Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Präsenz der europäischen Birnen verstärkte sich

26. Juli 2018

Noch herrschten chilenische und südafrikanische Partien vor, allerdings begrenzte sich ihre Verfügbarkeit. Stattdessen verstärkte sich die Präsenz der europäischen Früchte. Erste italienische Morettini und Carmen gesellten sich zu den bereits in der Vorwoche etablierten Dr. Jules Guyot aus Frankreich sowie Etrusca und Limonera aus Spanien.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
Bildquelle: Shutterstock.com

In Frankfurt traten am Freitag einheimische Clapps Liebling auf. Die Erzeugnisse zeigten sich hinsichtlich ihrer Kaliber recht uneinheitlich, sodass sich die Unterbringung ab und an entschleunigte. In München waren die spanischen Abladungen einstandsinduziert zu hochpreisig, sodass die Abwicklung hakte. In Hamburg generierten erste türkische Santa Maria infolge ihrer zu kleinen Durchmesser wenig Beachtung. Die Nachfrage konnte generell ohne Anstrengungen befriedigt werden und die Bewertungen blieben in der Regel konstant

Äpfel
Die Importe aus Übersee gaben den Ton an: Chilenische und neuseeländische Chargen deckten den Bedarf ohne Probleme. Insbesondere konnte auf Braeburn, Pink Lady und Cripps Pink zugegriffen werden. Argentinien und Südafrika rundeten die Warenpalette mit geringeren Mengen ab. Dank eines kontinuierlichen Umschlags bestätigten die Vertreiber ihre Aufrufe für gewöhnlich. Bloß vereinzelt mussten diese aufgrund eines verminderten Interesses gesenkt werden. In Frankfurt stiegen die Kurse indes an. Die Versorgung mit Produkten aus 2017, vorrangig einheimische Jonagold und Golden Delicioius sowie italienische Granny Smith, schwächte sich zusehends ab. Derweil intensivierten sich die Zufuhren aus der neuen Ernte: Unter anderem wurde das Sortiment mit Arkcham, Collina und Galmac verbreitert. Jedoch waren die Artikel hier und da zu teuer, sodass der Zuspruch ziemlich knapp ausfiel.

Erdbeeren
Deutschland dominierte, die Niederlande und Polen ergänzten mit minimalen Abladungen. Die Kondition der Früchte verbesserte sich oder das Angebot hatte sich begrenzt, sodass bei einer steten Nachfrage die Bewertungen aufwärts kletterten. In Frankfurt setzte sich dieser Trend die komplette Woche über fort, andernorts blieben die Verteuerungen einmalig. An manchen Plätzen stockte die Abwicklung allerdings, da die Qualität nicht überzeugte oder die Ferien die Geschäfte verlangsamten. Eine Räumung glückte dann nicht immer. In Berlin etablierte sich zunächst eine weite Preisspanne, die von 0,50 bis 2,50 € je 500-g-Schale reichte und auf uneinheitlichen organoleptischen Eigenschaften gründete. Bis Freitag steigerte sich jedoch die Güte, sodass sich der Umschlag beschleunigte.

Kirschen
Die Saison biegt auf ihre Zielgrade ein: Die Anlieferungen schränkten sich offensichtlich ein. Deutschland und die Türkei spielten dabei die Hauptrolle. Polen, Belgien, Spanien und die Schweiz rundeten das Sortiment ab. Man spürte eine gewisse Kundensättigung, denn das Interesse verminderte sich augenscheinlich. Die Produkte mit größeren Kalibern wurden gerne gekauft, waren punktuell aber knapp, sodass die Forderungen erhöht werden konnten. Einheimische Kordia sollten in Hamburg daher bis zu 6,- € je kg kosten. Türkische Chargen trafen in Frankfurt als Rückläufer aus dem LEH ein, litten in München unter Haltbarkeitsproblemen, generierten in Hamburg kaum Zuspruch und waren in Berlin tageweise nicht orderbar. Polnische Satin, in den letzten Wochen hervorragend ausgefärbt, zeigten inzwischen Mängel und vergünstigten sich in Berlin.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Verfügbarkeit der spanischen, italienischen und französischen Partien begrenzte sich unisono. Die Bedeutung Griechenland wuchs hingegen ein wenig an. Deutsche und türkische Zuflüsse ergänzten die Warenpalette. Die Nachfrage konnte durchaus befriedigen, war jedoch zu schwach, um eine Räumung zu garantieren. So bröckelten die Notierungen immer wieder ab. Insbesondere die verstärkt auftretenden Früchte, die bezüglich ihrer organoleptischen Eigenschaften Schwierigkeiten hatten, mussten mit erheblichen Verbilligungen umgeschlagen werden. Qualitativ waren die französischen Artikel, für die man in Frankfurt bis zu 16,- € je 22/24er-Karton zahlen sollte, das Maß aller Dinge. Albanische Erzeugnisse, lose in Kisten aufgemacht, wurden zu lediglich 1,05 € je kg veräußert. In Hamburg und Köln fiel die Bereitstellung zu üppig aus, sodass die Händler ihre Aufrufe summa summarum senken mussten.

