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Landgard: Neuausrichtung der Produktion deutscher Tomaten in der Region Nord

Gespräche zur Zukunft des Gewächshauses Hennstedt laufen
17. Dezember 2014

Nach Ende der Saison für deutsche Tomaten stellt die Hennstedter Gewächshaus GmbH & Co. KG die Produktion im gleichnamigen Gewächshaus ein. Dies steht auch im Zusammenhang mit den Gesprächen mit dem Betreiber der benachbarten Biogasanlage über die künftigen Konditionen der Fernwärmeversorgung, die hierdurch zum aktuellen Zeitpunkt nicht langfristig gesichert erschien. Darüber hinaus beeinflussten die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die indirekten Auswirkungen durch den Importstopp nach Russland für deutsches Obst und Gemüse, die Entscheidung. In Hennstedt gilt es nun, sich für eine nachhaltige, sichere Produktion neu aufzustellen.

Völlig anders ist die Situation im Gewächshauskomplex Hemmingstedt. Hier werden erfolgreich deutsche Tomaten und Paprika produziert. Es gibt dort die Möglichkeit, das Gewächshaus noch einmal um zehn Hektar zu erweitern. Damit könnten künftig insgesamt 22 Hektar Anbaufläche für eine regionale Produktion im Gebiet Nord allein in Hemmingstedt zur Verfügung stehen – aus der Region für die Region, zertifiziert nach QS-GAP.

Die Gewächshäuser Hemmingstedt und Hennstedt werden vollkommen eigenständig betrieben. Ziel ist es aktuell, die Gewächshäuser in die Verantwortung von vertrauensvollen Erzeugerbetrieben zu übertragen und so langfristig die Produktion nachhaltig sicher zu stellen und auszubauen.

landgard logo„Die Entwicklung und die ergriffenen Maßnahmen bezogen auf das Gewächshaus Hennstedt sind als Einzelfallentscheidung zu betrachten, die notwendig war, um sich modern, nachhaltig und auch wirtschaftlich erfolgreich für die Zukunft neu aufzustellen“, so Karl Voges, aktueller Geschäftsführer der Hennstedter Gewächshaus GmbH & Co. KG. „Dies umso mehr, da wir immer wieder die Wichtigkeit von deutschem Obst und Gemüse betonen, deutsche Erzeuger unterstützen und den Absatz und die Produktion von deutschem Obst und Gemüse fördern. Gerade in Phasen mit hohem Preisdruck ist dies besonders wichtig. Zusätzlich sehen wir im regionalen Anbau die Vorteile der Frische durch eine Produktion direkt vor der Haustür, der Nachhaltigkeit durch kurze Transportwege und auch der Wirtschaftsförderung durch die Unterstützung hiesiger Erzeuger. An diesem wichtigen Fokus wird sich auch zukünftig nichts ändern.“

Für Hennstedt werden aktuell bzgl. der Weiterführung und insbesondere des Kulturanbaus intensive Gespräche geführt. „Deutsche Tomaten beispielsweise sind ein absolutes Premiumkonzept“, so Voges weiter. „Darauf hat sich der gesamte Produktionsprozess auszurichten – von der Auswahl der Jungpflanzen über den Ernteprozess und die Qualitätskontrolle bis hin zu Verpackung und Vermarktung.“

Veröffentlichungsdatum: 17.12.2014

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