Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Das Apfelangebot setzte sich hauptsächlich aus einheimischen Produkten zusammen

17. Januar 2019

Elstar, Jonagold, Boskoop und Braeburn bildeten dabei die Basis. Italienische Granny Smith und Golden Delicious sowie französische Pink Lady wurden kontinuierlich umgeschlagen. Red Delicious waren indes nicht mehr so beliebt wie vor dem Jahreswechsel.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Belgische Braeburn, niederländische Elstar sowie griechische Granny Smith komplettierten die Warenpalette. Eine Räumung der frischen Abladungen klappte nicht immer. Die Notierungen blieben dennoch meist konstant. In Frankfurt erfolgte der Handel zunächst ausschließlich aus Beständen, erst ab Mittwoch trafen neue Anlieferungen ein. Hier verteuerten sich Boskoop und Royal Gala aus dem Inland ein wenig. In München hingegen kam es bei einigen Varietäten zu Vergünstigungen. Dort zogen allerdings die Preise von ansprechend ausgefärbten gelegten französischen Pink Lady sowie von italienischen Braeburn an.

Birnen
Die Geschäfte mit den dominierenden italienischen und ergänzenden einheimischen und niederländischen Chargen verliefen unisono unaufgeregt. Abate Fetel und Santa Maria aus Italien herrschten dabei vor, Williams Christ gleicher Herkunft verloren an Präsenz. Einheimische Alexander Lucas und Conference rundeten das Sortiment ebenso ab wie niederländische Conference und Gute Luise. Die Saison türkischer Santa Maria trudelte langsam aus. Die Verfügbarkeit reichte aus, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage war häufig sehr gedämpft; sie konzentrierte sich eher auf Zitrusfrüchte. Die Notierungen entwickelten sich uneinheitlich. In Frankfurt verteuerten sich italienische Abate Fetel aufgrund angehobener Eingangsforderungen. Ansonsten veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei den Clementinen herrschten spanische Clemenules vor. Marokkanische Nour rundeten in Frankfurt zu 11,- € je 10-kg-Holzsteige die Warenpalette ab. Produkte mit Blatt aus Italien verloren an Wichtigkeit. Die Saison der türkischen Satsumas stand vor ihrem Abschluss; eine uneinheitliche Qualität führte in Hamburg zu einer weiten Preisspanne. Aus der Türkei stammten vermehrt Mandarinen: Murcott wurden in Frankfurt und München abgeladen und wiesen mitunter einen großen Durchmesser auf oder hatten zu viele Kerne. Israelische Orri ließen im Hinblick auf ihre organoleptischen Eigenschaften keine Wünsche offen, daher beeinträchtigten auch die vergleichsweise hohen Forderungen nicht die Nachfrage. Die spanischen Mandarinen, meist Clemenvilla, büßten wegen der erstarkten israelischen Konkurrenz an Beliebtheit ein und die Notierungen sanken hier und da daraufhin ab. Generell verlief der Handel aber durchaus freundlich.

Zitronen
Die Märkte waren mit den dominierenden spanischen und komplettierenden türkischen Anlieferungen genügend versorgt. Punktuell trafen griechische Offerten ein. Der Bedarf konnte ohne Probleme gedeckt werden. Die Bewertungen verharrten häufig auf einem stabilen Level. Lediglich in München kam es anfänglich zu Vergünstigungen; aufgrund eines intensivierten Zuspruchs hoben die Vertreiber ihre Aufrufe anschließend aber wieder an.

Bananen
Nach dem Jahreswechsel zeigte sich der Handel von einer unaufgeregten Seite. Verschiedentlich war die Bereitstellung hinlänglich auf den schwachen Zugriff abgestimmt. In der Folge oszillierten die Bewertungen auf einem relativ konstanten Niveau. Zum Wochenende hin verdichtete sich gelegentlich das Interesse. In München brachte das Ende der Ferien etwas Leben in den Verkauf. Der verstärkte Absatz mündete daraufhin in höheren Notierungen für sämtliche Marken. Dem gegenüber basierten die Verteuerungen des ganzen Sortimentes in Berlin auf einer leichten Verringerung der vorrätigen Mengen an Gelbware. Hier und da variierte die Herkunft der Drittmarken, während sich ansonsten die Produktpalette nicht veränderte.

Blumenkohl
Zu fast gleichen Teilen gab es französische und italienische Abladungen. Spanische und belgische Zufuhren komplettierten. Man konnte einen uneinheitlichen Vertrieb beobachten: In Köln war er zu ruhig; in Hamburg gelang es indes kaum, die angestiegene Nachfrage zu befriedigen. In München fiel das Angebot zu eingeschränkt aus und die Eingangsforderungen wurden angehoben. In Frankfurt sorgten anfängliche Verteuerungen für einen entschleunigten Umschlag. Am Freitag kosteten in Berlin 6er-Aufmachungen aus Frankreich bis zu 16,- €.

Salat
Bei Eissalat konnte lediglich auf spanische Offerten zugegriffen werden. Einstandsbedingt oder infolge knapper Anlieferungen zogen die Notierungen auf allen Märkten an. Entweder geschah dies einmalig bis Dienstag oder sukzessive bis Freitag. Dies hemmte in Köln aber anschließend den Handel. In Berlin und Frankfurt sollte man bis zu 12,- € je 10er-Steige bezahlen. Kopfsalat stammte vorrangig aus Belgien und Italien, Frankreich rundete das Sortiment ab. Die italienischen Partien überzeugten hinsichtlich ihrer Kondition nicht immer. In diesem Segment entwickelten sich die Bewertungen unterschiedlich, sie zeigten jedoch einen nach oben gerichteten Trend. In Hamburg tendierten sie zunächst aufwärts, um zum Wochenende hin wegen verdichteter Zuströme wieder abzusinken. In Frankfurt war genau das Gegenteil zu erkennen: Zunächst hohe Preise und aufgrund eines zu schwachen Interesses tiefe am Freitag. Auch die Bunten Salate verteuerten sich mengeninduziert. Frankreich und Italien dominierten die Szenerie. Die festen Aufrufe verlangsamten indes die Abnahme. Endivien aus Italien erhielten einen freundlichen Zuspruch und daher gestaltete sich der Verkauf trotz heraufgesetzter Forderungen flott.

Gurken
Bei den Schlangengurken dominierte Spanien vor Griechenland. Die niederländische und belgische Saison begann mit ersten kleineren Abladungen. Schwere Kaliber waren eher begrenzt, sodass hierfür die Notierungen meist anstiegen. Doch auch die leichteren Offerten verteuerten sich in der Regel, da die Verfügbarkeit generell nicht ausreichte, um die Nachfrage zu befriedigen. In Frankfurt belasteten anfangs Rückläufer aus dem LEH die Unterbringung am Platz, ab Mittwoch kletterten die Bewertungen dann aber wieder steil herauf. Bei den Minigurken gab es vorrangig türkische Chargen. Spanische und niederländische Erzeugnisse komplettierten das Angebot. Bei ruhigen Geschäften verharrten die Forderungen oftmals auf dem einmal gefundenen Niveau. In Hamburg hob man die Preise der niederländischen Partien sehr deutlich an.

Tomaten
Mit Spanien, Marokko, Italien, Belgien, den Niederlanden und der Türkei waren einige Länder an der Warenpalette beteiligt. Aus den Niederlanden und Belgien flossen erste Früchte aus neuer Ernte zu: Rispentomaten kosteten in Frankfurt 11,- bis 12,- € je 5-kg-Gebinde. Dort weitete sich die Präsenz der marokkanischen Importe merklich aus, während sich diese in Hamburg sichtlich einschränkte. Die Versorgung genügte nicht immer, um das Interesse zu stillen. Überzeugte die Qualität, konnten die Händler ihre Forderungen häufig heraufsetzen, ohne anschließend eine Minderung der Abwicklung riskieren zu müssen. In Köln hemmten die hohen Bewertungen allerdings die Vermarktung und die zusätzlichen Verteuerungen trugen keineswegs zu einer Belebung bei; Überhänge waren so nicht zu vermeiden. In München wiesen die spanischen Produkte eine breite Preisspanne auf; hervorgerufen durch eine uneinheitliche Ausfärbung

Gemüsepaprika
Die Basis des Sortimentes bildeten spanische, türkische und marokkanische Anlieferungen. Die Verfügbarkeit reichte aus, um den Bedarf zu befriedigen. Da bei einer eher gedämpften Nachfrage keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen waren, blieben die Notierungen meist auf einem stabilen Niveau. Nur in München tendierten sie generell leicht aufwärts. In Frankfurt verschleuderte man mitunter die türkischen Chargen regelrecht zu 0,49 € je 400-g-Beutel, was nicht einmal die Einkaufskosten deckte. In Köln zogen die Bewertungen zum Wochenende hin infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten an.


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben den omnipräsenten ägyptischen Erdbeeren gab es erste spanische Früchte in 250-g-Schälchen sowie wohlschmeckende griechische Partien in 500-g-Schalen. Steinobst wie Pfirsiche und Nektarinen interessierten nicht wirklich, daher probierte man, mit niedrigen Forderungen den Handel wenigstens etwas zu beschleunigen. Die Notierungen von Zucchini stiegen auf bis zu 15,- € je 5-kg-Karton und die von Auberginen auf bis zu 17,- € je 5 kg an. Italienische und spanische Gemüseimporte waren knapper und damit teurer. So kletterten die Preise von Fenchel, Rucola, Radicchio, Radieschen und Kohlrabi um bis zu 30 % in die Höhe. Auch bei glatter und krauser Petersilie musste mit 15,- € je 5-kg-Kiste tief in die Tasche gegriffen werden. Die Bewertungen von einheimischen Haushaltszwiebeln wurden heraufgesetzt, da insgesamt geringere Überhänge vorherrschten. Die über den Jahreswechsel angehobenen Aufrufe für Champignons senkte man wieder ab.
Köln
Bei einer doch witterungsbedingt besuchermäßig schwachen Woche hielten sich die Geschäfte in Grenzen. Beerenobst spielte bei der Kundschaft keine Rolle, auch wenn vereinzelt sehr ansprechende Offerten platziert waren. Die Zuströme an Kakis wurden sichtbar kleiner, da das Saisonende naht. Auberginen und Zucchini konnten wegen hoher Einstandspreise schwerlich untergebracht werden. Kaum billiger war Lauch, auch hier verlief die Abwicklung schleppend. Italienischer Rettich wurde nur zögerlich umgeschlagen.
München
Nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel verringerte sich die Nachfrage nach südafrikanischem Steinobst wieder deutlich. Das Interesse an ägyptischen und spanischen Erdbeeren war eingeschränkt. Das Winterwetter in Süddeutschland führte zu einer intensivierten Aufnahme von Ananas und Grapefruits. Französische und italienische Kiwis verteuerten sich leicht. Die Notierungen von Radicchio und Radieschen aus Italien blieben stabil. Die Bewertungen von Fenchel zogen ebenso an wie die von Kohlrabi aus Spanien und Italien sowie die von italienischem Spinat. Die Vertreiber konnten ihre Aufrufe für Lauch stark heraufsetzen. Die Preise von Auberginen und besonders ab Donnerstag auch die von Zucchini stiegen an. Die Abladungen von Brokkoli waren auf den Bedarf abgestimmt. Die Forderungen für Dill und Petersilie aus Italien wurden merklich angehoben.
Berlin
Erdbeeren aus Spanien und Ägypten fanden sich zahlreich am Markt ein. Die stets in Folie präsentierten und in Ausfärbung und Aroma suboptimalen Produkte kosteten zwischen 1,- und 1,75 € je 250-gSchälchen. Geschmacklich exklusive griechische Chargen räumten trotz Forderungen von 3,- bis 4,- € je 500-g-Schale recht glatt. Spanische Kiwis der Sorte Hayward wurden zu 7,- € je 3-kg-Abpackung offeriert. Das Groß stellten weiterhin die italienischen Anlieferungen, welche sich allerdings vergünstigten. Griechische Partien gab es nur noch in Restbeständen, konditionell ansprechende Artikel schlug man zu rund 13,- € je 10-kg-Packstück um. Ansehnlich ausgefärbte Mangos, eingeflogen aus Peru, wurden in 9er-Kartons zu 25,- bis 33,- € angeboten. Leider schwappte die Begeisterung nicht auf die Kunden über, sodass sich die Abwicklung schwierig gestaltete. Ähnliches verzeichnete man bei attraktiven Papayas aus Spanien und Brasilien. Letztere trafen via Flug ein, überzeugten hinsichtlich ihrer Güte und die Bewertungen lagen bei 37,- € je 6,5-kg-Aufmachung.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 02 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 17.01.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin