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Österreich: Studie - 98% der Bio-Landwirte würden wieder auf Bio umstellen

06. September 2018

Sollten sie erneut vor der Wahl stehen von konventioneller auf biologische Wirtschaftsweise umzustellen, würden sich 98% der Bio-Landwirte wieder für die Umstellung auf Bio-Landbau entscheiden. Das ergab eine repräsentative KeyQUEST Umfrage unter 500 Bio-Landwirten in ganz Österreich.  45% begründen ihre Entscheidung für Bio mit ihrer Überzeugung: für sie ist „Bio“ eine Lebenseinstellung.

Bildquelle: Shutterstock.com Feld
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KeyQUEST Bio-Landwirte Studie zeigt große Zufriedenheit mit der Entscheidung für BIO

Die im Frühjahr 2018 von KeyQUEST Marktforschung durchgeführte Telefonbefragung unter 500 Betriebsführern biologisch bewirtschafteter Betriebe in ganz Österreich brachte ein eindeutiges Ergebnis: 98% der Befragten würden heute wieder auf Bio umstellen, wobei 89% „sicher“ und weitere 9% „eher“ wieder umstellen würden. Nur 2% – das sind 10 Landwirte in der Umfrage – würden „eher nicht“ mehr auf Bio umstellen.

Bio aus Überzeugung Diese hohe Zustimmung der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern begründet sich zu allererst in einer hohen Identifikation mit der biologischen Landwirtschaft (Abb.2):  45% der Befragten betreiben die biologische Landwirtschaft aus Überzeugung, für sie ist „Bio“ quasi eine Lebenseinstellung. Ein großer Themenblock stellt auch die Umwelt, also Klima- und Naturschutz, artgerechte Tierhaltung sowie Schutz des Bodens dar: 31% der Bio-Landwirte begründen ihre Entscheidung für Bio damit. Betriebswirtschaftliche Gründe folgen an dritter Stelle. Jeder vierte Bio-Landwirte (26%) vertritt die Überzeugung, dass die biologische Wirtschaftsweise auch wirtschaftlich rentabler oder interessanter ist.

Ebenfalls wichtig ist den Bio-Bäuerinnen und -Bauern ihre eigene Gesundheit und Lebensqualität sowie jene ihrer Kinder und Enkel: 23% wollen mit Bio auf sich und nachfolgende Generationen Rücksicht nehmen.

Nicht unwesentlich kommt hinzu, dass für viele Landwirte in ihrer Lage (meist Ungunstlage) Bio als einzig möglicher Weg in die Zukunft erscheint (16%).

Direktvermarktung spielt wichtige Rolle Auffällig ist auch der hohe Anteil an Direktvermarktern unter den Bio-Landwirten: 47% setzen (auch) auf Direktvermarktung ihrer Erzeugnisse, wobei für ein Fünftel (21%) die Direktvermarktung sogar „große Bedeutung“ hat.

Studienleiter und KeyQUEST Geschäftsführer Mag. Johannes Mayr: „Im Vergleich zu konventionellen Betrieben ist der Anteil der Direktvermarkter bei den Bio-Betrieben fast doppelt so hoch. Und natürlich profitieren die Biobauern von der kontinuierlich steigen Nachfrage nach Bio-Produkten.“

Bürokratie Hauptgrund für Abkehr von Bio

Sieht man sich die Bio-Skeptiker (2%) etwas genauer an, so sind es tendenziell kleinere Betriebe, die mit den Auflagen und der Bürokratie in Zusammenhang mit der biologischen Landwirtschaft zu kämpfen haben und aus aktueller Sicht die Umstellung auf Bio eher in Frage stellen.

In Summe überwiegen bei den Bio-Landwirten jedoch die positiven Aspekte deutlich und haben sich beim Großteil in echter Überzeugung niedergeschlagen. „Einmal Bio, immer Bio“ könnte man die Studienergebnisse zusammenfassen.

Quelle: KeyQUEST Marktforschung GmbH

Veröffentlichungsdatum: 06.09.2018

Schlagwörter

Bio, Landwirte, Studie