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Tafeltrauben: Die Bewertungen entwickelten sich uneinheitlich

11. Oktober 2018

Italienische Italia, Michele Palieri und Crimson Seedless bestimmten zusammen mit türkischen Sultana die Vermarktung.  Griechische Thompson Seedless, spanische Crimson Seedless sowie französische Alphonse Lavallée komplettierten diese. Die Versorgung reichte für das Interesse locker aus. Die Kunden griffen mancherorts stärker als in der Vorwoche zu.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Die Bewertungen entwickelten sich uneinheitlich: In Hamburg blieben sie konstant, sofern die Qualität der Früchte überzeugte. In Köln sanken sie vielfach ab, da sich der Umschlag entschleunigte. In München vergünstigten sich die Produkte auf breiter Front, weil sich die Bereitstellung deutlich vermehrt hatte. 

Äpfel
Deutschland prägte mit vielen Varietäten die Szenerie: Vorrangig gab es Elstar, Boskoop und Jonagold, nachgeordnet Holsteiner Cox und Pinova. Erste Fuji tauchten in Hamburg auf, wo sie 0,85 € je kg kosteten. Elstar ließen hinsichtlich ihres Geschmacks ab und an zu wünschen übrig. Italien und Frankreich hatten komplettierenden Charakter, da sich die Bereitstellung der einheimischen Partien merklich intensivierte. Erste italienische Kanzi sowie Braeburn rundeten das Sortiment ab. Billige polnische Früchte fanden sich insbesondere in Berlin, aber auch in Hamburg ein. Das durchaus freundliche Interesse konnte problemlos gestillt werden. Die Händler waren nur selten gezwungen, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. Lediglich in Berlin sanken die Preise auf breiter Front, da die Warenpalette zu üppig ausfiel. Der Verkaufszeitraum der Importe aus Übersee endete langsam, da diese kaum noch auf Beachtung stießen. Es kam zu Vergünstigungen, mit dem Ziel die Bestände zu minimieren.

Birnen
Wie gewohnt herrschten italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Deutsche Williams Christ, Alexander Lucas und Conference folgten von der Menge her. Niederländische Gute Luise sowie Conference ergänzten. Die Verfügbarkeit genügte, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage präsentierte sich punktuell aber zu schwach. So generierten die Artikel mit kleineren Kalibern in Hamburg bloß einen unbefriedigenden Zuspruch, was sich jedoch nicht wesentlich auf die Preise auswirkte. In Köln bröckelten diese indes ab. In München verteuerten sich derweil die italienischen Offerten, während sich die inländischen etwas verbilligten. Hier waren türkische Santa Maria schon zu weit gereift, was deren Platzierung beeinträchtigte. In Berlin trafen niederländische Conference in der Größe 95 mm+ ein, die flott untergebracht werden konnten.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Verfügbarkeit schränkte sich ein. Da sich auch die Nachfrage verminderte, verharrten die Preise oftmals auf bisherigem Niveau. Verschiedentlich zogen sie sogar an, so etwa in Köln für die größeren Kaliber oder in München für die italienischen Anlieferungen. Dennoch war eine gewisse Sättigung nicht von der Hand zu weisen: Die Geschäfte verliefen meist schleppend und mit einem baldigen Abschluss der Kampagne wird gerechnet. Die Warenpalette bestand vorrangig aus spanischen und italienischen Zuflüssen; französische ergänzten nur in einem sehr spärlichen Umfang.

Pflaumen
Die Versorgung begrenzte sich augenscheinlich, genügte aber, um das Interesse zu befriedigen. Dieses zeigte sich durchaus freundlich. Die Notierungen blieben häufig konstant. Örtlich stiegen sie auch an, insbesondere für einheimische Hauszwetschgen. Vielfach ließ die Güte keine Wünsche offen, die hier und da auftauchenden mangelhaften Partien mussten jedoch mit Vergünstigungen abgegeben werden. Dominiert wurde das Sortiment von deutschen Chargen, italienische und spanische rundeten es ab. Stanley aus Polen und Moldawien wickelte man flott ab; sie behaupteten in der Regel ihr Preislevel der 39. KW.

Zitronen
Die türkischen Abladungen prägten das Geschehen. Während sich die Importe aus Spanien verstärkten, verringerten sich die aus Südafrika und Argentinien. Die Verfügbarkeit reichte aus, um den Bedarf zu decken. Die Preise tendierten verschiedentlich abwärts, da sich die Nachfrage zu schwach präsentierte. Bestände konnten dennoch nicht durchgehend verhindert werden. Qualitativ legten vor allem die spanischen Früchte zu, was sich aber nicht wesentlich auf den Umfang des Verkaufes auswirkte.

Blumenkohl
Es gab fast ausschließlich inländische Offerten, nur vereinzelt ergänzten französische und belgische die Vermarktung. Das Angebot hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Unterbringung erfolgte meist flott, örtlich getragen von der kühleren Witterung, die die Kauflust verstärkte. Die Bewertungen blieben häufig konstant. In München weitete sich die Preisspanne aufgrund uneinheitlicher Kaliber deutlich aus. In Hamburg wuchs die Verfügbarkeit an, was verbunden mit einer schwächeren Nachfrage in Vergünstigungen mündete.

Tomaten
Die Verfügbarkeit begrenzte sich, punktuell sogar recht rapide. Anziehende Notierungen folgten, was wiederum die Nachfrage beeinträchtigte. Also verlangsamte sich die Abwicklung und Bestände ließen sich nicht immer vermeiden. Speziell die Abladungen aus Deutschland schränkten sich ein, sie verkamen in München förmlich zu Nischenprodukten. Doch auch die niederländischen und belgischen Früchte verloren an Bedeutung. Die spanischen Anlieferungen intensivierten sich derweil, allerdings nicht genügend, um die Versorgungslücke zu füllen. Italien und Polen hatten ebenso ergänzenden Charakter wie Albanien und die Türkei.

Gemüsepaprika
Die Niederlande prägten vor Spanien das Geschehen. Mit Polen, der Türkei, Ungarn und Belgien waren daneben einige andere Länder an der Vermarktung beteiligt. Die Bereitstellung reichte aus, um den Bedarf zu decken. Dieser hatte sich an manchen Plätzen verstärkt. Die Bewertungen tendierten angesichts eines zu schwachen Interesses meist abwärts, insbesondere die gelben und roten Erzeugnisse verbilligten sich. Die türkischen Chargen waren davon oftmals nicht betroffen: Sie wurden örtlich flotter untergebracht als zuvor.


Weitere Informationen
Hamburg
Die ersten Easypeeler aus Spanien traten auf. Clemenruby mit Blatt kosteten je nach Größe zwischen 17,- und 24,- € je 10-kg-Steige. Für frische Mangos aus Spanien verlangte man 9,- bis 11,50 € mit je 7 bis 10 Stück. Der Umschlag von spanischen Granatäpfeln beschleunigte sich: 9,- € je 3,5-kg-Pack sollten die Kunden bezahlen. Türkische Früchte wurden zu 8,- € je 6-kg-Kiste abgewickelt. Honigpomelos aus China offerierten die Händler zu 12,- € je 10-kg-Kiste mit 12 Stück. Die Bewertungen von Dill lagen bei 8,- € je 3 kg für italienische und bei 9,50 € je 4 kg für spanische Artikeln.
Köln
In spärlichen Mengen vorrätige Erdbeeren fragte man nur am Freitag etwas stärker nach. Exotisch, aber zu 2,95 € je 340-g-Schale selten beachtet, waren Cranberries aus den USA. Rosenkohl aus den Niederlanden konnte witterungsinduziert bloß schlecht vermarktet werden. Nicht ganz unfreundlich verlief zumindest am Freitag das Geschäft mit inländischen Kürbissen.
München
Bei Beerenobst dünnte sich die Warendecke immer mehr aus; einheimische und polnische Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Brombeeren wurden fast komplett von spanischen, portugiesischen und südamerikanischen Offerten verdrängt. Die Saison von Preiselbeeren aus Nordeuropa endete. Das herbstlichere Wetter führte bei kleinfruchtigen Zitrusfrüchten zu einer besseren Unterbringung von Okitsu und Iwasaki. Das Angebot an spanischen und italienischen Kakis legte an Umfang zu. Neben grünen Kiwis der Sorte Greenlight tauchten inzwischen auch erste gelbe Soreli auf. Inländische Radieschen und Rettiche stießen aufgrund des Oktoberfestes auf einen positiven Zuspruch. Für wieder üppiger verfügbare und insbesondere qualitativ ansehnliche Buschbohnen und Stangenbohnen fiel die Aufnahme wegen der etwas günstigeren Forderungen flotter aus. Aus Spanien traf erster Brokkoli und Stangensellerie ein. Aus Italien kamen Radicchio und glatte Petersilie. Die Kampagne für gelbe italienische Haushaltszwiebeln wurde abgeschlossen; der Handel konzentrierte sich auf deutsche und österreichische Artikel. Die großen Kaliber standen hierbei preisbedingt unter Konkurrenzdruck gegenüber den spanischen Gemüsezwiebeln. Während Pfifferlinge merklich an Bedeutung verloren, genügten die Zuflüsse von Steinpilzen nur knapp, was die Notierungen ansteigen ließ.
Berlin
Erdbeeren aus Deutschland und Italien wurden befriedigend nachgefragt; der Absatz erreichte am Freitag seinen Höhepunkt. Die geforderten 1,80 bis 2,80 € je 500-g-Schale lagen dabei im bekannten Rahmen. Bei Kiwis bestimmten mittlerweile Italien und Griechenland das Geschehen; Es gab zwar auch noch neuseeländische Importe, diese konnten hinsichtlich der Menge und der Bewertungen jedoch nicht mit den europäischen Chargen mithalten. Die Vielfalt an Herkünften bei den Orangen fächerte sich weiter auf: Diese stammten aus Südafrika, Uruguay und Brasilien.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 40 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 11.10.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Tafeltrauben, Bewertungen