Pflaumen
Das Sortiment fächerte sich nochmals auf. Es wurde unter anderem mit italienischen Black Diamond sowie deutschen Hanka erweitert. Die Präsenz einheimischer Cacaks Schöne dehnte sich enorm aus. Katinka und Ersinger Frühzwetschge verloren indes Marktanteile. Cacaks Schöne stammten zudem aus Mazedonien, Frankreich, Polen, Ungarn sowie Bosnien und Herzegowina. Französische Golden Japan kosteten in Frankfurt bis zu 2,80 € je kg. Generell konnte der Bedarf problemlos gedeckt werden. Ab und an war die Versorgung für eine glatte Unterbringung auch zu umfangreich. Vergünstigungen sollten Abhilfe schaffen, was die Bestände aber nicht durchgängig minimierte. Die intensivierten einheimischen Mengen erschwerten es den osteuropäischen Importen in München am Platz Fuß zu fassen. Die Kurse tendierten eher abwärts als nach oben. Inländische Mirabellen stießen in Frankfurt zu 3,40 € je kg auf eine freundliche Beachtung, während französische Renekloden geringen Zuspruch erfuhren.

Kiwis
Neuseeland prägte das Geschehen, Chile und Italien rundeten es ab. Hinsichtlich der Angebotsstärke hatte sich nicht viel verändert und das Interesse verharrte ebenso auf dem bisherigen Niveau. Preisliche Bewegungen waren daher kaum auszumachen. Nur in Frankfurt verbilligten sich ein wenig die neuseeländischen Früchte in 5,6-kg-Kartons.

Zitronen
In Hamburg und Berlin dominierte Argentinien, in München und Köln Spanien und in Frankfurt hatte Südafrika die Nase vorne. Zuflüsse und Unterbringungsmöglichkeiten harmonierten in der Regel miteinander. Die Notierungen blieben deswegen stabil, bloß in Hamburg zogen sie mengeninduziert an. Südafrikanische Eureka präsentierten sich in München mit konditionellen Problemen, was zu Vergünstigungen führte.

Bananen
Die sommerliche Witterung begrenzte den Bedarf. Insgesamt verminderte sich die Verfügbarkeit. Es war mehr relativ grüne Ware vorhanden, da die Früchte bei den hohen Temperaturen schneller reifen. Die Kurse bewegten sich nicht wesentlich, nur punktuell kam es zu leichten Verbilligungen.

Blumenkohl
Das warme Wetter führte zu einer Angebotsbegrenzung. Zudem beeinflusste es die Qualität negativ: Der Anteil kleiner Offerten dehnte sich aus und die Blumen wiesen häufiger überdies eine zu gelbe Farbe auf. Parallel dazu entschleunigte sich die Nachfrage immer weiter. Da der Bedarf mit der Versorgung einerseits genügend übereinstimmte, verharrten die Preise manchmal auf einem stabilen Niveau. Andererseits stiegen sie wegen der eingeschränkten Mengen nach oben. Örtlich gaben sie indes aufgrund des abgeschwächten Interesses nach.

