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NEPG rechnen mit kommender Kartoffelernte fast auf dem 5-Jahres-Durchschnittsniveau

12. September 2019

Die North-Western European Potato Growers (NEPG, Nordwesteuropäische Kartoffelerzeuger) schätzte in ihrer Pressemitteilung vom September 2019, dass die vorhergesagte Kartoffelernte 2019 für die fünf führenden Kartoffelländer zwischen 27 und 27,3 Millionen Tonnen liegt. Das sind 3% mehr als der 5-Jarhes-Durchschnitt und 12% mehr als letztes Jahr.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Auf dieser Stufe basieren die Schätzungen vor allem auf Testgrabungen. Dennoch betont die NEPG, dass dies eine Schätzung ist, die finalen Testgrabungen werden Anfang Oktober stattfinden, und fast der ganze Ertrag ist noch auf den Feldern.

Mehr Kartoffeln gepflanzt

Dieses Jahr ist es nicht der Ertrag, der die größte Ernte brachte, sondern der Anstieg der Kartoffelfläche im Vergleich zu letztem Jahr. Alle NEPG-Länder, außer GB, pflanzten mehr Kartoffeln, in Frankreich sogar 14% mehr als die 5-Jarhes-Durchschnittsfläche.

Für die 5 Länder wird der durchschnittliche Ertrag im Augenblick auf 44,7 Tonnen/ha geschätzt, während der 5-Jahres-Durchschnitt bei 47,1 Tonnen/ha liegt. Letztes Jahr war der Durchschnitt infolge des Mangels an Regen bei 40,9 Tonnen/ha.

Große Unterschiede

Aufgrund des geringen Prozentanteils an Bewässerung (und auch etwas weniger Regen) gab es die niedrigsten Ertragsschätzungen in Belgien. In Frankreich, Belgien und größeren Teilen Deutschlands ist der Ertrag auf den Feldern fast gestorben, mit kaum Wachstumskraft für die restlichen Tage oder Wochen. Die jüngsten Grabungen zeigten ein Abflachen der Erträge. In den Niederlanden, GB und auf einigen deutschen Flächen können an manchen Standorten noch grüne Erträge gefunden werden. Auch innerhalb der 5 Länder gibt es enorme Ertragsunterschiede nach Sorte und Lage. Jene Flächen mit geringen Bewässerungsmöglichkeiten zeigen die niedrigsten Erträge. In GB ist die Ernte später und hier basieren die Erträge auf dem 5-Jahres-Durchschnitt. Auch die Ernten von Stärkekartoffeln zeigt dieses Jahr kleinere Erträge.

Der Markt

Diese Schätzungen sind nicht in dem aktuellen Preisniveau widergespiegelt und die NEPG erwartet, dass der Preis über die kommenden Wochen auf dem Kontinent ansteigen könnte. Die Fabriken waren früher im Sommer hungrig auf Rohmaterial als letztes Jahr und die Saison startete fast leer und ein bisschen eher als gewöhnlich. Und die Verarbeitungskapazitäten steigen noch. An einem Punkt war die verarbeitende Saison etwas gestört mit Früherzeugnissen aus Bordeaux, Rheinland und Belgien, die zur gleichen Zeit eintrafen, was nicht half, die Preise zu festigen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Endprodukte aus der EU werden dieses Jahr auf dem globalen Markt besser sein, wobei die Kartoffelpreise nicht so hoch wie letztes Jahr sind.

Osteuropäische Länder berichten viel kleinere Erträge. Das EU-Satellit-Programm MARS zeigt eine 5 bis 10% kleinere Ernte (im Vergleich mit dem 5-Jahres-Durchschnitt) in Polen und einigen anderen östlichen Ländern an. Es gibt bereits einen lebhaften Export von den NEPG-Ländern nach Polen und Rumänien. Die MARS-Anzeigen für die EU-28 sind 3,1% geringer im Vergleich mit dem 5-Jahres-Durchschnitt (August-Report).

Ende Oktober wird die NEPG eine zweite Schätzung für die großen 5 machen.

Quelle: NEPG

Veröffentlichungsdatum: 12.09.2019

Schlagwörter

NEPG, Kartoffel, Ernte, Europa, Durchschnittsniveau