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Copa-Cogeca verweist auf Notwendigkeit stärkerer Maßnahmen für EU-Obst- und Gemüsesektor

02. Oktober 2014

Copa-Cogeca wertete den Beschluss der Europäischen Kommission, zusätzliche Unterstützung im Wert von 165 Mio. € für Erzeuger freizugeben, die vom russischen Embargo für landwirtschaftliche Erzeugnisse der EU getroffen sind, als Schritt in die richtige Richtung, bedauerte aber die unnötige Verzögerung der Maßnahmen.

logo grootCopa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen sagte: „Wir freuen uns, dass die Kommission ein weiteres Paket mit gezielteren Maßnahmen angekündigt hat, die dazu beitragen werden, den Druck, der auf dem Markt lastet, abzubauen. Der Sektor wurde schwer getroffen, da 29 % der europäischen Obst- und Gemüseexporte normalerweise nach Russland ausgeführt werden. Es ist jedoch enttäuschend, dass die Kommission für die Verabschiedung eines neuen Maßnahmenpakets so lang gebraucht hat. Währenddessen sind die Preise weiter gesunken – das war vermeidbar. Für einige Erzeuger ist es nun schon zu spät. Daher appellieren wir an die Kommission, diese Maßnahmen rückwirkend anzuwenden. Artikel 222 muss ebenfalls geöffnet werden, um Erzeugerorganisationen zu helfen. Wir benötigen auch Unterstützung von Seiten der Kommission, um neue Absatzmärkte zu erschließen, die Absatzförderung anzukurbeln und unnötige Handelshemmnisse abzubauen. Dies ist von ganz entscheidender Bedeutung.“

Diese neue Regelung bietet Unterstützung für die Rücknahme überschüssiger Obst- und Gemüsemengen vom Markt und schließt an das bis zu 125 Mio. € schwere Programm für Obst und Gemüse an, das am 18. August angekündigt, am 10. September jedoch ausgesetzt worden war.  Dieser neue Plan betrifft nicht nur Äpfel und Birnen, sondern zum ersten Mal nun auch Orangen, Mandarinen und Clementinen. Zudem wurden weitere Gemüsesorten wie Karotten, Gurken, Paprika, Tomaten und weitere Obstsorten wie Kiwi, Pflaumen und Tafeltrauben aufgenommen.

„Im Januar nächsten Jahres werden zur Verhinderung eines kompletten Marktkollapses sehr viel stärkere Maßnahmen für alle Obst- und Gemüsesorten notwendig sein, da dann die Hochsaison erreicht ist und die Produktionsmengen wesentlich höher liegen werden,“ so Pesonen weiter.

Veröffentlichungsdatum: 02.10.2014

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