatum: 23.12.2015

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