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Mecklenburg-Vorpommern: Speisekartoffeln unverändert auf dem Preisniveau der Vorwoche

05. September 2018

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln und auch die Preise für Schälkartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern verharren auf dem Preisniveau der Vorwoche. Mehrere Schäler haben für den 1.September Preiserhöhungen für rohe geschälte Kartoffeln gemeldet. Die Preise für Packware bleiben unverändert.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Handelsketten im Discountbereich haben Preisstabilität für die kommenden 4 Wochen angekündigt. In zwei Wochen wird vielerorts die Haupternte beginnen. Nach wie vor kann in einigen Regionen nur gerodet werden, wenn zuvor bewässert wurde, um die Kartoffelbeschädigungen zu minimieren. Die Erträge und Qualitäten streuen stark. Mit dem Rückgang der Temperaturen hat der Kartoffelabsatz im Lebensmitteleinzelhandel und in der Direktvermarktung ab Hof zugenommen.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 35. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg
Die Preise für Speiseware bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Noch wird überwiegend für den Frischbedarf gerodet, teils wird aber auch schon Ware eingelagert. Aufgrund der diesjährigen Wachstumsbedingungen ist das Einlagerungsrisiko dieses Jahr besonders hoch. Langanhaltende hohe Temperaturen und Trockenheit beschleunigen das Altern der Kartoffeln. Der Bezug von Speiseware für die Regionalprogramme ist nach wie vor schwierig. Auf den ausgetrockneten Böden ist das Roden ohne Beschädigung der Knolle oft nicht möglich. In den Handelsketten laufen die ersten Werbeaktionen an. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Vorwochenniveau. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen angekündigt.

Sachsen
Im Packbereich bleibt die Versorgungslage angespannt. Nur die Ware, welche unbedingt benötigt wird, wird gerodet. Die Böden sind vielerorts weiterhin zu trocken zum Roden, so dass der Anteil an beschädigten Knollen hoch ist. In einigen Regionen haben Regenfälle die Kartoffelernte erleichtert. Inzwischen wird von Zwiewuchs berichtet. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Das geringe Angebot an Kartoffeln passt zum schwachen Absatz im Lebensmitteleinzelhandel. Für die kommende Woche sind Werbungen für 10 kg Gebinde im LEH angekündigt. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau. Preiserhöhungen sind ab dem 1.September angekündigt worden.

Sachsen - Anhalt
Trotz leichter Regenfälle sind die Rodebedingungen vielerorts lange nicht optimal. Nach wie vor ist der Anteil der Beschädigungen durch Kluten und Steine hoch. Auf sandigen Böden fehlt die dämpfende Erdschicht auf den Siebketten. Die Einlagerung hat vereinzelt bereits begonnen. Die Speisekartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Aufgrund der hohen Einkaufspreise für Rohware, die sich kaum von den Bezugspreisen im Packbereich unterscheiden, werden in der kommenden Woche von vielen Schälern die Preise für geschälte Ware bis zu 20 Cent/kg angehoben. Versandhändler berichten von Nachfragen aus dem Ausland.

Thüringen
Das Preisniveau im Speisekartoffelbereich bleibt fest. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern ist verhalten, passt jedoch zum geringen Angebot. Regional sind die Böden immer noch so trocken, dass das Roden der Kartoffeln nur nach vorheriger Beregnung möglich ist. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Für die kommende Woche wurden Preiserhöhungen für rohe Schälkartoffeln gemeldet.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 05.09.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Kartoffeln, Mecklenburg-Vorpommern, Speisekartoffeln, Preisen