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BLE-Marktbericht KW 03 / 19: Italienische Birnen bildeten die Basis

24. Januar 2019

Italienische Abate Fetel und Santa Maria bildeten die Basis der Warenpalette und ihre Präsenz wuchs ein wenig an. Williams Christ gleicher Herkunft verloren hingegen an Bedeutung. Auch die Wichtigkeit der einheimischen Erzeugnisse, insbesondere die von Conference und Alexander Lucas, schränkte sich ein.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Ergänzende belgische und niederländische Conference generierten kaum Beachtung. Ansehnlich ausgefärbte Early Desire aus den Niederlanden kosteten in Frankfurt zwar 14,- € je 8-kgKarton, konnten aber trotzdem flott umgeschlagen werden. Türkische Santa Maria wurden bloß noch in Frankfurt angeboten. Bei winterlichem Wetter war das Interesse indes begrenzt und die Unterbringung gestaltete sich mitunter zäh. Die Vertreiber beharrten weitestgehend auf ihren bisherigen Forderungen, konnten diese punktuell jedoch nicht immer aufrechterhalten.

Äpfel
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich dominierte Deutschland mit vielen Varietäten das Geschehen. Hauptsächlich gab es Elstar, Jonagold und Boskoop, abrundend Fuji, Cox Orange und Kanzi. Die Qualität stellte häufig zufrieden, allerdings waren Boskoop und Braeburn zunehmend mürbe, was den Verkaufsdruck erhöhte. Italienische und französische Partien wurden oftmals gelegt offeriert und begeisterten wegen ihrer Ausfärbung: Pink Lady, Granny Smith, Golden Delicious und Royal Gala konnten ohne Schwierigkeiten abgewickelt werden. Belgien schickte kleine Mengen von Braeburn. Die Niederlande sendeten Boskoop und Elstar. Summa summarum verliefen die Geschäfte unaufgeregt. Die Nachfrage wurde mit Leichtigkeit gedeckt. Die Preise veränderten sich dabei nur selten. In Hamburg versuchten die Händler, ihre Aufrufe anzuheben, was sie bei vereinzelten Chargen auch durchsetzen konnten.

Orangen
Im Segment der Blondorangen konnte hauptsächlich auf spanische Navelina und türkische Washington Navel zugegriffen werden. Spanische Salustiana und griechische Navel spielten eine deutlich kleinere Rolle. Zu diesem recht frühen Saisonzeitpunkt eher ungewöhnlich, trafen erste spanische Navel ein, die rege beachtet wurden. Italienische Navel und marokkanische Salustiana, deren Wichtigkeit sich merklich intensivierte, rundeten die Warenpalette ab. Die türkischen Washington Navel hatten sich hinsichtlich ihrer Qualität verbessert; Konditionsprobleme traten nicht mehr auf. Im Bereich der Blutorangen prägten italienische Moro vor Tarocco gleicher Herkunft die Szenerie. Cara Cara aus Spanien und Italien ergänzten. Summa summarum gestaltete sich der Umschlag bei winterlichem Wetter freundlich. Die Bewertungen blieben oftmals stabil, konnten örtlich aber auch angehoben werden. In Hamburg sanken die Notierungen für vereinzelte Varietäten; die Verkäufer versuchten so, die Unterbringung zu beschleunigen.

Zitronen
Spanische Anlieferungen überwogen augenscheinlich vor türkischen. Das Interesse war durchaus zufriedenstellend. Die Preise entwickelten sich bei kontinuierlichen Geschäften uneinheitlich: In Frankfurt zogen sie aufgrund eines angewachsenen Bedarfs an. In Hamburg und Köln bröckelten sie indes mengeninduziert ab. In München und Berlin verharrten die Notierungen derweil auf dem Niveau der 02. KW, da die Versorgung nicht allzu üppig war.

Bananen
Der Verkauf verlief, ganz der Jahreszeit entsprechend, in ruhigen Bahnen. Der Zugriff der Kunden fiel wegen der großen Bandbreite an fruchtig erfrischenden Zitrusalternativen in der Regel nicht sehr lebhaft aus. Die Zufuhren aus den Reifereien waren jedoch hinlänglich an die entschleunigte Abnahme angepasst. Die Bewertungen oszillierten daher in den gewohnten Spannen. Örtlich konnte man dem gegenüber in Folge der vorsichtigen Disponierungen sogar für das gesamte Sortiment leichte Verteuerungen erwirken. Verschiedentlich stiegen in einem marginalen Umfang die Preise für die Erstmarke. Manchmal vermochten die Händler auch die Zweitmarke ein wenig höher aufzurufen als bisher.

Blumenkohl
Die Bereitstellung schränkte sich ein; diverse Herkünfte waren tageweise oder die komplette Woche an einzelnen Märkten nicht zu bekommen. So fehlten zum Beispiel in Hamburg die italienischen und spanischen Abladungen. In Köln gab es belgische Offerten nur bis Dienstag und französische bloß ab Donnerstag. Belgien tauchte in München und Berlin gar nicht auf. Niederländische Zuströme waren in Frankfurt zu finden. Aufgrund der verringerten Verfügbarkeit zogen die Bewertungen an, zum Teil recht deutlich. Dies beeinträchtigte natürlich die Absatzmöglichkeiten. In Hamburg vergünstigten sich zunächst die Partien, ehe sie sich letztlich dann doch verteuerten.

Salat
Beim Eissalat konnte ausschließlich auf spanische Artikel zugegriffen werden. Diese generierten nicht immer einen steten Zuspruch, sodass die Notierungen verschiedentlich abbröckelten. In München und Köln begrenzte sich die Versorgung indes und die Bewertungen stiegen an. Beim Kopfsalat überwogen belgische Chargen vor italienischen und französischen. Gerade die belgischen Anlieferungen überzeugten hinsichtlich ihrer organoleptischen Eigenschaften und waren demnach am teuersten. Selbst zu 22,- € je 12er-Aufmachung erfolgte die Unterbringung in Berlin ziemlich flott. Die Preise verfestigten sich an einigen Plätzen. In Hamburg hingegen vergünstigten sich die Zuflüsse, da das Interesse zu schwach ausfiel. In München litt Bestandsware unter konditionellen Problemen, was zu merklichen Verbilligungen führte. Für ab und an knappe Bunte Salate und Italien und Frankreich hoben die Händler ihre Forderungen. Allerdings waren die Pro-Kopf-Gewichte mancher Produkte auch zu leicht, was deren Umschlag erschwerte. Die Präsenz von französischen und italienischen Endivien verminderte sich augenscheinlich und die Vertreiber konnten ihre Aufrufe daraufhin erhöhen.

Gurken
Im Segment der Schlangengurken dominierte Spanien. Griechenland spielte hauptsächlich in München eine bedeutendere Rolle. Die Niederlande und Belgien tauchten nur örtlich auf. Die Bereitstellung verringerte sich. Daher kam es zu Verteuerungen, die sich in der Regel bis zum Wochenende hielten. Lediglich in Hamburg und München sanken die Preise ab Donnerstag aufgrund ausgedehnter Zuströme wieder etwas ab. Bei den Minigurken herrschte die Türkei vor Spanien und den Niederlanden vor. Auch in diesem Bereich tendierten die Bewertungen aufwärts, da der Bedarf nicht komplett gedeckt wurde. Trotz Forderungen von 1,40 € je 500 g konnten türkische Früchte in Frankfurt schnell verkauft werden.

Tomaten
Rispenware stammte vorrangig aus Spanien, der Türkei und den Niederlanden. Bei den Runden Tomaten überwog Spanien vor Marokko. Kirschtomaten hatten ihren Ursprung am ehesten in Italien und in den Niederlanden. Bei den Fleischtomaten beteiligten sich vor allem Belgien und Marokko an den Geschäften. In Berlin wurden die marokkanischen Partien oftmals direkt an den LEH weitergeleitet. Die Verfügbarkeit schränkte sich summa summarum ein. Die Nachfrage war zwar nicht besonders stark ausgeprägt, konnte indes dennoch nicht immer befriedigt werden. Also zogen die Notierungen meist nach oben. Die Qualität überzeugte jedoch nicht durchgängig, sodass man an manchen Märkten auch Vergünstigungen beobachtete. In Frankfurt gab es Monterosa-Tomaten. Zu 7,- € je 2,5-kgKarton fanden diese gerippten pinken Fleischtomaten aber kaum Abnehmer.

Gemüsepaprika
Spanische Chargen bildeten die Basis des Sortimentes, die Türkei und Marokko ergänzten es mit deutlich geringeren Anlieferungen. Die Bereitstellung dehnte sich ein wenig aus. Das Interesse blieb ruhig. Die Bewertungen verharrten häufig auf dem bisherigen Niveau. Verschiedentlich tendierten sie aber auch aufwärts oder nach unten, stets in Abhängigkeit von der Versorgungslage. So vergünstigten sich beispielsweise in Köln die spanischen Offerten sukzessive, während sie sich in Hamburg verteuerten. In Frankfurt stiegen die Preise für türkische Artikel in 400-g-Folienbeuteln. In München verbilligten sich die roten Kultivare aus Spanien mengeninduziert. In Berlin hoben die Vertreiber ihre Aufrufe für die türkischen Importe an, da diese sehr knapp waren.


Weitere Informationen
Frankfurt
Reichlich vorrätige türkische Granatäpfel ließen sich flott platzieren. Schön ausgefärbte spanische Erdbeeren wurden in 250-g- und 400-g-Schalen gerne gekauft. Lose italienische grüne Kiwis vergünstigten sich. Die Preise von Auberginen kletterten auf bis zu 20,- € je 5-kg-Karton. Da die Ernte von deutschen und belgischen Möhren begrenzt ausfiel, mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen. Italienische lose Möhren komplettierten das Geschehen. Ab Donnerstag gab es türkischen Lauch in 10-kg-Säcken. Lauchzwiebeln aus Italien und Ägypten verteuerten sich. Die Forderungen bei Gemüsezwiebeln wurden einstandsbedingt ab der Wochenmitte merklich nach oben angepasst.
Hamburg 
Die Preise von knappen spanischen Zucchini zogen auf bis zu 16,- € je 5-kg-Kollo und die von Auberginen auf bis zu 18,50 € je 5 kg an. Offerten anderer Herkunft verteuerten sich ebenso.
München
Erste süditalienische Erdbeeren des Jahres zeigten sich nicht genügend entwickelt und durchgefärbt und hatten daher trotz extrem niedrigen Einstandes keine Absatzchancen gegenüber spanischen und ägyptischen Erzeugnissen. Bei abfallender Nachfrage nach Steinobst aus der südlichen Hemisphäre tendierten dessen Notierungen stark rückläufig. Das Interesse an Grapefruits und Ananas stieg indes an. Süd- und mittelamerikanische Honigmelonen sowie Cantaloupmelonen und Netzmelonen gab es in ausreichenden Mengen und sie vergünstigten sich. Wassermelonen ließen sich flott unterbringen. Italienischer Rucola verteuerte sich aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse kräftig. Auch die Bewertungen von Buschbohnen und Stangenbohnen sowie für Auberginen und Zucchini kletterten deutlich aufwärts. Die Preise von Lauch verharrten auf festem Niveau. Erster senegalesischer Zuckermais wies sehr hohe Eingangsforderungen auf. Die Aufrufe für italienischen Dill wurden von den Vertreibern angehoben. Etwas üppiger vorrätige italienische Petersilie verbilligte sich. Spanien lieferte Dill, Koriander, Minze und Petersilie.
Berlin
Spanische Auberginen waren weiterhin knapp und daher mit bis zu 20,- € je 5-kg-Karton recht teuer. Zucchini aus Spanien blieben begrenzt verfügbar und die Kunden mussten 3,- € je kg bezahlen. Ab Donnerstag kamen Importe von weißem Spargel aus Peru an den Fruchthof, dieser kostete mit 1,50 € je 500-g-Bund nicht viel und fand stetig Abnehmer.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 03 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 24.01.2019

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin