Umfassende Neuausrichtung der Produktion auf ungarischen Aprikosenplantagen notwendig
Der Frühlingsfrost hat im Jahr 2025 schwere Schäden an Ungarns Aprikosenhainen verursacht. Da die Nachfrage nach der Frucht groß ist, ist im Interesse der Erntesicherung und der Wirtschaftlichkeit der Produktion eine umfassende und fachlich fundierte Neustrukturierung der heimischen Obstproduktion künftig notwendig, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
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Hinsichtlich der Sortenauswahl ist es entscheidend, Aprikosenarten in den kommerziellen Anbau zu bringen, die durch mehrere Jahre des Testens an das ungarische Klima angepasst sind.
Um die Produktion zu verbessern, wird die Nationale Landwirtschaftskammer (NAK) in diesem Jahr gemeinsam mit dem Institut für Obstbau der MATE eine umfassende Forschungs- und Entwicklungsinitiative starten, in Zusammenarbeit mit den Produzenten.
Obwohl Frühjahrsfröste in den letzten Jahren den inländischen Aprikosenanbau erheblich beeinträchtigt haben, erlitten die Plantagen in diesem Jahr so schwere Schäden durch die lang anhaltende Abkühlung und den Frost während der Blütezeit, dass 70 bis 95 Prozent der Ernte vernichtet wurden.
Der Frost betraf nicht nur Ungarn – die Frühjahrsabkühlung verursachte auch in den wichtigsten Aprikosenanbauländern Europas erhebliche Schäden –, doch die Auswirkungen waren in Ungarn am stärksten.
Dafür gibt es mehrere Gründe: Neben klimatischen Anomalien ist ein grundlegendes Problem, dass die Mehrheit der inländischen Aprikosenplantagen in Gebieten liegt, die ökologisch weniger geeignet oder ungeeignet für den Anbau sind.
Aufgrund des wiederholten schweren Frostschadens schwankt die jährliche Ernte erheblich. Während vor 2018 die geerntete Menge je nach Jahr zwischen 20.000 und 35.000 Tonnen lag, wurden im Jahr 2023 nur noch 6.000 bis 8.000 Tonnen Aprikosen im Land produziert.
Laut den Aussagen auf dem Fachtag, der von der Nationalen Landwirtschaftskammer und der Forschungsstation für Obstproduktion des MATE-Instituts für Gartenbau in Cegléd organisiert wurde, ist das Ziel, dass die Branche eine jährliche Ernte von 50.000 Tonnen erreicht. Damit könnte auch die jährliche Einfuhr von 3.000 Tonnen in das Land reduziert werden.
Aprikose ist eine sehr beliebte Obstsorte, und Früchte von entsprechender Qualität können ohne Probleme zu guten Preisen verkauft werden – sowohl bei Verbrauchern als auch in Verarbeitungsbetrieben. Daher muss die Aprikosenproduktion gefördert werden, und Produzenten sowie Landwirte sollten mit modernen, zukunftsorientierten und professionellen Informationen versorgt werden.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2025

