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Rewe testet Plastikverzicht bei Bio-Obst und -Gemüse

28. Januar 2019

Rund 630 REWE- und nahkauf-Märkte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland führen ab April einen wegweisenden Test durch. Wie REWE anlässlich der Grünen Woche in Berlin mitteilt, wird das Unternehmen im Bereich Bio-Obst und Bio-Gemüse weitestgehend auf Plastikverpackungen verzichten oder umweltfreundlichere Verpackungen einsetzen.

Foto © Rewe
Foto © Rewe

Mit den Maßnahmen können jährlich gut 90.000 Kilogramm Verpackungsmaterial eingespart werden, davon rund 55.000 Kilogramm Kunststoff. Mit diesem groß angelegten Pilotversuch ist REWE Vorreiter in der Branche. Er dient dazu, erste wichtige Erfahrungen auf dem Weg zu einer weitgehenden Plastikfreiheit im Obst- und Gemüsesortiment zu sammeln.

REWE hat sich zum Ziel gesetzt, sukzessive und mittelfristig auf Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse zu verzichten. Wo dies nicht möglich oder sinnvoll ist, soll der Kunststoffanteil reduziert oder Verpackungen umweltfreundlicher gestaltet werden. In diesem Zusammenhang betritt REWE einerseits Neuland, andererseits ist der Handelskonzern auch Innovationstreiber. Bei dem im Frühjahr startenden Test werden 107 Obst- und Gemüsesorten mit umweltfreundlicheren Kennzeichnungs- und Verpackungslösungen angeboten. Ausgewertet wird, wie sich die jeweiligen Maßnahmen etwa auf die Frische und die Haltbarkeit der Produkte auswirken, wie praktikabel sie sind und ob sie vom Kunden angenommen werden. Anhand der validen Ergebnisse und Erkenntnisse wird das Handelsunternehmen die weiteren Schritte ableiten.

Die Komplexität des Tests ist sehr hoch. Es muss die Funktion der Verpackung entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet werden. Deshalb hat sich REWE dafür entschieden, sich zunächst auf das Bio-Obst und -Gemüsesortiment zu beschränken. Vor dem Hintergrund, dass Plastikverpackungen vor allem zum Erhalt der Frische und Qualität der Ware beitragen, werden bei dem Großversuch weiterhin beispielsweise einige hoch empfindliche Beerenfrüchte sowie frische Blattsalate wie Feldsalat oder Rucola verpackt angeboten. Auch bei Produkten, die nicht einzeln mit einem Klebeetikett ausgezeichnet werden können wie Karotten, kann auf Kunststoff nicht verzichtet werden.

Die Initiativen zur Reduktion von Verpackungen und des Ressourcenverbrauches bei der REWE Group sind vielfältig. So sind aktuell bereits bundesweit weit über 1.000 Verpackungen umweltfreundlicher gestaltet worden. Allein daraus resultiert ein jährliches Einsparvolumen von rund 7.000 Tonnen Plastik.

Quelle: Rewe

Veröffentlichungsdatum: 28.01.2019

Schlagwörter

Rewe, Test, Plastikverzicht, Bio-Obst, Bio-Gemüse, Bio, Verpackung, Einzelhandel