Salat
Der Handel mit Eissalat war geprägt von den deutschen Abladungen, die in Frankfurt und Köln von niederländischen flankiert wurden. Bloß in Berlin veräußerte man spanische Artikel. Die Güte fächerte sich auf, insbesondere hinsichtlich der Kaliber. Die Kurse divergierten zusehends: Sie zogen nach oben bei ansprechender Ware oder rutschten nach unten infolge des immensen Zustroms. Hier und da blieben sie bei einem ausreichenden Räumungstempo frei von jeglichen Veränderungen. Die Vertreiber von Kopfsalat konnten die dominierenden inländischen ähnlich wie die ergänzenden belgischen Produkte dank der überschaubaren Zugänge mitunter höher aufrufen. Die Chargen aus Belgien verbilligten sich vereinzelt beim Auftauchen der Konkurrenz aus den Niederlanden oder durch die Zurückhaltung der Kunden. Die Verfügbarkeit von Bunten Salaten aus dem Inland fiel nicht sehr drängend aus. Daher konnten man früher oder später ohne große Probleme Verteuerungen etablieren. Das Erscheinungsbild von Feldsalat vermochte hitzeinduziert oftmals nicht zu überzeugen, was seinen Absatz bremste.

Gurken
Bei den Schlangengurken herrschten die deutschen Partien erkennbar vor. Belgische und niederländische Importe komplettierten sie in einem vergleichbaren Umfang. Die üppige Bereitstellung korrelierte in der Regel nicht genügend mit den unaufgeregten Unterbringungsmöglichkeiten. Die Verkäufer mussten somit ihre Forderungen vielfach nach unten schrauben. Die Hoffnungen auf eine daraus resultierende Verbesserung der Abnahme wurden meistens zerschlagen. Allein in Hamburg waren die Überhänge derart vermindert worden, dass sich daraus für die neu eintreffenden Anlieferungen ansteigende Bewertungen ableiten ließen. Spanien startete mit folierten Früchten in die Kampagne. Kartons mit 24 Stück a 400/500 g kosteten bis zu 6,50 €. Sie generieten jedoch nur eine spärliche Beachtung. Minigurken kamen hauptsächlich aus Deutschland, nachrangig aus den Niederlanden. Die Zufuhren aus Belgien und der Türkei waren verschwindend gering. Trotz gewisser Schwankungen verzeichneten die Preise keine gravierenden Bewegungen. Punktuell verbuchten niederländische 12-kg-Mehrwegabpackungen Zugewinne von bis zu 10 %. Der Zustrom von Schmorgurken verkleinerte sich, weshalb man inzwischen bis zu 1,80 € je kg zahlen musste.

Tomaten
Die Abladungen aus den Niederlanden und Belgien dominierten. Der Zufluss aus dem einheimischen Anbau verstärkte sich merklich. Die Bedeutung von Polen intensivierte sich. Italien schickte lediglich Kirschtomaten. Die Versorgung fiel sehr reichlich aus. Verschiedentlich bildeten sich, den recht agilen Handel negierend, sogar drängende Überstände. Die Kurse für sämtliche Warengruppen pendelten sich auf einem äußerst niedrigen Niveau ein. Bloß in Frankfurt und Hamburg vermochten diese zum Freitag hin dank einer Belebung des Geschäftes ein wenig nach oben zu klettern. So wurden zum Beispiel belgische Rispentomaten zuerst ab 1,85 € je 5-kg-Steige abgegeben, während sie zum Schluss ohne Probleme bis zu 5,- € je 5 kg erzielten. Auch Fleischtomaten konnten sich zum Wochenende hin oftmals verteuern. Örtlich schränkte sich die Verfügbarkeit der italienischen Kirschtomaten ein, daher mussten die Kunden dafür etwas mehr aufwenden. Die Mitstreiter aus den Niederlanden profitierten davon.

Gemüsepaprika
Wie gewohnt bestimmten die niederländischen Anlieferungen den Vertrieb. Die Türkei ergänzte ihn neben leicht angewachsenen Importen aus Spanien. Die Präsenz polnischer Chargen dehnte sich aus. Die Relevanz belgischer, deutscher und ungarischer Zufuhren war fortlaufend gering. Das durchaus üppige Angebot orientierte sich in der Regel nicht genügend an der Nachfrage. Immer wieder mussten die Verkäufer ihre Forderungen nach unten anpassen, nur wirklich selten konnten sie diese auf dem bisherigen Level belassen. Einigen Offerten fehlte es augenscheinlich an Kondition, was außerdem Vergünstigungen initiierte. Teils vermochte sich der türkische, am Interesse ausgerichtete Zustrom dieser Entwicklung zu entziehen, teils folgte er ihm aufgrund eines verdichteten Sortimentes. Am Freitag bewegten sich hier und da die Preise von gelben und roten Kultivaren in die Höhe, manchmal um bis zu 15 %. Türkische 400-g-Beutel wurden in Sonderaktionen ab 0,49 € je Stück umgeschlagen. Spanische dreifarbige MixAbpackungen kosteten 5,- € je 5-kg-Karton.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien. Ihre Kurse blieben zum einen stabil, zum anderen sackten sie ein wenig ab. Haushaltsware aus Neuseeland überwog bloß in Hamburg, wo es zudem australische Produkte gab. Ansonsten prägten die inländischen Abladungen inzwischen die Geschäfte. Italien komplettierte diese neben marktweisen Zuflüssen aus den Niederlanden und Österreich. Durch die fortgeschrittene Ernte wuchsen die Mengen derart an, dass man bei den Partien aus Deutschland und Italien um Verbilligungen kaum noch herumkam. Bei den überseeischen Erzeugnissen veränderten sich demgegenüber die Aufrufe der Händler nicht erkennbar. Den Bedarf nach roten Zwiebeln deckten vorrangig die ägyptischen Artikel.


