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Züchtungsunternehmen verlassen EU wegen europäischer CRISPR-Cas-Entscheidung

09. November 2018

Forschungsaufträge, die zurückgenommen werden, Unternehmen, die sich entscheiden, ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen aus der EU heraus zu verlagern – es wird allmählich klar, dass die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, die Technik CRISPR-Cas als ein Form von genetischer Veränderung zu behandeln, weitreichende Folgen hat. Das gilt auch für die Wageningen University & Research (WUR), berichtet die niederländische Universität.

Bildquelle: Shutterstock.com GEntechnik
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Diesen Sommer entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass die Technik CRISPR-Cas, die ganz präzise Veränderungen in der DNA von Bakterien, Pflanzen und Tieren ermöglicht, unter die strengen Gesetze für genetisch veränderte Organismen (GMO) fallen soll. Das bedeutet, dass Erträge, die unter Nutzung von CRISPR-Cas verbessert wurden, ein zeitaufwendiges und kostenintensives Genehmigungsverfahren durchlaufen müssen, bevor sie angebaut oder gehandelt werden dürfen. In Ländern wie den USA und Japan ist CRISPR-Cas nicht von dem Verfahren für GMO gedeckt, sodass Pflanzenzüchter dort nun neue Sorten viel schneller entwickeln und vermarkten können. Die Entscheidung des Gerichtes wird dem niederländischen Pflanzenzüchtungssektor einen Nachteil bringen, schlussfolgert Ernst van den Ende, Direktor der Plant Sciences Group der WUR.

Lesen Sie den ganzen WUR-Bericht (auf Englisch) unter: www.wur.nl/en/

Quelle: Wageningen University & Research
 

Veröffentlichungsdatum: 09.11.2018

Schlagwörter

Züchtungsunternehmen, EU, CRISPR-Cas, Entscheidung