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Erstes Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete in Deutschland gegründet

12. Juni 2019

Wildsellerie, Wildrebe, Wildobst – in Deutschland wachsen viele Wildpflanzenarten, die nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für die Landwirtschaft und Ernährung Bedeutung haben. Diese genetischen Ressourcen enthalten Eigenschaften, die als Genreservoir für die züchterische Anpassung von Kulturpflanzen und damit für die Sicherung der Welternährung wichtig sind.

Bildquelle: Shutterstock.com
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Am 4. und 5. Juni 2019 veranstaltete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Julius-Kühn-Institut (JKI), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie weiteren Partnern die Fachtagung „Genetische Erhaltungsgebiete für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft – ein neues Modul zur Stärkung des Artenschutzes” in Quedlinburg.

Die Fachtagung war der Startschuss für das erste bundesweite Netzwerk genetischer Erhaltungsgebiete für Wildsellerie. Damit nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa ein. Für die Einrichtung der ersten fünf genetischen Erhaltungsgebiete wurden die Urkunden im feierlichen Rahmen an die Betreuer der fünf Gebiete übergeben.

Bis zum Projektende im November 2019 sollen 40 weitere Erhaltungsgebiete für Wildsellerie eingerichtet sein, um so die innerartliche Vielfalt zu bewahren. Die Pflege übernehmen zum Teil engagierte Gruppen und Einzelpersonen vor Ort.

Quelle: BLE

Veröffentlichungsdatum: 12.06.2019

Schlagwörter

Netzwerk, genetischer Erhaltungsgebiete, Deutschland