Weitere Informationen
Frankfurt
Jostabeeren trafen zu 2,40 € je 500-g-Schale auf ein reges Interesse. Himbeeren verteuerten sich auf bis zu 2,70 € je 200 g und auf bis zu 3,- € je 250 g. Ukrainische Kulturheidelbeeren in attraktiven 125-gBechern oder in 250-g-Deckelschalen ergänzten zu 8,- € je kg das dominierende inländische Angebot. Trotz der sommerlichen Wetterlage standen Wassermelonen im Überhang; Sonderaktionen ab 0,30 € je kg waren zur besseren Unterbringung vonnöten. Gurkenmelonen aus der Türkei, Acur, und unreife Honigmelonen, Kelek, wurden gerne mitgenommen. Die Notierungen von Kohlrabi verharrten bei 0,50 € je Stück und die von Zuckermais bei 1,- bis 1,08 € je 2er-Pack. Die Forderungen für Dill senkte man leicht ab. Uneinheitliche Qualitäten führten bei Pfifferlingen zu einer weit geöffneten Preisschere von 9,- bis 16,- € je 1-kg-Körbchen. Kaiserlinge wurden mit 18,- € und Steinpilze mit 12,50 bis 15,- € je kg bewertet.
Hamburg
Wegen der optimalen Bedingungen stieß üppiges einheimisches Beerenobst zu konstanten Kursen auf eine freundliche Beachtung. Der Verkauf von Orangen aus der südlichen Hemisphäre litt unter den hohen Temperaturen. Mittels Vergünstigungen beschleunigte sich die Abwicklung. Die Präsenz von deutschen Bundmöhren verstärkte sich. Osteuropäischen Pfifferlingen und Steinpilzen fehlten Impulse, sodass nur über Verbilligungen ein befriedigender Umschlag gewährleistet wurde.
Köln
Ab Wochenanfang trafen überschaubare Mengen von inländischen Bundmöhren ein. Trotz Ferienzeit verlief der Handel mit Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze und Rosmarin recht gut. Steinpilze aus Rumänien interessierten zu 12,- € je kg kaum.
München
Bedingt durch die abnehmende Ernte und der konsumfreundlichen Witterung im süddeutschen Raum zogen die Bewertungen von Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren sowie Kulturheidelbeeren steil an. Wassermelonen aus der Mittelmeerregion waren weiterhin gefragt. Inländischer Zuckermais wurde reichlicher angeboten. Auch einheimische Hokkaidokürbisse machten sich stärker bemerkbar. Die Notierungen von üppiger verfügbaren inländischen Buschbohnen und Stangenbohnen bröckelten teilweise etwas ab. Brokkoli und Chinakohl aus Deutschland verteuerten sich. Dill blieb knapp und hoch gefordert.
Berlin
Frische Mandarinen der Sorte Nardorcott aus Südafrika trafen ein. Die vermehrte Präsenz von Orangen aus Marokko und Südafrika war dem wieder aufflammenden Bedarf nach Saftware geschuldet. Die aufgerufenen 0,80 bis 1,20 € je kg schränkten das Interesse jedoch ein. Wassermelonen aus Spanien, Griechenland und Italien konnten trotz des sommerlichen Wetters die Absatzerwartungen der Vertreiber nicht erfüllen, sodass sich selbst kernlose Markenofferten verbilligten.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 29 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 26.07.2018

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin