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Brandenburg: Noch wird überwiegend bedarfsgerecht frische Speiseware gerodet

11. September 2018

Teils haben Erzeuger und Packer aber auch bereits mit der Einlagerung begonnen, wenn die Feldbestände ausreichend abgereift waren. Die ersten Rodungen bestätigen die geringen Erntemengen in diesem Jahr. Packer haben derzeit ausreichend Speiseware zur Verfügung. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 36. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Qualitäten streuen stark. Einzelne Partien zeigen Zwiewuchs. Die Erzeugerpreise verharren auf Vorwochenniveau. Der anhaltend konstante Absatz an Packware wird vereinzelt durch Werbeaktionen in den Handelsketten belebt. Einige Schäler haben die Preise für rohe Schälkartoffeln um 5 bis 6 Cent/kg angehoben.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Vorwochenniveau. Für die kommende Woche sind stabile Preise in Absprache mit den Handelsketten bereits angekündigt worden. Die insgesamt ruhige Nachfrage der Handelsketten hat mit vereinzelten Werbeaktionen für 10 kg Gebinde (Einzelhandelspreis 4,49 EUR) angezogen. Derzeit wird vorwiegend für den Frischbedarf gerodet. Trotz Beregnung geht das Roden häufig sehr schleppend voran. Die Böden sind stark ausgetrocknet. Es muss langsam gefahren werden und der Klutenanteil, der aussortiert werden muss, ist hoch. In der nächsten Woche wird vereinzelt die Einlagerung beginnen. Mitte September wird vielerorts die Haupternte anlaufen. Einige Schälkartoffelproduzenten haben die Preise für rohe geschälte Kartoffeln um 10 bis 20 Cent/kg angezogen.

Sachsen
Regen hat hier und da die Rodebedingungen erleichtert beziehungsweise erst ermöglicht. Dennoch gehen die Rodearbeiten nur schleppend voran. Der Klutenanteil im Erntegut ist hoch. Nach wie vor ist der Bezug von Packware aus der Region schwierig. Noch wird überwiegend überregionale Speiseware abgepackt. Die Erzeugerpreise für Speiseware bleiben stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Nachfrage nach Packware ist weiterhin ruhig. Die Preise für rohe Schälkartoffeln haben angezogen.

Sachsen - Anhalt
Nach wie vor ist es trotz einiger Regenfälle vielerorts zu trocken, um zügig und ohne Beschädigungen der Knollen zu roden. Die Pack-und Schälware wird überwiegend bedarfsgerecht direkt vom Feld bezogen. Der Klutenanteil ist hoch. Teils sind die Kartoffeln sehr kleinfallend und eignen sich kaum für die Schälung. Es wird aber auch von ersten Erntepartien in guter Qualität und erforderlicher Größe, allerdings von Mindererträgen von bis zu 50%, berichtet. Die Speisekartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Die Preise für rohe Schälkartoffeln wurden zum Teil bis zu 20 Cent/kg angehoben.

Thüringen
Das Erzeugerpreisniveau für Speiseware bleibt stabil auf Vorwochenniveau. Teils sind die Preise für Packware mit dem Lebensmitteleinzelhandel für die kommenden drei Wochen bereits festgezurrt worden. Heimische Erzeuger erwarten aufgrund der geringen Erntemengen einen deutlichen Preisanstieg. Derzeit haben hiesige Packer für den anhaltend schwachen Absatz ausreichend Speisekartoffeln zur Verfügung. Diese werden überwiegend bedarfsgerecht frisch geerntet. Hier und da hat es etwas geregnet, so dass die Rodearbeiten möglich wurden. Nach wie vor sind die Böden jedoch für eine zügige Ernte noch nicht ausreichend durchfeuchtet. Die Schälkartoffelpreise sind im Schnitt um 10 Cent angehoben worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 11.09.2018

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, Brandenburg