Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Studie über Preistransparenz in der Lebensmittelkette

11. September 2019

Die im Januar 2016 eingesetzte Task Force Agrarmärkte (AMTF) des Joint Research Centre (JRC) der EU- Kommission hatte der Kommission weitere Schritte zur Erhöhung der Markttransparenz empfohlen, um wirksame Wettbewerbs-bedingungen entlang der Lieferkette zu fördern. Dementsprechend veröffentlichte die Kommission im Mai 2019 einen Verordnungsvorschlag zur Erhöhung der Preistransparenz in der Lebensmittelversorgungskette, wie der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) schreibt.

Bildquelle: Shutterstock.com Fair Trade studie
Bildquelle: Shutterstock.com

Der Bericht enthält Ergebnisse zu den Schätzungen der Betreiber (das heißt Unternehmen der Primärproduktion, des Vertriebs, der Verarbeitung, des Großhandels oder des Einzelhandels) in den Lieferketten der EU-Lebensmittelindustrie über die Kosten der Bereitstellung von Informationen an Dritte (Behörden, Privatunternehmen und/oder andere Agenturen), um einer Berichtspflicht zur Verbesserung der Markttransparenz nachzukommen. Das sekundäre Ziel dieses Berichts ist es, die potenziellen Vorteile und Risiken einer größeren Markttransparenz zu analysieren, wie sie von den Akteuren der Lieferkette für Agrar- und Lebensmittel wahrgenommen werden.

Eine Mehrheit der Befragten erklärte, dass sie von einer erhöhten Preistransparenz entlang der Lieferkette für Agrar- und Lebensmittel profitieren würden. Die von den Befragten identifizierten Hauptvorteile umfassen die Verbesserung der Marktkenntnisse, die Erhöhung der Möglichkeiten für das Risikomanagement oder eine bessere Entscheidungsfindung und die Verringerung der Unsicherheit bzw. die Verringerung der Informationsasymmetrie. Zu den Hauptrisiken gehören Vertraulichkeits- und Datensicherheitsrisiken, ein höherer Wettbewerbsdruck und sinkende Verkaufspreise. Neben Preisinformationen äußerten die Teilnehmer, dass die Verfügbarkeit von Informationen über Produktionsvolumen, Verbrauch und Handelsvolumen zu einer größeren Markttransparenz entlang der Lieferkette für Lebensmittel beitragen könnte. Allerdings wurden Brutto- und Nettomargen von den Befragten als zentrale Risikofaktoren durch erhöhte Markttransparenz benannt. Die Studie kann hier (download pdf) heruntergeladen werden.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell  8/2019

Veröffentlichungsdatum: 11.09.2019

Schlagwörter

Studie, Preistransparenz, Lebensmittelkette