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Italienische und türkische Tafeltrauben herrschten vor

27. September 2018

Italienische Michele Palieri und Italia sowie türkische Sultana herrschten vor. Aus Italien stammten zahlreiche weitere Varietäten, etwa Sugraone, Red Globe und neuerdings Regal Seedless. 

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
Bildquelle: Shutterstock.com

Aus Griechenland flossen vorrangig Thompson Seedless, aus Frankreich meist Alphonse Lavallée zu. Spanien ergänzte das Geschehen mit geringen Zufuhren. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten häufig, dennoch befriedigte die Unterbringung nicht komplett, da die Nachfrage ein wenig zu schwach ausfiel. Die Preise entwickelten sich uneinheitlich: Zum einen bröckelten sie aufgrund eines zu gedämpften Kundenzugriffs ab, zum anderen stiegen sie an, da sich die Abgabe beschleunigt hatte. In Frankfurt verbilligten sich insbesondere die italienischen Chargen, während sich die türkischen verteuerten. In München kletterten die Notierungen derweil aufwärts, getragen von einer flotten Vermarktung.

Äpfel
Den Käufern stand eine breit gefächerte Warenpalette gegenüber, in der deutsche Elstar, Jonagold und Boskoop die Basis bildeten. Gravensteiner und Delberestivale verabschiedeten sich zunehmend aus dem Handel. Erste Kanzi aus der Bodenseeregion traten in Frankfurt zu 1,40 € je kg auf. Granny Smith aus Italien und Frankreich sowie italienische Royal Gala und französische Braeburn spielten punktuell eine wichtige Rolle und bauten ihre Präsenz aus. Günstige polnische Partien rundeten speziell in Berlin das Angebot ab und wurden dank ihrer niedrigen Preise oftmals schnell umgeschlagen. Die Verfügbarkeit genügte, um den steten Bedarf zu decken. Das Interesse hinkte der üppigen Bereitstellung ab und an indes hinterher. Die Vertreiber senkten daraufhin ihre Forderungen, was sich positiv auf den Zuspruch auswirkte. Die Kampagne von Importen aus Übersee endete langsam. Neuseeland und Chile dominierten diesen Sektor. Die Mengen reduzierten sich parallel zur Beachtung und die Bewertungen bewegten sich nur unwesentlich.

Erdbeeren
Die Saison endet allmählich: Sowohl der Bedarf als auch die Versorgung schränkten sich merklich ein. Die spärlichen deutschen, niederländischen und belgischen Partien wurden nicht durchgängig geräumt, da sich das Interesse und die Güte vermindert hatten. In Berlin beeinträchtigten zudem Rückläufer aus dem LEH die Geschäfte am Platz. Belgische Offerten litten in Frankfurt zunächst unter einer schlechten Qualität; erst zum Freitag hin verbesserte sie sich. Die Vertreiber verzichteten aber auf Verteuerungen, um eine glatte Lagerleerung zu ermöglichen.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Anlieferungen aus Spanien und Italien begrenzten sich stark. Frankreich verabschiedete sich zusehend aus dem Geschehen und die Türkei hatte nur noch in Frankfurt und Hamburg eine minimale Bedeutung. Parallel zur Verfügbarkeit schwächte sich die Nachfrage ab. Die Bewertungen blieben demzufolge oftmals stabil, wenn die organoleptischen Eigenschaften der Artikel überzeugten. Auf manchen Märkten wurde der Verkauf an einigen Ständen bis Freitag eingestellt: Die Kampagne befindet sich augenscheinlich auf der Zielgeraden.

Pflaumen
Den Markt dominierten inländische Presenta, Hauszwetschge und Top; Hanita, Fellenberg und Elena ergänzten ihn. Abladungen aus Spanien, Italien und Polen spielten eine etwas größere, Partien aus Griechenland, Frankreich und Rumänien eine kleinere Rolle. In München auftauchende Stanley aus der Türkei waren schon zu weich und konnten kaum untergebracht werden. Die Versorgung schränkte sich ein, genügte aber, um das Interesse zu stillen. Dieses hätte punktuell durchaus freundlicher ausfallen können. Die Bewertungen verharrten in der Regel auf dem Niveau der 37. KW, sofern die Produkte qualitativ ansprachen. In Frankfurt verteuerten sich einheimische Hauszwetschgen auf bis zu 13,50 € je 10-kgKiste, während sich Elena ein wenig vergünstigten.

Zitronen
Die Basis des Angebotes bildeten Importe aus Südafrika, Argentinien und der Türkei, wobei sich insbesondere die Präsenz der türkischen Chargen merklich ausgedehnt hatte. Spanische Verna rundeten die Warenpalette ab und konnten ab und an bloß mit Schwierigkeiten abgewickelt werden: Sie litten in München unter beginnender Austrocknung und waren in Berlin für einen flotten Umschlag einstandsbedingt zu teuer. Generell wurde der Bedarf ohne Probleme gedeckt. Bei einem kontinuierlich befriedigenden Handel blieben die Notierungen meist konstant. In Frankfurt sanken sie grundsätzlich leicht ab.

Bananen
Die Märkte waren hinlänglich mit Offerten diverser Reifegrade versorgt. Verschiedentlich hatte sich die Nachfrage ein wenig intensiviert. Zum einen beließ man die Bewertungen auf ihrem bisherigen Level, um die Geschäfte nicht wieder zu entschleunigen. Zum anderen sahen sich die Vertreiber durchaus in der Lage, dank der verdichteten Abnahme für das gesamte Sortiment höhere Forderungen zu benennen. Und sie hatten Erfolg damit. Örtlich verbuchten lediglich die Zweit- und Drittmarken ein verstärktes Interesse, sodass es nur in diesen beiden Bereichen zu marginalen Verteuerungen kam.

Blumenkohl
Deutsche Chargen standen monopolartig bereit, ihre Verfügbarkeit schränkte sich indes leicht ein. Der Bedarf hatte sich ebenso vermindert, sodass sich die Auswirkungen auf die Notierungen in Grenzen hielten. Diese blieben häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Punktuell zogen sie auch etwas an, sofern die Qualität überzeugte. Dies quittierten die Kunden in Berlin jedoch postwendend mit einer merklichen Kaufunlust.

Gurken
Deutschland, Belgien und die Niederlande beherrschten das Sortiment, Spanien ergänzte es mit sehr geringen Zufuhren. Die Verfügbarkeit reichte aus, um das stete Interesse mit Leichtigkeit zu stillen. Die Qualität überzeugte nicht komplett, so tauchten in Frankfurt zu krumme oder zu blasse Produkte auf. Trotz fester Forderungen zeigte sich die Nachfrage durchaus freundlich und der Umschlag erfolgte in der Regel recht flott. In München generierten die folierten spanischen Partien bloß wenig Zuspruch, da die Kunden lieber auf die mitteleuropäischen Chargen zugriffen, obwohl diese teurer waren. Bei der Vermarktung von Minigurken aus den Niederlanden und dem Inland veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich, der Absatz verlief kontinuierlich.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten, allerdings bauten die spanischen Chargen ihre Präsenz massiv aus und wurden damit zu einer ernsthaften Konkurrenz. Da die spanischen Produkte billiger als die niederländischen waren und zudem qualitativ überzeugten, generierten sie einen durchaus freundlichen Zuspruch. Die Notierungen glitten hier und da abwärts, sie verharrten jedoch auch manchmal auf bisherigen Niveau. Polnische Offerten wurden dank ihres niedrigen Preises gerne mitgenommen. In Berlin waren türkische Importe knapp, so konnte der Bedarf nicht vollends gedeckt werden. Deutschland hatte sich fast aus dem Geschäft verabschiedet. Belgien und Ungarn komplettierten den Markt mit geringen Mengen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Mit frischen marokkanischen Gojibeeren versuchte der Handel neue Kundenfelder zu akquirieren; die Früchte kosteten 1,- bis 1,25 € je 100-g-Schale. Quitten aus Griechenland wurden zu 8,50 € je 4,5-kgHolzsteige wenig beachtet, da inzwischen türkische Partien als Alternative bereitstanden. Erste, noch recht unreife italienische Kiwis traten zu 22,- € je 10-kg-Kiste mit 36 Stück auf. Die Notierungen von belgischen und niederländischen Auberginen zogen an, polnische und italienische Artikel bereicherten das Sortiment ab. Die Verfügbarkeit von grünen Zucchini aus Belgien und Deutschland schränkte sich ein, Italien und Spanien füllten die Angebotslücke. Gelbe Zucchini interessierten zu maximal 9,50 € je 5-kg-Steige nur mäßig. Der lockere und flache Weißkohl vergünstigte sich auf 0,35 bis 0,50 € je kg, für die feste runde Variante sollte man 0,50 bis 0,70 € je kg zahlen. Neben einheimischem Portulak in 10erBunden traf in Styroporkisten verpackter spanischer ein. Die Eingangsforderungen von spanischen Gemüsezwiebeln wurden nach oben angepasst. Österreichische Zwiebeln in 60 bis 70 mm ergänzten inländischen Zuflüsse. Die Preise von Dill und Petersilie bröckelten infolge erweiterter Abladungen ab. Die Zufuhren von Steinpilzen dehnten sich langsam aus und die Bewertungen fielen auf 15,- bis 18,- € je kg.

Köln
Feigen aus der Türkei ließen sich stetig unterbringen. Granatäpfel fanden dagegen kaum Abnehmer. Walnüsse aus Frankreich sollten 4,40 € je kg kosten, was den Umschlag beeinträchtigte.

München
Das inländische Sortiment an Himbeeren und Kulturheidelbeeren wurde täglich kleiner. In die sich öffnende Lücke stießen erste Importe aus Südafrika und Peru sowie portugiesische Anlieferungen. Im Angebot von Melonen zeichnete sich ebenfalls der Wechsel von europäischer auf mittel- und südamerikanische Ware ab. Quitten stammten aus der Türkei, Frankreich und Spanien sowie aus Deutschland. Die Abladungen von inländischen Speisekürbissen dehnten sich aus. Erste belgische Schwarzwurzeln trafen ein. Aus den Niederlanden floss erster Rosenkohl zu. Die Präsenz von einheimischem Brokkoli verstärkte sich und die Offerten wurden günstiger; Italien ergänzte. Die Zufuhren von Zucchini aus Spanien und Italien wuchsen an. Auberginen blieben teuer. In der Vorwoche des Oktoberfestes war kein wesentlich besserer Absatz von Rettichen und Radieschen zu spüren. Deutscher Dill sowie italienische Petersilie verbilligten sich. Die Bewertungen von Steinpilzen aus Österreich und dem Inland sanken mengeninduziert.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 38 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 27.09.2018

Schlagwörter

Tafeltrauben, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin