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Obstanbauer rechnen für 2015 mit durchschnittlicher Ernte

Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt würdigt Leistung der sächsischen Obstanbauer

31. August 2015

Die sächsischen Obstanbauer erwarten in diesem Jahr eine Apfelernte, die im Schnitt der vergangenen vier Jahre (89 000 Tonnen) liegt. Hagelschläge und Sonnenbrand haben eine bessere Ernte verhindert.

Apfel

„Die sächsische Obstwirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler des ländlichen Raumes in Sachsen“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt am Freitag (28. August 2015) bei der offiziellen Eröffnung der Apfelsaison im Kreischaer Ortsteil Theisewitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge). Er verwies allerdings auch auf die derzeitig schwierige Absatzsituation der Obstanbauer. „Deshalb werden wir die Unternehmen auch weiterhin bei der Sicherung und dem Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.“

Ein Schwerpunkt ist dabei die Förderung von Investitionen, für die Unternehmen im Obstbau einen Fördersatz von bis zu 35 Prozent erhalten. Bei der Anschaffung von Hagelschutznetzen trägt der Freistaat 35 Prozent der Kosten. „Mit der Förderung von weiteren Investitionen, wie zum Beispiel von Spezialmaschinen mit 25 Prozent, können die Betriebe auf aktuelle Anforderungen besser eingehen“, so der Minister. Ökologische Obstanbauer profitieren zudem von der Öko-Prämie. Sie erhalten bei der Einführung oder der Beibehaltung einer ökologischen Bewirtschaftung ihrer Anlagen 890 Euro je Hektar. Der Freistaat greift außerdem den Betrieben unter die Arme, die ihr Obst in Hofläden oder auf Märkten selbst verkaufen und übernimmt für die Marketingoffensive „Fruchtendes Sachsen – sächsisches Obst – knackig saftig“ 75 Prozent der Aufwendungen.

Schmidt wies zudem auf die Chancen hin, die der ökologische Obstbau den Unternehmen bietet. „Unsere Betriebe sind hierbei bereits auf einem erfolgversprechenden Weg, den es sich lohnt weiterzugehen“, sagte der Minister. Während der Öko-Obstanbau in Deutschland in den beiden zurückliegenden Jahren zwischen sieben und neun Prozent schwankte, erreichte er in Sachsen einen doppelt so hohen Anteil. So hat sich die Anbaufläche von Öko-Äpfeln in den vergangenen  zehn Jahren auf 17 Prozent der gesamten sächsischen Anbaufläche verdoppelt. „Den Unternehmen eröffnet der ökologische Anbau Chancen in der Direktvermarktung und im überregionalen Absatz“, so Schmidt. „Bioäpfel sind gefragt. Das gilt für die Kunden in den sächsischen Hofläden, die Obst aus der Region suchen, als auch für die Menschen in anderen Teilen Deutschlands, die im Supermarkt gern zu den frischen sächsischen Äpfeln greifen.“

Sachsen ist mit einer Anbaufläche von 2 554 Hektar das drittgrößte geschlossene Anbaugebiet in Deutschland. Auf 433 Hektar werden Öko-Äpfel angebaut. Der Apfelanbau konzentriert sich vor allem auf den Dresdner Raum und das Muldental.



Quelle: SMUL

Veröffentlichungsdatum: 31.08.2015

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