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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 51. KW / 18

04. Januar 2019

Mecklenburg - Vorpommern: Im Zuge der Weihnachtseinkäufe hat der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern seit vergangenem Wochenende deutlich angezogen. Zum kommenden Wochenende wird eine noch stärkere Nachfrage erwartet. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 02. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Der Handel hat Aktionsware in 5 und 10 kg Gebinden geplant. Das Geschäft in den Hofläden hat ebenfalls angezogen. Mit Ente, Gans und Weihnachtsbaum werden auch Kartoffeln gekauft. Noch ist ausreichend Speiseware verfügbar. Die Kartoffeln müssen jedoch bezüglich der Qualität gut beobachtet werden. Einige Betriebe haben große Probleme, die eingelagerten Knollen gut über den Winter zu bekommen. Die Kartoffeln keimen sehr schnell, teils sind die Kartoffeln faulig. Die Erzeugerpreise für Speiseware sowie die Schälkartoffelpreise halten stabil das Vorwochenniveau. Mit Preisveränderungen ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

Brandenburg
Werbeaktionen haben in der Vorwoche für sehr guten Absatz gesorgt. Die Kartoffelbestellungen der Handelsketten fallen zu Beginn der aktuellen Woche entsprechend geringer aus. Zum Wochenende wird aber wieder eine deutlich höhere Nachfrage erwartet. Die Kunden werden sich für die Weihnachtsfeiertage mit Kartoffeln bevorraten. Die Packer verfügen für das Weihnachtsgeschäft über ausreichend Speisekartoffeln in allen drei Sortentypen. Die Erzeugerpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche. Problematisch ist immer wieder die Qualität der Knollen, die eine hohe Keimstimmung aufweisen. Die Schälkartoffelpreise bleiben ebenfalls stabil. In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres sind vereinzelt höhere Preise geplant.

Sachsen
Das große Weihnachtsgeschäft setzt mit Wochenbeginn langsam ein. In der vergangenen Woche sind Werbeaktionen des Handels weitgehend verpufft. Die Kunden werden sich erst kurzfristig mit Kartoffeln eindecken, teils fehlen einfach die Lagermöglichkeiten. Die Preise am Speisekartoffelmarkt bleiben unverändert. Sie sind bereits mehrere Wochen stabil und auch über den Jahreswechsel wird diese Situation wahrscheinlich anhalten. Derzeit ist ausreichend Speiseware verfügbar. Der Handel kann bedarfsgerecht versorgt werden. Im Schälkartoffelgeschäft wird es mit Beginn der Ferien üblicherweise ruhiger. Die Preise für Schälware bleiben fest. Mit Jahresbeginn sind Preisanhebungen für Schälware möglich.

Sachsen - Anhalt
Das Weihnachtsgeschäft läuft auf Hochtouren, Packer und Versandhändler berichten von hoher Nachfrage hierzulande. Auch nach Tschechien und Polen wird weiterhin Speiseware geliefert. Speisekartoffeln sind ausreichend vorrätig. Erzeuger halten keine Ware zurück, um auf höhere Preise zum Saisonende zu spekulieren. Immer wieder treten Qualitätsprobleme auf, so dass Partien zügig vermarktet werden müssen. So bleiben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln wiederholt auf dem Niveau der Vorwoche. Das gilt auch für die Schälkartoffelpreise.

Thüringen
Wie erwartet, haben mit Wochenbeginn in den Packbetrieben die Warenbestellungen merklich zugenommen. Eine deutliche Absatzbelebung wird zum Wochenende erwartet. Werbeaktionen in 4kg Gebinden mit den sogenannten mehlig kochenden Kloßkartoffeln laufen derzeit im Handel. Packer haben nach wie vor Schwierigkeiten durch die unterschiedlichen Qualitäten der verfügbaren Speiseware. Neben hoher Keimstimmung wird immer wieder von Fäulnis und Schwarzfleckigkeit berichtet. Die Preise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Daran wird sich in diesem Jahr und zu Beginn des neuen Jahres nichts mehr ändern. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 04.01.2019

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland