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Einer von sieben Gewächshausbetrieben in den Niederlanden spürt die Auswirkung des russischen Boykotts

18. November 2014

14,6% der niederländischen Unter-Glas Anbauern melden, dass sie den russischen Boykott, der in diesem Sommer einsetzte, negativ spüren. Für die Gemüsebetriebe (Unter-Glas) hat dieser Boykott die gravierendste Auswirkung.
 
Dies ergibt der GewächshausScanner 2014 den AgriDirect jährlich durchführt. Während dieser telefonischen Befragung bei 3.800 niederländischen Gewächshausbetrieben, wurde diese Frage an eine repräsentative Strichprobe von mehr als 450 Gewächshausbetreibern gestellt.
 
Gemüseanbaubetriebe spüren die Auswirkung des russischen Boykotts am meisten. 33,1% der Gemüseanbaubetriebe haben ziemlich unter dem russischen Boykott zu leiden. Bei den Topfpflanzen und Schnittblumen wird dieser Boykott als nicht so schlimm empfunden. (7,5% beziehungsweise 4,0%).
 
Folgeerscheinungen kommen noch

Bei 6,0% der niederländischen Betriebe gibt es im Moment noch keine Auswirkungen des Boykotts aber man erwartet in Kürze dessen Folgeerscheinungen.
 
Nico van Ruiten, Forsitzender von “ LTO Glaskracht Nederland”, reagiert:
“Für LTO Glaskracht Nederland ist dieses Ergebnis keine Überraschung. Russland war für einige Unter-Glas Gemüseanbauer ein wichtiger Exportmarkt. Viele Unternehmer tragen dann  auch großen wirtschaftlichen Schaden davon. Die EU – Regelung hat ihnen, wegen der niedrigen Vergütung für Interventionen, wenig genutzt. Topfpflanzen und Schnittblumen sind glücklicherweise nicht vom russischen Importverbot, jedoch von der Abwertung des Rubels und der Risiken im internationalen Zahlungsverkehr, betroffen.”

grafik agridirect NL
Agridirect Gewachshausbetrieb NL Auswirkung russischen Boykotts Grafik

Quelle: AgriDirect Deutschland GmbH

Veröffentlichungsdatum: 18.11.2014

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