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Spanische Navelina prägten das Geschehen bei den Blondorangen

06. Dezember 2018

Aus Südafrika stammten Valencia Late, Midknight und Delta Seedless, welche jedoch kontinuierlich an Bedeutung verloren. Italienische Navel ergänzten ebenso wie griechische Navelina. In Hamburg wickelte man erste türkische Washington Navel zu 11,- bis 12,- € je 15 kg ab.

Bildquelle: Shutterstock.com Orangen
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Navelina gleicher Herkunft ließen in Berlin bezüglich ihres Geschmacks keine Wünsche offen. Es konnte auf erste Blutorangen zugegriffen werden: In München wurden italienische Moro freundlich und in Berlin zögerlich aufgenommen. Generell gestaltete sich der Umschlag in der Voradventswoche und wegen der kühlen Witterung etwas flotter als zuvor, er befriedigte aber nicht durchgängig. Mengeninduziert verteuerten sich die südafrikanischen Zuflüsse. Die spanischen Produkte mussten hingegen mitunter mit Vergünstigungen abgegeben werden; die Vertreiber versuchten so, die Bestände zu minimieren.

Äpfel
Deutschland prägte vorrangig mit Elstar, Jonagold, Boskoop und Braeburn das Geschehen. Die organoleptischen Eigenschaften ließen ab und an Wünsche offen. Besonders intensiv rot ausgefärbte Red Prinz in loser und gelegter Aufmachung rundeten in Frankfurt das Sortiment ab. Aus Italien kamen hauptsächlich Red Delicious, deren Präsenz augenscheinlich angewachsen war, sowie Granny Smith und Golden Delicious. Ambrosia kosteten in Frankfurt 2,50 € je kg und gewannen in Berlin merklich an Bedeutung. Frankreich schickte unter anderem Jazz und Pink Lady. Die Versorgung mit niederländischen Boskoop, Elstar und Jonagold verstärkte sich und dank niedriger Forderungen konnten die Früchte flott umgeschlagen werden. Generell passte man die Bereitstellung hinreichend an das Interesse an. Der Verkauf erfolgte langsam, hin und wieder ab Donnerstag etwas schneller. Die Preise veränderten sich nur manchmal.

Birnen
Italien bestimmte wie in den Vorwochen mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Vermarktung. Niederländische Gute Luise sowie einheimische Alexander Lucas, Conference und Novembra hatten ergänzenden Charakter. Inländische Xenia wurden in Hamburg zu 1,10 bis 1,20 € je kg abgewickelt. Belgische Conference und türkische Santa Maria waren nur in einem sehr geringen Maße am Handel beteiligt. Von den Plätzen berichtete man unisono von ruhigen Geschäften ohne spezielle Höhepunkte. Die Notierungen verblieben dabei auf dem Level der 47. KW, bloß in Frankfurt verbilligten sich italienische Abate Fetel ein wenig. 

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanien bestimmte das Segment der Clementinen. Da sich die spanischen Abladungen weiter verstärkten fielen die italienischen Partien kaum ins Gewicht. Die marokkanischen und griechischen Anlieferungen intensivierten sich zwar, allerdings nur in einem sehr geringen Maße. Im Bereich der Satsumas konnten neben den vorherrschenden türkischen Chargen auch spanische angeboten werden. Der Nikolaustag nähert sich, was die Unterbringung antrieb. Dazu kam das herbstliche Wetter, sodass sich summa summarum die Nachfrage steigerte. Die Notierungen blieben häufig konstant. Die zu kleinen marokkanischen Artikel vergünstigten sich derweil, was deren Platzierung beschleunigte. In Frankfurt generierten Kleinsteigen bloß selten Beachtung und Netzware interessierte ebenso kaum. Hier tauchten des Öfteren Clementinen mit Kernen auf, was die Kunden eher abschreckte. In Berlin stießen italienische Erzeugnisse mit Blatt zu maximal 1,50 € je kg augenscheinlich auf wenig Zuspruch.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten vor türkischen Enterdonato das Geschehen. Es war ein Handel ohne besondere Höhepunkte auszumachen. Der Bedarf konnte dabei mühelos befriedigt werden. Jedoch ließ die Qualität ab und an Wünsche offen, was in Köln die Preisfindung erschwerte. Generell konnten die Vermarkter aber ihre Forderungen meist auf dem bisherigen Level fixieren. Selbst eine verknappte Verfügbarkeit der türkischen Enterdonato wirkte sich in Berlin nicht auf die Notierungen aus.

Bananen
Die Geschäfte verliefen für gewöhnlich ohne große Aufregung in ruhigen Bahnen. Dennoch verzeichnete man ein kontinuierliches Interesse. Da der Zufluss aus den Reifereien hinlänglich auf den gleichmäßigen Verkauf abgestimmt war, verharrten die Notierungen in der Regel auf dem Niveau der Vorwoche. Hier und da bestätigte sich die Bedeutung der Zweitmarken, zuweilen wuchs deren Präsenz aber auch an. Örtlich hatte die Erstmarke ähnlich wie Bio-Ware Schwierigkeiten, genügend Absatz zu generieren. Im Sektor der Drittmarken verbilligten sich in Köln die Erzeugnisse aus CostaRica ein wenig, während in Frankfurt wiederholt sehr günstige Offerten über die Niederlande den Weg in den Vertrieb fanden.

Blumenkohl
Die italienischen, französischen und belgischen Anlieferungen dehnten sich aus. Mit ersten spanischen und griechischen Abladungen wurde das Sortiment erweitert. Die Wichtigkeit Deutschlands schrumpfte; die Saison bog auf die Zielgerade ein. Die Niederlande hatten sich bereits aus dem Handel verabschiedet. Durch den begrenzten Vorrat an einheimischen Partien verteuerten sich punktuell die anderen europäischen Herkünfte. Generell tendierten die Notierungen aufwärts und die Preise der Konkurrenten glichen sich immer mehr einander an. In Berlin waren die französischen Importe die Ausnahme; sie kosteten bis zu 12,- € je 6er-Steige.

Gurken
Spanische Zuströme dominierten vor griechischen. Die Bedeutung der niederländischen und belgischen Zufuhren schränkte sich augenscheinlich ein. Die Verfügbarkeit fiel so üppig aus, dass sie den Bedarf überragte. Die Verkäufer waren daraufhin gezwungen, ihre Aufrufe zu reduzieren. Dies verbesserte manchmal die Unterbringungsmöglichkeiten, was anschließend jedoch keine Auswirkungen auf die Notierungen hatte. In Frankfurt kosteten Artikel mit 350 g letztlich nur noch 0,46 € je Stück. In München griffen die Kunden gerne auf die griechischen Chargen zu, da sie qualitativ überzeugten und zudem günstiger als die spanischen Mitbewerber waren. Minigurken stammten aus Spanien, Griechenland und der Türkei. Angebot und Nachfrage hielten sich die Waage, sodass die Bewertungen in der Regel konstant blieben. In Köln verteuerten sich komplettierende niederländische Produkte ein wenig.

Tomaten
Die Basis des Sortimentes bildeten wie zuvor Spanien, die Niederlande, Belgien und Italien. Marokko beteiligte sich vorrangig mit Runden Tomaten an der Szenerie; die bislang günstigen losen Früchte in 6-kg-Kartons verteuerten sich in Frankfurt einstandsinduziert ziemlich. Die Türkei stellte hauptsächlich Rispenware bereit. Geringe polnische und griechische Zuflüsse ergänzten. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus und reichte aus, um das Interesse zu stillen. Die Qualität konnte befriedigen. Der Absatz verlief demzufolge recht stetig, lediglich Köln berichtete von einem eher schleppenden Umschlag. Die Bewertungen entwickelten sich indes uneinheitlich: Punktuell stiegen sie an, so etwa in München und in Hamburg für die Rispenofferten. Zur selben Zeit sanken sie aber auch ab, wie in Berlin, wo sich italienische Kirschtomaten verbilligten. In Hamburg starteten Runde Partien von den Kanarischen Inseln zu 8,- € je 6-kg-Verpackung in die Saison.

Gemüsepaprika
Die Zugänge aus Spanien beherrschten die Geschäfte und bauten ihre Wichtigkeit aus. Die Türkei beteiligte sich überwiegend mit grünen und roten Kultivaren. Marokko, Belgien und die Niederlande komplettierten die Vermarktung. Generell konnte der Bedarf mühelos gedeckt werden. Die Notierungen bewegten sich dabei nicht wesentlich. Nur in Berlin zogen sie an: Zum einen, da die niederländische Konkurrenz ausblieb und zum anderen weil sich die spanischen Anlieferungen witterungsbedingt begrenzt hatten. In Frankfurt verteuerten sich die spanischen Chargen. Im Segment der Spitzpaprika tauchten in Frankfurt ungarische Artikel in 10x500-g-Beuteln auf. Dort kosteten einheimische rote Produkte zwischen 14,- und 15,- € je 4-kg-Karton. In Berlin eintreffende griechische Zuströme generierten kaum Zuspruch.


Weitere Informationen
Frankfurt
Für die beginnenden Weihnachtsmärkte hielt der Handel ausreichend großfruchtige Erdbeeren zum Schokolieren sowie Maronen und Walnüsse bereit. Üppig vorrätige Zucchini vergünstigten sich. Die nun kleinere Gemüseernte aus dem Inland wurde durch ansteigende Zufuhren aus Italien und Spanien ausgeglichen. Infolge des regnerischen Wetters in Südeuropa verschlechterte sich die Verfügbarkeit von Artischocken und die knappe Ware verteuerte sich. Die Nachfrage nach Wintergemüse wie Grünkohl, Pastinaken, Schwarzkohl und Wirsing kam noch nicht richtig in Schwung. Einzig Rosenkohl wurde freundlich beachtet. Der Bedarf an Champignons wuchs an.
Hamburg
Chilenische Süßkirschen, Satina, tauchten erstmalig zu 17,- € je kg auf und überzeugten hinsichtlich ihrer Ausfärbung und ihrer Süße. Argentinische Brooks in 30 mm+ wiesen eine ungleichmäßige Größe auf und fanden keinen schnellen Zugriff. Litschis aus Mosambik im Kaliber XL und XXL kosteten 14,50 € je 2-kg-Karton. Für Physalis aus Ecuador, per Flug eintreffend, sollte man 11,50 € je 1,5 kg und 9,75 € je 1,2 kg bezahlen. Ungenügend ausgereifte Erdbeeren aus Ägypten starteten in 250-gSchalen zu 1,80 € in die Saison. In Kürze werden Aprikosen aus Südafrika erwartet. Neue spanische Artischocken wurden zu 31,- € je 7,2-kg-Packstück abgewickelt.
Köln
Für erste Kirschen aus Südafrika kam zum Preis von 21,50 € je kg keinerlei Nachfrage auf. Obwohl geschmacklich und im Aussehen sehr ansprechend, konnten Erdbeeren aus den Niederlanden kaum platziert werden. Nicht zuletzt bedingt durch die Weihnachtmärkte in der Stadt und der Region stießen vor allem zum Wochenende hin Maronen auf eine freundliche Beachtung. Aus italienischem Anbau gesellten sich Bundmöhren und Spinat in Holzkisten zum Sortiment.
München
Der Bedarf an europäischem und südamerikanischem Beerenobst war gering. Von der in der Vorweihnachtszeit üblichen Belebung des Interesses an Steinobst von der südlichen Hemisphäre spürte man noch nichts. Mit den niedrigeren Temperaturen generierten Ananas und Grapefruits vermehrten Kundenzugriff. Die Abwicklung von spanischen Kakis erfuhr ebenfalls einen Schub. Belgischer Chicorée verteuerte sich. Spinat war weiter aus der einheimischen Produktion verfügbar, jedoch herrschten Offerten aus Italien vor. Brokkoli und Zucchini verbilligten sich. Die Preise von italienischen Buschbohnen blieben auf festen Niveau stabil; marokkanische und ägyptischen Zuströme wurden günstiger. Auch die Notierungen von Stangenbohnen bröckelten ab. Das Geschäft mit Radicchio war fest in italienischer Hand.
Berlin
Die hohen Forderungen von 3,- bis 5,- € je 500-g-Schale beeinträchtigen die Unterbringungsmöglichkeiten von einheimischen und niederländischen Erdbeeren. Mangos aus Brasilien gewannen an Bedeutung und insbesondere die eingeflogenen Früchte überzeugten hinsichtlich ihrer Güte. Bohnen aus Ägypten sollten eine attraktive Konkurrenz zu den marokkanischen Partien bilden, sie litten aber unter massiven Qualitätsproblemen und kamen so häufig nicht einmal in den Verkauf. Knappe Steinpilze aus Südafrika kosteten maximal 34,- € je kg.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 48 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 06.12.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin