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Äpfel: die frühen Varietäten aus Deutschland dominierten

23. August 2018

Noch dominierten die frühen Varietäten aus Deutschland wie Delbarestivale, Gravensteiner und Co. Ihre Anlieferungen waren jedoch erkennbar rückläufig. Dafür intensivierten sich die Ankünfte von Elstar, Jonagold und Royal Gala aus diesjähriger Ernte.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Neben Goldparmäne wurden Cox Orange bereitgestellt. Italien brachte, ebenfalls verstärkt, Royal Gala und Granny Smith ins Spiel. Zudem schickte Frankreich neben Akane, Elstar und Early Gold ein kleines Volumen an Royal Gala. Die Vertreiber waren mit den Absatzzahlen nicht gänzlich zufrieden. Viele Geschäfte schienen direkt mit den Erzeugern abgewickelt zu werden. Die Notierungen am Platz sanken. Dessen ungeachtet erreichten sie bis dato kein wahrlich kundenfreundliches Niveau. Der Zugriff stockte. Polnische Partien vermochten dem gegenüber erfolgreich mit niedrigen Preisen zu locken. Unter anderem räumten Celeste, Sunrise, Delikates sowie James Grieve relativ zügig. Gelegte Ware schlug man dabei schon ab sagenhaften 0,70 € je kg um. Die Bedeutung von Überseeware schrumpfte sichtlich. Vorrangig wurden Braeburn und diverse Clubsorten abgeladen. Die Vermarkter konnten in diesem Sektor nicht immer an ihren bisherigen Forderungen festhalten.

Birnen
Italien prägte das Handelsgeschehen mit Santa Maria und Carmen. Die ersten Abate Fetel tauchten auf. Die Relevanz von Williams Christ aus Deutschland, aber auch aus Italien und Frankreich verdichtete sich. Die Mengen von inländischen Clapps Liebling verdoppelten sich. Der Zufluss von Santa Maria aus der Türkei wuchs örtlich an. Der Zustrom von Dr. Jules Guyot aus Frankreich und Limonera aus Spanien verminderte sich weiter. Dank einer vorwiegend unaufgeregten, hier und da leicht belebteren Aufnahme hafteten die Bewertungen für gewöhnlich auf einem recht stabilen Level. Lediglich selten tendierten sie wegen einer zu ruhigen Order abwärts. Restposten aus Übersee verloren rasant an Wichtigkeit. Eine abflachende Kondition schränkte überdies den Zuspruch, den sie initiierten, ein. Mittels Ausverkaufspreisen trennte man sich gehäuft von diesen Chargen.

Erdbeeren
Neben den inländischen Abladungen waren nur in einem marginalen Umfang polnische und niederländische Ergänzungen vorrätig. Die Verfügbarkeit hatte sich reduziert. Da sich parallel dazu auch der Zugriff vermindert hatte, konnten die Händler ihre Forderungen in der Regel nicht anheben. Verschiedentlich bauten sich Bestände auf. Gemeinhin sollten Vergünstigungen die Räumung antreiben. Gelegentliche Verteuerungen hielten nicht dauerhaft an. Saisonbedingt hatte man mit einer divergierenden Güte zu kämpfen. Daraufhin weitet sich die Preisspanne sichtlich. Früchte mit kleinem Kaliber und unsicheren Eigenschaften wurden schon ab 0,80 € je 500 g veräußert, hervorragende Glashausware brachte unterdessen in der Spitze bis zu 2,20 € je 500-g-Schale.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Versorgung verringerte sich sukzessive. Spanien dominerte vor Italien. Frankreich und die Türkei komplettierten neben unbeträchtlichen Anlieferungen aus Griechenland das Geschäft. Das Interesse ließ kongruent zu den dezimierten Importen nach. Bei einer recht ausgeglichenen Relation von Zufluss und Abgabe verharrten die Aufrufe der Verkäufer vielfach auf ihrer bisherigen Höhe. Hier und da bildeten sich jedoch auch Überhänge, die schnell an schwindender Kondition litten. Manche Chargen trafen sogar von vorneherein mit einer instabilen Konstitution ein. In diesen Fällen mussten, mit dem Ziel eines beschleunigten Umschlags, entsprechende Verbilligungen her. Mengen mit gespaltenen Steinen schienen dieses Jahr aber seltener aufzutreten als gewohnt. Italienische Erzeugnisse punkteten zwar mit festem Fleisch, das Aroma war hingegen häufig unterentwickelt. Frankreich schickte die Partien mit den exklusivsten organoleptischen Merkmalen, wofür man natürlich mehr bezahlen musste.

Zitronen
Die Verfügbarkeit begrenzte sich. Die Anlieferungen aus Südafrika und Argentinien verringerten sich. Die Importe von Eureka aus Uruguay konnten die Lücke nicht füllen. Aus Spanien trafen ebenso verminderte Mengen ein. Die Bewertungen blieben ausgesprochen hoch oder kletterten sogar nach oben. Die Alternativen aus Uruguay erzielten derweil bis zu 33,- € je 15-kg-Karton. Das tat dem Interesse in der Regel keinen Abbruch. Nur manchmal verlangsamte sich daraufhin die Unterbringung.

Bananen
Der Absatz verlief fortwährend in ruhigen Bahnen. Man hatte die Versorgung wohlweislich auf den unaufgeregten Bedarf abgestimmt. Die Notierungen verharrten vielfach auf einem unveränderten Niveau. Dabei passten sich hier und da die Bewertungen der Zweit- und Drittmarken aneinander an. Das Ferienende und die Wetterabkühlung bewirkten keine wesentliche Belebung der Abnahme, doch sie stabilisierten die Preisentwicklung ein wenig.

Blumenkohl
Die inländischen Zuflüsse prägten die Geschäfte. Sie wurden komplettiert durch die belgischen Chargen. Die Produktpalette bleib anhaltend überschaubar. Die Qualität der einheimischen Ware ließ oftmals einige Wünsche offen. Die Mitstreiter aus Belgien hatten dann wegen ihrer optimalem Merkmale die besseren Verkaufschancen. Diese wurden aber zunichtegemacht als deren Einstände zum Freitag hin deutlich anstiegen. Schließlich landeten diese bei maximal 14,- € je 6er-Steige. Ungeachtet einer entschleunigten Unterbringung realisierten sich über die Tage zudem für die inländischen Angebote leichte Verteuerungen.

Salat
Der dominierende einheimische Eissalat brauchte sich nur in Frankfurt und Köln einer niederländischen Konkurrenz zu stellen. Übersichtliche Abladungen trafen auf eine freundliche Abnahme. Die Preise verharrten mindestens auf einem stabilen Level. Vielfach vermochten sie sich darüber hinaus zum Wochenende hin aufgrund von eingeschränkten Anlieferungen zu befestigen. Das inländische Sortiment an Kopfsalat wurde hier und da durch belgische Partien abgerundet. Sowohl die Pro-KopfGewichte als auch die Verfügbarkeit schwankten erkennbar. In der Folge etablierte sich bei den Notierungen eine breite Spanne, die in direkter Verbindung mit dem Ausmaß von Güte und Interesse stand. Die Strömungen innerhalb dieses Intervalls divergierten von Markt zu Markt augenscheinlich. Die Zufuhren von Bunten Salaten fiel nicht sehr drängend aus. Die Bewertungen oszillierten in einem geringeren Rahmen als die bedarfsinitiierenden Eigenschaften der Erzeugnisse. Feldsalat und Chicorée konnten sich verschiedentlich verteuern.

Tomaten
Die schwierige Lage hatte sich nicht wesentlich verbessert. Fortdauernd überragten die Angebote aus der Benelux-Region und aus Deutschland deutlich die Unterbringungsmöglichkeiten. Die Notierungen bewegten sich daher weiterhin auf einem erstaunlich niedrigen Niveau. Die Nachfrage hatte sich leicht intensiviert, konnte manchmal sogar befriedigen. Die Preiskurve verließ deshalb oftmals die Talsohle und strebte flach ansteigend nach oben. Insbesondere Rispenofferten vermochten sich zu verteuern. Da ging es, je nach Herkunft, schon mal hoch bis auf durchschnittliche 6,- € je 5-kg-Steige. Die Standardartikel wurden jedoch bereits ab 2,- € je 5 kg gehandelt. Die Bewertungen von Kirschtomaten fußten häufig auf einer soliden Basis.

