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Mecklenburg - Vorpommern: Das Land ist zweigeteilt

25. Januar 2019

Während auf den leichten Standorten infolge der geringen Erträge durch die Dürre bereits umfangreich zugekauft wird, kann andernorts noch vom heimischen Bestand zu festen Preisen gezehrt werden. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 03. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Das Preisniveau für zugekaufte Ware ist deutlich angehoben worden. Heimische Packer zahlen teils 2 EUR/t mehr als in der Vorwoche an die Lieferanten. Der Lebensmitteleinzelhandel hat noch nicht nachgezogen. In Gesprächen mit den Handelsketten wird ein Aufpreise für Kühlhausware angestrebt. Werbeaktionen des Handels laufen angesichts der geringen Verfügbarkeit der Knollen auf Sparflamme. Der Absatz im LEH wird als normal bis gut beschrieben. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Heimische Packer mussten im Kampf um Speiseware, die zu einem großen Teil aus Niedersachsen bezogen wird, das Preisniveau um 4 bis 5 EUR/t anheben. Diese starke Preisanhebung zu dieser meist umsatzschwachen Zeit ist ungewöhnlich und macht die geringe Warenverfügbarkeit deutlich. Der Aufpreis wird bislang allein vom Packer getragen. Der LEH hat noch nicht nachgezogen. Ob die Preiserhöhung mehr und qualitativ hochwertige Kartoffeln hervorzaubert, wird sich erst zeigen. Packer berichten von sehr unterschiedlichen Qualitäten der angelieferten Ware, die daher vor dem Abladen genau bonitiert wird. Mehlig kochende Speiseware ist besonders knapp. In der vergangenen Woche war die Nachfrage nach Speiseware januartypisch ruhig. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Mangels Rohwarenverfügbarkeit aus der eigenen Ernte haben Schäler das Geschäft für diese Saison eingestellt.

Sachsen
Der Kartoffelabsatz im Packgeschäft wird als ruhig beschrieben. Die Nachfrage passt zur schwachen Kartoffelverfügbarkeit in dieser Saison. Die Preiserhöhung der vergangenen zwei Wochen ist gut durchgesetzt worden. Die Beschaffung von Speisekartoffeln in der gewünschten Qualität ist nach wie vor problematischer als in den Vorjahren. Preisanhebungen zum Jahresbeginn sind ungewöhnlich und zeigen somit deutlich die Problematik dieser Kartoffelsaison. Die Schälkartoffelpreise bleiben noch auf dem Niveau der vergangenen Woche. Es wird von zunehmenden Schälverlusten berichtet, so dass Preissteigerungen in Kürze zu erwarten sind.

Sachsen - Anhalt
Für Speiseware werden in dieser Woche zum Teil bis zu 5 EUR/t mehr verlangt. Die Preiserhöhung hat sich längst nicht überall durchgesetzt, teils zahlt der Packer drauf. Der Versandhandel ins Ausland ist deutlich geringer geworden. Tschechische und polnische Partner sind vorerst nicht bereit, auf diesem Niveau zu kaufen. Ob die gestiegenen Preise eine erhöhte Warenverfügbarkeit ermöglichen, bleibt abzuwarten. Die Preise für rohe und geschälte Kartoffeln haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Thüringen
Die Speisekartoffelpreise im Packgeschäft wurden zum Teil bis 5 EUR/t angehoben. Der Zukauf von Speiseware gelingt nur noch auf erhöhtem Niveau. Preisabsprachen mit dem Lebensmitteleinzelhandel finden teils erst wieder in der kommenden Kalenderwoche statt, so dass ein Aufpreis noch nicht weitergereicht werden konnte. Lagermengen heimische Packer sind deutlich geringer als in den Vorjahren. Zudem sind die Qualitäten nicht immer zufriedenstellend. Der Kartoffelabsatz ist von der typischen Januarflaute geprägt. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 25.01.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Mecklenburg - Vorpommern