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Studie: Lebensmittelkäufer informieren sich in Sozialen Netzwerken

02. Juni 2015

Günstige Preise sind Lebensmittelonlinekäufern nicht so wichtig. Nur fünf Prozent bevorzugen das Internet für den Lebensmittelkauf. Amazon und Ebay schlagen Spezialisten, dort dominieren Lidl und Rossmann. Dies sind Ergebnisse der Studie “Black Box Online Shopping – Lebensmittel” des Marktforschungsunternehmens Konzept & Markt, für die mehr als 1.000 Onlinelebensmittelkäufer repräsentativ befragt wurden.

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Wenn die Deutschen für den täglichen Bedarf einkaufen, nutzen sie noch selten das Internet. Nur fünf Prozent derjenigen, die in den vergangenen zwölf Monaten Lebensmittel online gekauft haben, bevorzugen diesen Kanal auch. Zu lang sind noch die Lieferzeiten und zu kompliziert eventuelle Rückgaben. Doch das kann sich ändern, denn so oft wie in keiner anderen Warengruppe informieren sich die Lebensmittelkäufer bereits online in Foren und bei Facebook. Gekauft wird zumeist noch beim stationären Edeka oder Rewe. Wenn die Deutschen doch den Onlinekanal wählen, klicken sie noch seltener bei den Supermärkten, sondern vor allem bei Amazon und Ebay, so die Studie.

Bisher schaffen es die Onlineshops nur, einen geringen Anteil an den Lebensmittelverkäufen auf sich zu vereinen. Nur rund 18 Prozent der Einkäufe finden im Internet statt, im stationären Handel dagegen 82 Prozent. Im Durchschnitt aller Onlineshopper liegt das Internet mit 52 zu 48 Prozent knapp vor dem stationären Handel.

Ein Vorteil des Edeka um die Ecke gegenüber dem Internet ist vor allem, dass Kunden die Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs gleich mitnehmen können. Dies sagen 74 Prozent der Lebensmittelkäufer im Vergleich zu 61 Prozent aller anderen Onlineshopper.

Vor allem Männer sehen aber auch die Vorteile des Onlinehandels. 64 Prozent von ihnen bevorzugen die bequeme Lieferung nach Hause, anstatt selbst Einkaufstüten zu schleppen. Frauen stören sich eher an den begrenzten Öffnungszeiten des stationären Handels, 50 Prozent von ihnen sehen in der Verfügbarkeit rund um die Uhr einen Vorteil des Internets.

Amazon und Ebay vor Lidl und Rossmann

Käufer von Lebensmitteln legen besonderen Wert auf einen einfachen und schnellen Bestellvorgang. Das scheinen vor allem die großen Internethändler zu erfüllen. Denn am häufigsten kaufen die Lebensmittelshopper bei Amazon und Ebay. 67 Prozent kaufen ihre Produkte des täglichen Bedarfs bei Amazon, 33 Prozent bei Ebay. Danach folgen Tchibo, Lidl und Rossmann mit einem Anteil von jeweils rund 20 Prozent. Die klassischen Supermärkte werden online von weniger Verbrauchern favorisiert – Rewe erreicht 16 Prozent und Edeka24 neun Prozent.

Soziale Netzwerke sind Lebensmittelkäufern wichtig

Auf der Suche nach Informationen zu Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs sind deutsche Onlineshopper häufig in sozialen Netzwerken und Onlineforen unterwegs. 28 Prozent der Lebensmittelonlinekäufer nutzen diese. Im Vergleich zu allen untersuchten Branchen weisen die Onlinekäufer von Lebensmitteln hier den höchsten Nutzungsgrad auf.

Auch die Verknüpfung von Online und Offline ist noch nicht weit genug verbreitet. Die Möglichkeit, Lebensmittel im Internet zu bestellen und im Supermarkt vor Ort fertig gepackt abzuholen, ist bisher nur zwölf Prozent der Onlineshopper bekannt. Dieses Click & Collect finden aber 28 Prozent interessant, vor allem, weil sie Versandkosten einsparen und die Produkte vor Ort begutachten können. Während die Männer das Tütenschleppen lieber dem Postboten überlassen, sehen vor allem 74 Prozent der Frauen den Preisvorteil durch gesparte Versandkosten.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

Quelle: Konzept & Markt / food-monitor.de

Veröffentlichungsdatum: 02.06.2015

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