Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Äpfel: Deutschland prägte das Geschehen

13. September 2018

Überwiegend gab es Elstar, Jonagold und Tenroy. Mit Braeburn und Golden Delicious wurde das Sortiment ausgedehnt. Die Präsenz von Boskoop und Cox Orange wuchs beträchtlich an. Italien beteiligte sich vorrangig mit Royal Gala und Granny Smith an den Geschäften und ergänzte mit ersten Golden Delicious.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Frankreich schickte hauptsächlich Royal Gala und Granny Smith. Polnische Boskoop und französische Golden Delicious eröffneten ihre Saison. Die vielfältige Produktpalette fiel für den Bedarf zu umfangreich aus, obwohl man diesen als freundlich bezeichnen konnte. Die Bewertungen bröckelten oftmals ab, bloß vereinzelt zogen sie mengeninduziert bei einigen Varietäten an. Importe aus Übersee verloren kontinuierlich an Bedeutung und die Kunden griffen seltener zu. Die Güte sprach zwar noch an, trotzdem gestaltete sich die Unterbringung der chilenischen, südafrikanischen, neuseeländischen und argentinischen Artikel mancherorts problematisch. Die Forderungen wurden ab und an vermindert, um Bestände zu minimieren.

Birnen
Italien herrschte mit Williams Christ, Abate Fetel und Santa Maria vor. Türkische Santa Maria folgten, fehlten in Köln jedoch völlig. Erste einheimische Alexander Lucas gesellten sich zu den schon etablierten Conference und Gute Luise. Französische Williams Christ sowie belgische und niederländische Conference rundeten das Angebot ab. Die Nachfrage zeigte sich nicht besonders stark. Da man die Verfügbarkeit auf diese abstimmte, veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht. Nur örtlich verringerten die Vertreiber zur Wochenmitte ihre Aufrufe, um die Abwicklung zu beschleunigen. In Berlin sanken die Bewertungen zudem aufgrund einer nachlassenden Kondition der Offerten bei aufgelaufenen Überhängen.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Versorgung verminderte sich augenscheinlich und das Interesse schwächte sich ab: Die Saison befindet sich auf ihrer Zielgeraden, auch wenn noch einige Mengen im Umlauf waren. Eine gewisse Kundensättigung konnte man nicht verleugnen. Erst zum Wochenende hin beschleunigte sich der Verkauf. Spanische Partien prägten dabei vor italienischen die Szenerie. Die Türkei, Griechenland und Frankreich rundeten das Angebot ab. In Frankfurt flossen am Mittwoch kleine türkische Früchte zu, die zu 1,10 € je kg kaum Beachtung generierten. Die Bewertungen blieben meist konstant, nur für Artikel mit nachlassender Kondition wurden die Forderungen gesenkt.

Pflaumen
Einheimische Ware dominierte: Vorrangig gab es Hauszwetschge, Top und Hanita. Ortenauer, Presenta und Elena spielten ebenso eine wichtige Rolle. Die Nachfrage erlitt eine kleine Delle und hätte durchaus positiver sein können. Die Bewertungen bröckelten fast auf allen Plätzen ab. Lediglich in Köln zogen sie ab Donnerstag ein wenig an. Die italienischen und spanischen Abladungen orientierten sich in der Regel am Bedarf, sodass sich die Preise nicht wesentlich veränderten. Importe aus Osteuropa, oftmals Stanley, wurden in München aus dem Sortiment genommen, da man eher auf die vergünstigten einheimischen Offerten zugriff. In Süddeutschland überzeugten polnische Rekord hinsichtlich ihrer Qualität nicht. In Berlin generierten Stanley aus Bosnien zu 0,50 € je kg eine positive Resonanz.

Bananen
Der Verkauf verlief generell ohne große Höhepunkte. Die Notierungen verharrten oftmals auf einem relativ konstanten Niveau. Das Ende der Ferien und die niedrigeren Temperaturen beschleunigten verschiedentlich ein wenig die Nachfrage. Die Händler nutzten daraufhin die Gelegenheit, ihre Forderungen anzuheben. Das gelang bei den Zweit- und Drittmarken und örtlich bei dem gesamten Sortiment. Manchmal war der Absatz der Zweitmarke jedoch sehr schleppend. Daher sah man sich schon zu Beginn der Woche gezwungen, als Gegenmaßnahme Vergünstigungen zu gewähren.

Blumenkohl
Deutsche Offerten gab es fast monopolartig. Lediglich in Frankfurt rundeten belgische Zufuhren die Warenpalette ab, sie waren indes mit maximal 16,50 € je 6er-Kiste zu teuer und wurden nur schleppend abgewickelt. Die Qualität der einheimischen Köpfe stimmte meist. Die Zuflüsse hatten sich eingeschränkt, weshalb die Bewertungen häufig anstiegen. Bloß in München kam es zu leichten Verbilligungen, hervorgerufen von einem verminderten Zugriff.

Salat
Eissalat stammte überwiegend aus Deutschland und ergänzend aus den Niederlanden. Die Versorgungslage blieb knapp und das Interesse freundlich, sodass die Notierungen der niederländischen Partien aufwärts kletterten. Die einheimischen Produkte kosteten etwas weniger als zuvor. In Köln verteuerte sich das komplette Sortiment. In München hatten die inländischen Chargen vermehrt mit Hitzeschäden zu kämpfen, was sich negativ auf den Umschlag auswirkte. Die Preise von Kopfsalat schwankten mancherorts, zeigten summa summarum einen Trend nach oben, insbesondere die der belgischen Artikel. Für einheimische Erzeugnisse sollte man in Frankfurt bis zu 7,50 € je 12er-Pack bezahlen. Das Angebot Bunter Salate aus Deutschland war weiterhin nicht sehr umfangreich, was sich jedoch nicht grundsätzlich bei den Bewertungen bemerkbar machte. Diese sprangen in Frankfurt auf bis zu 9,- € je 9 Stück, was die Kunden postwendend mit einer deutlichen Kaufzurückhaltung quittierten. Also senkten die Vertreiber ihre Aufrufe wieder. In Köln wurden die Forderungen infolge einer positiven Beachtung angehoben. Feldsalat verbilligte sich punktuell; teils herrschten die inländischen, teils die belgischen Zugänge vor.

Gurken
Deutschland dominierte vor Belgien und den Niederlanden. Die Verfügbarkeit stieg an, speziell die belgischen Anlieferungen verstärkten sich. Dies hatte Einfluss auf die Notierungen, die wegen der angewachsenen Versorgung nach unten tendierten. Dabei war das Herkunftsland der Offerten egal. Eine Räumung gelang nicht auf sämtlichen Plätzen. Spanische folierte Ware rundete in München die Vermarktung ab, die Ausfärbung ließ aber noch Wünsche offen. Bei den Minigurken prägten Deutschland und die Niederlande das Geschehen. In Hamburg tauchten jordanische Importe auf, die zu 12,- € je 4-kg-Karton indes kaum Zuspruch generierten. Generell verlief die Unterbringung stetig und die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich.

Tomaten
Die Niederlande, Belgien und Deutschland bildeten die Basis des Sortimentes. Die Geschäfte und die Aufnahme gestalteten sich kontinuierlich leichtläufig. Die Preise kletterten oftmals aufwärts. In Frankfurt und Köln zogen sie für die Abladungen aus dem Benelux-Raum einstandsinduziert an, was sich jedoch negativ auf die Abwicklung auswirkte. In Hamburg, Berlin und München wurden die Aufrufe von den Verkäufern ebenso angehoben, mitunter dank eines intensivierten Zugriffs, und von den Kunden auch akzeptiert. In München betraf dies allerdings nicht die einheimischen und italienischen Erzeugnisse. In Berlin kosteten italienische Kirschtomaten bis zu 2,85 € je kg. Zudem wurden dort inländische Runde Tomaten aus Gründen ihrer Regionalität zu 2,30 € je kg trotz organoleptischer Schwächen hinreichend beachtet.

Gemüsepaprika
Die Niederlande herrschten vor, Polen und die Türkei folgten. Die Bereitstellung schränkte sich ein und die Vertreiber setzten daraufhin ihre Aufrufe herauf. Insbesondere die niederländischen gelben und roten Partien verteuerten sich. In Frankfurt sollten orange Artikel bis zu 22,- € je 5-kg-Kiste kosten. Die Konkurrenz profitierte von den erhöhten Forderungen nur punktuell, meist blieben die Notierungen der einheimischen und polnischen Offerten auf dem bisherigen Niveau. Diese Chargen konnten qualitativ nicht mit den niederländischen mithalten. Am günstigsten waren grüne Produkte, die von der Menge her dominierten. Die türkischen Importe stießen auf einen freundlichen Zuspruch. Belgien und Spanien kamen über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Kampagne mit noch grünschaligen Satsumas, Iwasaki aus Spanien, begann am Dienstag zu 15,- € je 10-kg-Steige. Kiwibeeren aus Deutschland wurden in 16x500-g-Packungen zu 3,50 € je Schale flott aufgenommen. Stark anziehende Notierungen auf bis zu 18,- € je 5-kg-Karton beeinträchtigten die Unterbringung von Auberginen. Die Qualität der italienischen und spanischen Abladungen ließ Wünsche offen. Die Preise von Lauch stiegen an. Da sich die einheimischen Stangenbohnen ihrem Saisonende näherten, komplettierten spanische Offerten zu 4,- € je kg. Erster niederländischer Rosenkohl traf ein. Bei den Kürbissen gab es neben Hokkaido mittlerweile auch Butternut, Bischofsmütze und Eichelkürbisse.
Hamburg
Für frische brasilianische Mandarinen, Nadorcott, sollte man zwischen 16,50 und 19,50 € je 10-kg Abpackung mit 54 bis 163 Stück zahlen. Importe aus Südafrika gingen direkt in den Großfilialbereich. Leckere Preiselbeeren aus Schweden kosteten 22,50 € je 5-kg-Holzkiste. Erste Honigpomelos aus China starteten zu 12,50 € je 9er- und 10er-Kollo in den Verkauf. Infolge einer ausgeweiteten Verfügbarkeit verbilligte sich das Angebot von deutschen Hokkaidokürbissen und Mais. Die Preise von sauber aufbereiteten und gleichmäßig sortierten Pfifferlingen aus Osteuropa tendierten aufwärts.
Köln
Erste Walnüsse aus französischem Anbau in Kaliber 36 mm+ platzierte man zu ca. 4,50 € je kg. Der Zuspruch war aber lediglich gering. Auberginen aus Deutschland und den Niederlanden verteuerten sich einstandsbedingt.
München
Am Montag trafen Quitten aus Frankreich ein. Im auslaufenden Geschäft mit Himbeeren und Kulturheidelbeeren kam es kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Mit den ersten reichlicheren Abladungen aus Peru und Argentinien wird bereits in der Folgewoche gerechnet. Wassermelonen stammten überwiegend nur noch aus spanischen Lagern. Anziehende Notierungen galten für Spinat aus dem Inland. Für Buschbohnen und Stangenbohnen musste man so viel wie zuvor zahlen. Die Preise für Chicorée blieben mengeninduziert fest. Knapper süddeutscher Brokkoli verteuerte sich. Steinpilze waren bloß begrenzt verfügbar. Dill vergünstigte sich.
Berlin
Ab Montag traten erste Esskastanien vom Balkan auf, welche jedoch nicht sonderlich euphorisch aufgenommen wurden. Ebenso fand sich erster Rosenkohl aus den Niederlanden zu 1,65 € je kg ein. Speisepilze, allen voran Pfifferlinge aus dem Baltikum und Weißrussland, erfreuten sich großer Beliebtheit, waren üppig vorhanden und kosteten zwischen 9,- und 13,- € je kg. Das Sortiment ergänzten Steinpilze zu rund 33,- € je kg und polnische Maronen-Röhrlinge in sehr überschaubarem Umfang.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 36 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 13.09.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin