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BLE-Marktbericht Äpfel KW 32: Die europäische Produktpalette verbreiterte sich sukzessive

16. August 2018

Aus Deutschland kamen Delbarestivale, Piros, Arkcham, James Grieve und Gravensteiner. Es gab Discovery, Sunrise, Galmac sowie Summerred. Diesjährige Elstar schlossen übergangslos an die alte Ernte aus 2017 an.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Italien schickte genauso verstärkt die frühen Varietäten. Die Anlieferungen aus Polen mit Antonowka, Celeste, Sunrise und Paulared expandierten. Frankreich und Italien punkteten neben Polen mit ersten Importen an frischen Royal Gala. Ungeachtet der vielen Sonnenstunden war ein Großteil der Partien nicht genügend entwickelt. Mit dieser Erkenntnis flachte der Absatz schnell ab, was man mittels zeitnaher Vergünstigungen aufzuhalten versuchte. Dennoch bewegten sich die Bewertungen generell auf einem beträchtlich hohen Niveau. Infolge dieser Sachlage hatten die Artikel aus Übersee kontinuierlich befriedigende Chancen, ausreichend Kunden zu gewinnen. Das Geschäft konzentrierte sich in diesem Sektor auf die Clubsorten und auf die sich deutlich einschränkenden Abladungen von Braeburn und Royal Gala. Die Notierungen verharrten insgesamt gesehen oftmals auf einen relativ stabilen Level. Verschiedentlich wurden die Einstände etwas reduziert, um die Lager so weit wie möglich zu leeren. Spät in der Saison trafen brasilianische Gala Galaxy ein.

Birnen
Italienische Chargen führten mit Santa Maria den Markt an. Die Präsenz von Carmen verdichtete sich. Williams Christ startete in die Kampagne. Die Zuflüsse von türkischen Santa Maria intensivierten sich ebenso und vermochten mit Güteeigenschaften und Kaliber sehr wohl zu überzeugen. Die Relevanz von Williams Christ aus dem Inland wuchs an, wobei sich die von Clapps Liebling parallel dazu lediglich graduell veränderte. Trotz der eher unaufgeregten, wenn auch stetigen Aufnahme verzeichnete man in der Regel recht konstante Notierungen, da die Versorgung überschaubar war und keinen Verkaufsdruck aufbaute. Der Zustrom von spanischen Limonera und französischen Dr. Jules Guyot zeigte sich rückläufig. Die fortgeschrittene Reife zwang dabei die Händler zu Vergünstigungen. Das Interesse an den Übersee-Offerten verringert sich immer mehr. Abate Fetel aus Chile verbilligten sich merklich, Packham`s Triumph aus Argentinien unterdessen weniger spektakulär. Argentinische Abate Fetel konnten sich sogar wegen der verknappten Mengen leicht verteuern.

Tafeltrauben
Italien bestimmte den Vertrieb. Die kernhaltigen Victoria, Black Magic und Michele Palieri verloren zu Gunsten der kernlosen Kultivaren zusehends an Bedeutung. Die seltener eintreffenden Italia Due, etwas früher reif als die reguläre Italia, sowie Ivory und die roten Fiammetta generierten eine befriedigende Beachtung. Die Anlieferungen von türkischen Sultana weiteten sich erkennbar aus. Griechenland verschob den Fokus von Superior Seedless auf Thompson Seedless, deren Verfügbarkeit sprunghaft anstieg. Französische Prima lockten neben Muscat d`Hambourg mit einem hervorragenden Geschmack. Die Abladungen aus Spanien schrumpften offensichtlich. Die Nachfrage vermochte die Erwartungen oftmals nicht zu erfüllen. Die Bewertungen blieben allein dann einigermaßen stabil, wenn das Angebot mit den Unterbringungsmöglichkeiten genügend korrelierte und dosiert ausfiel. Doch es bildeten sich gehäuft Überhänge, die mittels Verbilligungen schneller bereinigt werden sollten. Zudem drifteten die Spannengrenzen der Preise währenddem qualitätsinduziert und aufmachungsbedingt auseinander. Victoria aus Italien gab es schon ab 1,35 € je kg. Crimson Seedless aus Italien erzielten dagegen bis zu 3,30 € je kg. Toppen konnten das nur exklusive Sorten aus Frankreich.

Aprikosen
Das Saisonende näherte sich augenscheinlich. Die Verfügbarkeit verringerte sich. Es traten verstärkt Mängel auf: Die Früchte wurden immer weicher und mehliger, selbst die mit einer exzellenten Optik. Das Aroma flachte ab. Die Varietäten aus Frankreich und die türkischen Sekerpare gingen am besten, was ihnen zuweilen unveränderte Preise garantierte. Ansonsten mussten die Händler ihre Forderungen vielfach zurückschrauben. Dennoch stockte schrittweise die Vermarktung. Aufgelaufene Bestände mit strittigen organoleptischen Eigenschaften vermochte man bloß merklich unter Notiz abzuwickeln.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Versorgung hatte sich manchmal ausgedehnt. Dies basierte vorrangig auf einem expandierten Zustrom aus Spanien. Italien schickte etwas weniger, die Türkei dafür etwas mehr Ware. Ein flotter Umschlag ließ sich kaum bewerkstelligen. Zum einen verbuchte man eine zu schwache Nachfrage, um das gesamte Angebot unterzukriegen. Die hohen Temperaturen und die Ferien waren kontraproduktiv. Der Kundenkreis schien offensichtlich zu schrumpfen. Zum anderen wurde es zusehends diffiziler, eine ansprechende Güte zu sichern. Die Bewertungen brachen daher für gewöhnlich ein. Die erhoffte Intensivierung der Geschäfte blieb jedoch aus. 16er- und 18er-Abpackungen aus Griechenland taten sich schwer. Erst nach Verbilligungen auf 5,50 € je 4-kg-Kiste wurden sie besser geordert. Generell konnten nur hervorragend saftige Artikel mit einem optimalen Kaliber recht zeitnah untergebracht werden. Das schafften dann häufig allein die französischen Chargen. Die Beachtung von spärlichen einheimischen Alternativen enttäuschte.

Pflaumen
Die Märkte waren hinlänglich mit einheimischen Mengen ausgestattet. Das Sortenspektrum wechselte. Bühler Frühzwetschge und Cacaks Schöne büßten wie Katinka merklich an Relevanz ein. Der Fokus lag inzwischen auf Hanita. Die Anlieferungen von Auerbacher wuchsen an. Wichtig waren zudem verschiedene Top-Varietäten. Vom Balkan kamen Cacaks Schöne und verdichtet Stanley. Die Offerten generierten zwar oftmals ein freundliches, aber nicht immer ein genügendes Interesse. Außerdem beeinträchtigte die Hitze die Kondition der Früchte, die besonders bei Überhängen schnell weich wurden. Die Spanne der Preise fächerte sich logischerweise auf. Um den Absatz am Laufen zu halten, waren die Vertreiber verstärkt gezwungen, Vergünstigungen zu gewähren. Überdies belasteten offensive Aktionen des LEH den Verkauf an diversen Plätzen. Üppige Zufuhren von Nancy-Mirabellen wurden mit dem Ziel, die Räumung zu beschleunigen, ab 1,80 € je kg abgegeben. Die Hybride Bellamira kostete lediglich 1,50 € je kg. Susinen aus Südeuropa initiierten meistens einen angemessenen Zugriff. Daher notierten sie in der Regel auf einem konstanten Niveau.

Zitronen
Die südafrikanischen Importe gewannen, die argentinischen Abladungen verloren an Bedeutung. Der Umfang an spanischen Partien veränderte sich kaum, deckte häufig nur den Sektor unbehandelter Ware ab. Selten korrelierten Angebot und Nachfrage in einem hinreichenden Rahmen miteinander. Vielmehr herrschte eine gewisse Unterversorgung vor. Früher oder später zogen daraus resultierend die Bewertungen von einem relativ stabilen Level ausgehend augenscheinlich an. So kostete der 18-kg-Karton zum Schluss teils über 40,- €.

Bananen
Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen fehlte es dem Absatz kontinuierlich an Schwung. Durch eine überschaubare Disponierung gelang es den Vertreibern in der Regel, die Bereitstellung genügend auf den unaufgeregten Bedarf abzustimmen. Daher vermochten sie meistens ohne Schwierigkeiten, die Preise auf ihrem bisherigen Niveau zu fixieren. Örtlich wurden die Drittmarken offensichtlich favorisiert, zumal sie sich verschiedentlich vergünstigten.

Blumenkohl
Wetterbedingt trafen die einheimischen Offerten in keinem drängenden Umfang ein. Der Zuspruch fiel fortlaufend keineswegs so lebhaft aus wie man sich das gewünscht hatte. Zudem belasteten manchmal diverse Güteschwächen das Geschäft. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf einem niedrigen Level. Hier und da sackten sie zuweilen ein wenig ab. Der Zugriff beschleunigte sich daraufhin bloß graduell. Auch der kühlere Freitag brachte in dieser Hinsicht keine wesentliche Verbesserung. Einzig in Frankfurt tauchten belgische Artikel auf, die mit hervorragenden Merkmalen lockten. Sie verteuerten sich stufenweise.

Gurken
Die Bereitstellung von Schlangengurken war überschaubar. Sie hatte sich überdies verschiedentlich sogar dezimiert. Das tangierte das vorherrschende inländische Angebot genauso wie die ergänzenden Chargen aus den Niederlanden und Belgien. Insbesondere die schweren Kaliber waren sehr rar. Das heiße Wetter bescherte anhaltend eine lebhafte Nachfrage. Die Notierungen bewegten sich daraufhin in der Regel erkennbar nach oben. Die Kunden sahen sich somit vermehrt zu den leichteren Sortierungen gedrängt, da diese offensichtlich günstiger veräußert wurden. 500/600er- und 600/750erOfferten fanden immer weniger Absatz. Minigurken und Schmorgurken profitierten von der progressiven Preisentwicklung. Sie verteuerten sich ebenso.

