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Österreich: Bio wächst weiter - Neue Bio-Marketingkampagne der AMA

01. September 2014

Die  österreichweiten Bio-Aktionstage im September sind bereits zur Tradition geworden. Diesen Anlass nutzt die AMA, die aktuelle Bio-Marktentwicklung zu analysieren. Dabei zeigte es sich: Bio wächst weiter. Barbara Köcher-Schulz, Bio-Marketing-Managerin der AMA, zeigt sich erfreut über diese Entwicklung. „Das Angebot an Bio-Lebensmittel und die Nachfrage haben sich in den letzten zwanzig Jahren parallel entwickelt. Bio ist längst der Nische entwachsen und in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, so die Bio-Expertin.

Aktueller Biomarkt

Im Vorjahr betrug der Bioanteil über alle Warengruppen laut der rollierenden AMA-Marktanalyse 6,7%, womit sich der langsame, aber stetige Anstieg weiter fortsetzte. Der höchste Anteil wird bei Eiern verzeichnet (17%), gefolgt von Milch und Kartoffeln mit rund 15%. Ebenfalls über dem Durchschnitt liegen Joghurt, Butter sowie Gemüse und Obst. Hier wird etwa jedes zehnte Lebensmittel in Bioqualität gekauft. Die gelbe Palette - also Käse - kommt auf 8%; 4% beziehungsweise 3% sind es bei Geflügel und Fleisch. Milch und Milchprodukte liegen seit vielen Jahren ungebrochen in der Gunst der Konsumenten.

AMA-Biosiegel wurde neu aufgestellt

Das AMA-Biosiegel wurde entsprechend dem Leitmotiv „Mehr BIO. Mehr Qualität“ überarbeitet und um weitreichende Qualitätsparameter ergänzt. Es steht neben der biologischen Bewirtschaftung und transparenten Herkunft der Rohstoffe auch für die Einhaltung strenger Qualitätskriterien.

Beim AMA-Biosiegel werden gute Herstellungspraxis, Produktanalysen und Labortests verlangt sowie konkrete Kriterien bezüglich Geschmack, Geruch und Konsistenz für eine optimale Produktqualität vorgegeben. Rund ein Viertel der Zusatzstoffe, deren Verwendung die EU-Bio-Verordnung erlaubt, darf bei AMA-Biosiegel-Produkten nicht verwendet werden. Darüber hinaus gibt es Vorschriften zur Verpackung: Chlorhaltiges Verpackungsmaterial darf für Lebensmittel mit dem AMA-Biosiegel nicht verwendet werden. Zusätzlich müssen die Zutaten bei Lebensmitteln mit dem AMA-Biosiegel zu 100 Prozent aus biologischer Landwirtschaft stammen. Die Grundstandards erlauben bei zusammengesetzten Lebensmitteln eine Bio-Kennzeichnung mit 95 Prozent.

Neue Plakat-Kampagne

poster groot ama

Zu Beginn des heurigen Jahres wurde das AMA-Biosiegel auch einem grafischen Relaunch unterzogen. Darauf macht die neue Plakat- und Print-Kampagne der AMA aufmerksam, die seit Mitte August in ganz Österreich zu sehen ist. Passend zu den Inhalten des überarbeiteten AMA-Biosiegels lautet die Botschaft: „Mehr Bio. Mehr Qualität“. Begleitet wird die Kampagne von zahlreichen Maßnahmen, die nähere Informationen zum neuen Bio-Gütesiegel für Lebensmittel bieten: Advertorials in zielgruppenaffinen Medien, österreichweite Bio-Aktionstage, Informationsmaterialien für Konsumenten, Plakate und Folder für den Bio-Fachhandel, eine Sammlung an Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Bio für Lehrerinnen und Lehrer an Volksschulen.

Bio-Aktionstage

Die Bio-Aktionstage im September sind das jährliche Highlight im Bio-Marketing. Mit dieser Informations- und Genussoffensive werden jedes Jahr Konsumenten in ganz Österreich über die Besonderheiten biologischer Lebensmittel informiert. In Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck laden Bio-Infopoints ein, Bioprodukte zu verkosten und mit Bio-Bäuerinnen zu plaudern. Infomaterial, ein Glücksrad mit Sofortgewinnen und eine eigene Bio-Kinder-Ecke machen Lust zum Verweilen und Schmökern.

Bio-Boten sind in ganz Österreich an stark frequentierten Plätzen unterwegs. Mit ihrem Bio-Outfit und Bio-Lastenrädern – gefüllt mit frischer Bio-Milch, Würsteln und Äpfeln – sind sie nicht zu übersehen. Wer mit einem Bio-Boten ein Selfie macht und auf www.bioinfo.at hoch lädt, hat gute Chancen auf wertvolle Gewinne.

Zahlreiche Bio-Feste und Bio-Märkte, Bio-Höfe und Bio-Fachgeschäfte nehmen an dieser Genuss- und Informationsinitiative mit eigenen Aktivitäten teil. Den gesamten Veranstaltungskalender gibt es unter www.bioinfo.at.

Quelle: AMA

Veröffentlichungsdatum: 01.09.2014

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