Gemüsepaprika
Nach wie vor beherrschten die niederländischen Zufuhren den Absatz. Daneben gab es vorrangig türkische Früchte. Obwohl die Palette der Herkunftsländer breit gefächert war, fiel die Versorgung relativ überschaubar aus. Der Bedarf konnten nicht immer völlig gestillt werden. Die Notierungen kletterten für gewöhnlich sukzessive nach oben. Verschiedentlich galt dies nur für die roten und grünen Kultivare, während die gelben fortlaufend stabil bewertet wurden. Die Preise der polnischen und spanischen Alternativen tendierten ebenso nach oben. Sie verharrten bloß bei den Partien mit einer eher unsicheren Kondition auf einem unveränderten Level. Wieder einmal wurden in Frankfurt 400-gBeutel aus der Türkei zu 0,29 € je Stück regelrecht verschleudert. Dank eines genügenden Interesses konnten 600-g-Abpackungen in Berlin zu konstanten Forderungen veräußert werden. Ungarische rote Spitzpaprika sowie deutsche Block- und Spitzpaprika bereicherten den Warenumschlag
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Sehr attraktive Mandarinen, Nadorcott aus Südafrika, ergänzten das Obstsortiment. Mit ansteigender Verfügbarkeit sank das Preisniveau bei deutschen Himbeeren. Die einheimischen und polnischen Heidelbeeren verteuerten sich durch die kleineren Erntemengen. Eine gute Abnahme und ein dezimiertes Angebot ließen die Forderungen der Händler für Ananas anziehen. Der Markt wurde mit türkischen blauen Feigen geflutet, Verbilligungen waren unvermeidbar. Für knappe Artischocken verlangte man horrende 40,- € je 15er-Steige. Gebündelter und loser deutscher Dill traf in einem limitierten Umfang ein. Spanische Importe tauchten am Freitag auf. Als Resultat des heißen Sommers schossen die Aufrufe der Verkäufer für einheimischen Weißkohl auf bis zu 0,70 € je kg. Ab Mittwoch standen erste inländische Rote Zwiebeln zu 8,- € je 10-kg-Sack bereit. Die Anlieferungen von Steinpilzen waren anfangs gering und für das Wochenendgeschäft gab es gar keine Offerten mehr. Etwas weniger schlimm zeigte sich die Situation bei Pfifferlingen, aber auch hier verminderten sich die Ankünfte. In der Folge musste man 8,- bis 13,- € je kg bezahlen
Hamburg
Europäische Melonen mit fragwürdiger Kondition belasteten den Absatz. Aromatische Mangos aus Israel der Varietät Kent starteten zwischen 26,- und 29,- € je 6-kg-Karton mit 9 bis 12 Stück. Formschöner Ingwer aus Brasilien erzielte in 13-kg-Verpackungen 20,- €. Die anhaltende Trockenheit und geräumte Läger bewirkten bei Brokkoli, Petersilie, Kohlrabi, Dill und Spinat aus Deutschland Verteuerungen. In Kürze wird weißer Spargel aus Peru erwartet.
Köln
Die Importe von Melonen aus Spanien hatten oftmals Unterbringungsschwierigkeiten, was die Preise negativ beeinflusste. Die Bereitstellung von Dill aus dem Inland verringerte sich am Ende der Woche, wodurch sich die Aufrufe der Händler verschärften.
München
Die andauernd sommerlichen Temperaturen verursachten im Beerenobstsektor weiterhin ein instabiles Verhältnis zwischen Menge und Qualität: zum einen wurden die Sortierungen immer kleinfallender, zum anderen ließ die Kondition zu wünschen übrig. Das wirkte sich vor allem bei Himbeeren abträglich auf das Geschäft aus. Rote und schwarze Johannisbeeren waren zum Saisonausklang kaum noch in einem größeren Volumen verfügbar. Wassermelonen aus Bayerisch-Schwaben zeigten sich sehr gleichmäßig aufgemacht und erzielten Liebhaberpreise, das Doppelte von den spanischen und italienischen Früchten. Stangenbohnen, für die die Bewertungen anzogen, und Buschbohnen gab es genügend. Die Versorgung mit Zucchini war reichlich. Die Notierungen blieben niedrig. Die Verteuerungen der Vorwoche wurden bei Auberginen wieder etwas zurückgenommen. Die fortwährende Hitze verminderte das Angebot von Steinpilzen. Die spärlichen Abladungen induzierten hohe Forderungen. Die Nachfrage für Pfifferlinge verlief auch bei Vergünstigungen leblos.
Berlin
Ab Montag offerierte man an mehreren Ständen Maiskolben, die eine hinlängliche Beachtung generierten. Polnische Ware kostete 0,40 € je Kolben. Einheimische Erzeugnisse brachten im Doppelpack 1,05 € oder 0,60 € je Stück. Aus Frankreich trafen bereits gegarte Produkte ein, die mit 1,15 € je 2 Stück aufgerufen wurden.

 

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 33 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 23.08.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin