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Spezialitäten aus Italien am Frankfurter Frischezentrum: Rote Zwiebeln und Mispeln

13. November 2014

In der 45. Kalenderwoche konnten im Frischezentrum wieder einmal Besonderheiten aus Italien bestaunt werden. Augenfällige Hingucker waren frische Cipolla rossa di Tropea: rote Zwiebeln aus Tropea. Sie wurden gebündelt in 300-kg-Großkisten angeliefert. Jeder Bund mit einem Gewicht von 4 bis 5 kg bestand aus 20 bis 25 Zwiebeln mit grünem Laub, den man für stattliche 15,- € angeboten hatte.

ble rote zwiebeln italienDie berühmteste Zwiebel Italiens, deren Name „Cipolla Rossa di Tropea Calabria“ in der EU seit 2008 als geografische Angabe geschützt ist, wächst entlang des Küstenstreifens zwischen Capo Vaticano und Vibo Valentia. Die Süße der roten Zwiebel von Tropea ist teils sortenbedingt, teils von dem individuellen Mikroklima und den sandigen Böden abhängig, wie sie in Meeresnähe an der Tyrrhenischen Küste typisch sind. Die traditionellen Anbaumethoden werden von lokalen Produzenten von Hand ausgeführt. Die Arbeitstechniken werden von Generation zu Generation weitergegeben. (Foto: Rote Zwiebeln Cipolla rossa di Tropea © BLE)

Die rote Zwiebel aus Tropea ist international als die süßeste Zwiebel bekannt und gilt als besonders mild und bekömmlich. Ihr natürliches Antibiotikum Allicin fördert die Verdauung und wirkt keimhemmend und keimtötend. Andere Inhaltsstoffe unterstützen das Herz-Kreislauf-System oder sollen die Bauchspeicheldrüse anregen, eine Eigenschaft, die vor allem Diabetiker zu schätzen wissen. Die rote Zwiebel wird in Kalabrien häufig roh gegessen, um ihr gesamtes Aroma vollumfassend genießen zu können. Beliebt sind Zwiebelmarmelade, die zu Brot, Käse oder Wild gereicht wird, und Zwiebelpaste, die hervorragend zu geröstetem Weißbrot und Fisch passt. Süß-sauer eingelegte Zwiebeln werden gerne zu Vorspeisen oder zu Fleischgerichten serviert.

ble mispeln Nespole venetoEine eher seltene Spezialität waren in 10-kg-Holzkisten abgepackte Nespole aus dem Veneto, die äußerst sporadisch auf den mitteleuropäischen Markt gelangen. Diese hell bis dunkelbraunen Mispeln, Mespilus germanica, sind nicht zu vergleichen mit den gelb- bis orangefarbenen Wollmispeln, Eriobotrya japonica, die oft aus der Türkei importiert werden. Nur in “überreifem” Zustand essbar, schmecken sie bitter, herb und säuerlich. Erst wenn die frühen leichten Herbstfröste über die Früchte hinweggegangen sind oder sie mindestens zwei Wochen kühl und trocken gelagert wurden, werden sie durch den Abbau ihrer Gerbsäure genießbar.
(Foto: Mispeln Nespole © BLE)

Die Mispeln verarbeitet man vorwiegend zu Marmelade, Gelee und Kompott. Auch das Destillat erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Trotz der eigenartigen Erscheinung der Nespole können sich ihre positiven Seiten durchaus sehen lassen. Der hohe Gehalt an Gerbsäure und Pektinen wirkt harntreibend und darmanregend, verringert Entzündungen und hemmt Verkalkungen. Die Kerne werden manchmal in gemahlener Form als Gewürz verwendet. Das Holz des Baumes wird gerne zur Produktion von Saiteninstrumenten eingesetzt.


Quelle: BLE, Eis/Hen; Rote Zwiebel: Tropea-vienna.it, lacostabella.de; Mispeln: tagesanzeiger.ch, competaonline.de
 

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Quelle: BLE
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Veröffentlichungsdatum: 13.11.2014

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