Gemüsepaprika
Die dominierenden Partien aus den Niederlanden wurden in fast unverändertem Rahmen aus der Türkei und Polen ergänzt. Die belgischen Zuflüsse gewannen ein wenig an Relevanz. Deutschland spielte kontinuierlich bloß eine Nebenrolle. Die Notierungen wiesen fortlaufend in direkter Verbindung mit der Verfügbarkeit und dem Bedarf gewisse Schwankungen auf. Früher oder später stiegen die Bewertungen angesichts von erhöhten Einständen teils merklich an. Polnische Chargen lockten mit ihren niedrigen Preisen nutzbringend die Kunden an. Erstmalig angebotene türkische Ampelpackungen mit den Farben Rot, Gelb und Grün generierten keine erfreuliche Nachfrage. Ungarischer Spitzpaprika wurde zu 2,- € je kg umgeschlagen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Anziehende Preise verzeichnete man bei 6er- und 7er-Abpackungen von Ananas sowie bei Wassermelonen und Zuckermelonen, die sich bei den sommerlichen Temperaturen wirklich gut verkauften. Wegen der kleineren Zufuhren versteiften sich die Notierungen von Himbeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren sowie Stachelbeeren. Deutsche Brombeeren blieben vorerst günstig, während sich die niederländischen und polnischen Erzeugnisse schon verteuerten. Die Mengen der einheimischen Kulturheidelbeeren gingen sehr deutlich zurück, Polen und die Ukraine komplettierten diese. Südafrika schickte Mandarinen, Fairchild und Minneola, die geschmacklich punkteten und zu 17,- bis 20,- € je 10-kg-Karton gut beachtet schnell geräumt wurden. Importe aus Argentinien und Uruguay rundeten die vorrangig vorrätigen südafrikanischen Blondorangen ab. Die Bewertungen von Auberginen machten an den beiden letzten Markttagen einen großen Sprung nach oben. Das positive Interesse an Pfifferlingen initiierte eine flotte Abnahme und nur minimale Lagervolumen. Die Qualität deutscher Haushaltszwiebeln divergierte, weshalb man in breiter Spanne 10,- bis 15,- € je 25-kg-Sack verlangte. Erste Rote Zwiebeln aus der niederländischen neuen Ernte kosteten 8,- € je 10 kg.
Hamburg
Weiße Champignons aus Polen wurden mit 2,- € je kg, rosafarbene mit 3,- € je kg aufgerufen. Limetten unterschiedlicher Provenienzen gelang dank zeitgleicher und publikumswirksamer Open-AirVeranstaltungen in Hamburg sowie des Volksfestes Dom ein lebhafter Umschlag. Exklusive Ware verteuerte sich daraufhin. Aufgrund des heißen Wetters erfreute sich das einheimische Beerenobst eines verbesserten Zugriffs. Himbeeren waren nicht zu üppig bereitgestellt. Inländische Früchte erzielten in der Spitze bis zu 3,- € je 250 g. Ergänzende Abladungen aus Bosnien veräußerte man zu 1,30 € je 125-g-Schale.
München
Bei sommerlicher Witterung war der Absatz von Zuckermelonen, Honigmelonen und Wassermelonen kein Problem; höhere Preise etablierten sich, besonders deutlich bei spanischen Produkten. Die Hitzewelle hinterließ auch im Beerenobstsortiment ihre Spuren, denn mit zunehmend sich einschränkender Verfügbarkeit von Himbeeren, Brombeeren und Kulturheidelbeeren konnten die Bewertungen angehoben werden. Zucchini waren weiterhin reichlich vorrätig und günstig. Die Notierungen von Auberginen befestigten sich. Radieschen litten unter der Trockenheit; stabile Ware wurde unverändert aufgerufen. Hokkaidos generierten vorerst eine recht ruhige Beachtung. Italien lieferte MuskatKürbisse. Infolge der beträchtlichen Temperaturen waren Steinpilze knapp und teuer. Die Nachfrage nach Pfifferlingen verlief trotz niedriger Forderungen der Händler schwach.
Berlin
In ansehnlichen Mengen wurden nochmals türkische Kirschen in allen Größen abgeladen und im Bereich von 2,- bis 5,50 € je kg angeboten. Das Interesse an den gut konditionierten Erzeugnissen aus Kühllagerung war jedoch verhalten, weshalb nach Abverkauf der Offerten in 28 mm+ die kleineren Kaliber selbst bei schrittweisen Verbilligungen kaum platziert werden konnten. Die Saison ist definitiv vorbei. Lebhaft ging es hingegen beim Vertrieb von sehr wohlschmeckenden Mandarinen zu: Nadorcott aus Südafrika in 1xx-Aufmachung wurden reibungsfrei zu 2,50 € je kg umgeschlagen.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 32 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 16.08.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin