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Birnen: Lediglich Köln berichtete von leichten Verbilligungen

20. Dezember 2018

Insgesamt hatte sich die Abwicklung entschleunigt, da Zitrusfrüchte verstärkt in den Mittelpunkt rückten. Italien prägte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Szenerie. Deutsche Alexander Lucas spielten eine größere, inländische Conference und Boscs Flaschenbirne eine kleinere Rolle. 

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Die Niederlande beteiligten sich speziell mit Gute Luise und Conference an den Geschäften. Türkische Santa Maria verschwanden von der Bildfläche. Die vorrätigen Mengen passten zu den kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten. Daher konnten die Preise der Vorwoche bestätigt werden, sofern die organoleptischen Eigenschaften der Offerten keine Wünsche offenließen. Lediglich Köln berichtete von leichten Verbilligungen, hervorgerufen durch eine zu geringe Nachfrage.

Tafeltrauben
Die Importe aus Peru und Brasilien überwogen. Erste Thompson Seedless aus Chile ergänzten in Berlin das Sortiment und wurden freundlich aufgenommen. Die Saison von südafrikanischen Prime Seedless startete: Sie trafen in München ein. Die Verfügbarkeit brasilianischer Thompson Seedless und peruanischer Crimson Seedless dehnte sich aus. Der Verkauf erfolgte mit einer gewissen Stetigkeit. Die Notierungen veränderten sich dabei nur sehr selten, wenn überhaupt, tendierten sie angebotsbedingt eher abwärts als nach oben. Die europäische Kampagne bog auf ihre Zielgerade ein: Sowohl die italienischen als auch die spanischen Produkte verloren an Präsenz. Die Qualität überzeugte nicht mehr restlos, sodass die Vertreiber ab und an gezwungen waren, ihre Forderungen zu reduzieren. Französische Alphonse Lavallée, die in München die Warenpalette abrundeten, blieben von den Verbilligungen ebenso nicht verschont. In Frankfurt traten Belair aus Frankreich auf, eine Kreuzung aus Barlinka und Alphonse Lavallée, die 22,- € je 5-kg-Karton kosten sollten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Im Bereich der Clementinen dominierte Spanien. Unbehandelte Offerten oder solche mit Blatt stammten meist aus Italien. In Hamburg trafen Tacle ein: Die süßschmeckenden und kernlosen Produkte sollten 12,- € je 5,5-kg-Karton kosten. Marokkanische Artikel generierten nur wenig Zuspruch, waren in der Hansestadt schwach orange ausgefärbt und konnten kaum platziert werden. Bei den Satsumas begrenzte sich die Verfügbarkeit türkischer Anlieferungen, was in Hamburg in Verteuerungen mündete. In Berlin hingegen musste man die Importe mit Verbilligungen absetzen. Erste Mandarinen aus Israel eröffneten in Hamburg ihre Saison: Orri und Minneola wurden in 10-kg- und 15-kgVerpackungen angeboten. Insgesamt verharrten die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche, sofern die Qualität überzeugte. In Frankfurt senkten die Vertreiber ab Donnerstag ihre Aufrufe, um die Vermarktung zu beschleunigen. Partien mit konditionellen Problemen, in Hamburg ab und an zu beobachten, mussten selbstredend günstiger abgewickelt werden.

Zitronen
Spanien herrschte mit Primofiori vor, die Türkei ergänzte mit Enterdonato und den milderen Meyer Zitronen. In Berlin traten griechische Chargen auf, die 16,- € je 14-kg-Kiste kosteten. Der Handel verlief ohne besondere Höhepunkte. Die Preise veränderten sich generell nur unwesentlich; oftmals wegen eines verringerten Interesses. In München schränkte sich die Versorgung aufgrund der Proteste in Frankreich ein, was aber keine Auswirkungen auf die Bewertungen hatte.

Bananen
Das Angebot korrelierte in der Regel genügend mit der unaufgeregten Räumungsgeschwindigkeit. War dabei abzusehen, dass sich die Nachfrage ein wenig verlangsamte, orderte man umgehend etwas vorsichtiger die Partien aus den Reifereien nach. Die Preise oszillierten damit meistens auf ihrem bisherigen Level. Manchmal generierten die Offerten jedoch in Konkurrenz zu den adventsbedingt bevorzugten Zitrusfrüchten bloß einen unzureichenden Zugriff. Es bildeten sich in der Folge leichte Überhänge. Diese sollten durch Vergünstigungen so rasch wie möglich aufgelöst werden. Örtlich konnten sich hingegen sowohl die Erstmarke als auch die Drittmarken verteuern.

Blumenkohl
Mit Italien, Frankreich, Spanien und Belgien waren einige Länder am Geschäft beteiligt. Die inländische Saison endete: Letzte Produkte gab es in Frankfurt und Köln. Die Versorgung dehnte sich augenscheinlich aus und die Notierungen gerieten ins Rutschen: Spätestens ab Donnerstag tendierten sie nach unten, hier und da auch sehr deutlich. Hervorgerufen wurden die Vergünstigungen oftmals durch das merklich vermehrte Auftreten der belgischen Abladungen. Ein schnellerer Absatz wurde durch die Verbilligungen indes nur selten hervorgerufen. Uneinheitliche Qualitäten führten in Frankfurt bei italienischen Erzeugnissen zu einer breiten Preisspanne. Spanische Artikel, Rückläufer aus dem LEH, kosteten dort lediglich 6,- € je 6er-Steige.

Salat
Eissalat stammte aus Spanien. Die Verfügbarkeit verstärkte sich, was sich aber nicht grundlegend auf die Bewertungen auswirkte. Diese zogen stattdessen eher an; bis zu 7,- € je 10er-Aufmachung sollte man beispielsweise in Berlin bezahlen. In München bröckelten die Notierungen am Mittwoch wieder ab, nachdem sie zuvor angestiegen waren. In Köln weiteten sich die Preisgrenzen infolge einer divergierenden Güte aus. Bei Kopfsalat überwogen belgische Chargen vor italienischen und französischen. Die Händler erhöhten ihre Aufrufe, da sich die Abwicklung beschleunigt hatte. Die Verteuerungen bremsten allerdings anschließend den Umschlag. Lediglich in München kam es auch zu Vergünstigungen. Bunte Salate standen bedarfsdeckend bereit; die Forderungen konnten mancherorts dennoch leicht angehoben werden. In diesem Segment dominierten Frankreich und Italien das Geschehen; inländische Offerten ergänzten es. Italienischen Endivien kosteten trotz eines intensivierten Interesses so viel wie zuvor. Belgischer und italienischer Feldsalat wurde mitunter freundlich beachtet.

Gurken
Während sich die Präsenz der spanischen Schlangengurken ausdehnte, schränkte sich die der griechischen ein. Insgesamt wuchs die Versorgung an. Die Nachfrage konnte damit nicht immer Schritt halten, obwohl sie hier und da nicht gerade befriedigend war. Die Notierungen sanken summa summarum ab. In Frankfurt verminderten die Verkäufer die Bewertungen, um zusätzlichen Schwung in die Vermarktung zu bringen: Für Produkte mit 500/600 g brauchten je 24er-Karton nur 10,- € gezahlt werden. In München und Berlin kletterten indes die Preise mengeninduziert aufwärts. Die angebotene Qualität überzeugte in der Regel. Minigurken aus der Türkei und Spanien generierten einen positiven Zuspruch und verteuerten sich hier und da. Griechenland und die Niederlande komplettierten den Handel mit wenigen Abladungen.

Tomaten
Spanien prägte inzwischen das Geschehen. Mit den Niederlanden, der Türkei, Italien, Belgien und Marokko gab es noch weitere Länder, die sich am Sortiment beteiligten. Die tunesischen und türkischen Zuströme verdichteten sich; deren Umschlag verlief rasch, da Ausfärbung und Festigkeit die Kundenwünsche erfüllten. Auch die verstärkten marokkanischen Partien ließen sich wegen ihrer niedrigen Preise relativ flott platzieren. Generell herrschten ruhige Geschäfte vor. Trotz einer intensivierten Verfügbarkeit tendierten die Notierungen oftmals nach oben. Zum einen gründete dies auf angestiegenen Eingangsforderungen, zum anderen aber auch auf einem verbesserten Interesse. Ab und an bröckelten die Bewertungen zum Wochenende hin wieder ein wenig ab; die Vertreiber versuchten so, eine glattere Räumung zu erzielen. Dies gelang jedoch nicht immer.

Gemüsepaprika
Spanien dominierte augenscheinlich vor der Türkei. Marokkanische Zuströme hatten abrundenden Charakter und waren in München eher für den LEH bestimmt. Offerten aus Griechenland, Israel, Belgien und Deutschland traten nur örtlich auf. Angebot und Nachfrage hielten sich die Waage. Dank eines steten Handels veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Punktuell vergünstigten sich gelbe California, während grüne ab Donnerstag teurer wurden. Die roten Artikel blieben preislich meistens stabil. Bloß in München zogen die Bewertungen insgesamt ein wenig an. In Berlin tauchten rote israelische Produkte auf, die trotz einer hervorragenden Qualität und der geringen Forderungen selten beachtet wurden.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Saison von Kiwis aus Neuseeland neigt sich ihrem Ende entgegen. Dafür kamen erste chilenische lose Partien auf den Markt. Italienische Abladungen vergünstigten sich, französische und griechische ergänzten das Geschehen. Steinobst wurde generell freundlich aufgenommen. Erste Aprikosen aus Neuseeland sollten 45,- € je 3-kg-Karton kosten. Für argentinische Süßkirschen mussten 28,- bis 30,- € je 2,5-kg-Karton und für chilenische 90,- bis 100,- € je 5-kg-Kiste gezahlt werden. Zucchini räumten immer noch flott, was wohl auch an den niedrigen Preisen lag. Auberginen blieben teuer; erste marokkanische Importe erreichten zu 10,- € je 5 kg den Platz. Artischocken waren knapp und ihre Notierungen hoch. Italien lieferte für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft die Besonderheiten Cardy, Lampascioni (Muscari comosum), Cima di Rapa (Stängelkohl) und Schwarzkohl.
Hamburg
Rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen wird Steinobst aus Australien erwartet. Immense lose Kiwis verbilligten sich. Spanische Auberginen waren anfangs zu teuer was, die Vertreiber zwang, ihre hohen Aufrufe zu senken. Die Bewertungen von osteuropäischen Champignons und Austernpilzen veränderten sich nicht wesentlich.
Köln
Kleinste Partien an Pflaumen aus Südafrika fanden zumindest zum Wochenende hin ihre Abnehmer. Vereinzelt waren bei meist ruhiger Beachtung erste Kisten mit Zucchini aus Marokko vorhanden. Gleiches galt für Lauchzwiebeln aus Ägypten. Sehr rege gestaltete sich der Verkauf von einheimischem Grünkohl.
München
Mit Pflaumen und Nectacot, einer Kreuzung aus Nektarine und Aprikose, vervollständigte sich das südafrikanische Sortiment an Steinobst. Südamerikanische Süßkirschen bereicherten das vorweihnachtliche Geschäft. Litschis aus Madagaskar rückten verstärkt in den Vordergrund. Üppig vorrätige Ananas vergünstigten sich. Italienischer Radicchio notierte stabil. Die Bereitstellung von Zucchini genügte, um den Bedarf zu decken; die Preise neigten zur Schwäche. Durch eine geringer ausfallende Versorgung verteuerten sich Auberginen. Bei Brokkoli passte man das Angebot zwar an das Interesse an, dennoch zogen die Bewertungen leicht an. Auch Dill kostete etwas mehr als zuvor.
Berlin
Ansprechend ausgefärbte Erdbeeren waren recht häufig anzutreffen und wurden von den Betreibern von Weihnachtsmarktständen rege nachgefragt. Das Gros stellten dabei die Importe aus Ägypten, welche 1,20 bis 2,- € je 500-g-Kunststoffschale kosteten. Für hervorragend schmeckende griechische Früchte sollte man zwischen 3,- und 4,- € je 500 g zahlen. Niederländische Artikel sahen zwar sehr schön aus, konnten zu 5,- € je 400 g aber kaum untergebracht werden. Kirschen aus Chile, Kaiserkirschen im Kaliber 34 mm+, waren selten, schmeckten dafür köstlich und wurden zu rund 16,- € je 2,5-kg-Karton abgewickelt.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 50 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 20.12.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin