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Biolandbau ist für tropische Bauern eine interessante Alternative

08. September 2014

Seit 2007 führt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in den Tropen Vergleichsstudien von konventionellem und biologischem Anbau durch. Vergangene Woche tauschten sich die Projektpartner in Frick aus. Seit 1978 untersucht das FiBL in der Schweiz, ob der biologische Anbau mit dem konventionellen mithalten und die Welt entsprechend biologisch ernährt werden könnte. Seit sieben Jahren gehen Forscher dieser Frage auch in Bolivien, Indien und Kenia nach, wie das FiBL in einer Medienmitteilung schreibt.

Erste Resultate aus Indien und Kenia zeigen, dass biologische Anbausysteme zwar etwas weniger produktiv sind. Dafür sind die Kosten für Dünger und Pestizide tiefer und der Weltmarktpreis für Bio-Produkte höher. Dadurch wird der Bio-Anbau für Bauern zu einer interessanten Alternative, berichtet Lid.ch.

Rund 20 Projektpartner trafen sich vergangene Woche beim FiBL in Frick und an der ETH Zürich, wo sie neben den Ergebnissen auch methodische Schwierigkeiten bei der Langzeitbeobachtung und der Wirkungsmessung diskutierten. Besonders die verstärkte Forschung mittels Partizipativer Technologieentwicklung (PTE), wobei die Bauern direkt in die Forschung einbezogen werden, wurde besprochen. Mit dieser Methode sollen Problemlösungen gefunden werden, die von den Bauern gut akzeptiert und dementsprechend umgesetzt werden. Solches methodisches Vorgehen und der biologische Anbau an sich sind in den Projektländern eher neu.


Quelle: Lid

Veröffentlichungsdatum: 08.09.2014

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