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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 29. KW

25. Juli 2018

Das Angebot an heimischen Frühkartoffeln nimmt deutlich zu. Es wird vielerorts Speiseware aus Sachsen – Anhalt und Niedersachsen bezogen. In der vergangenen Woche wurden in Mecklenburg – Vorpommern die letzten Lagerkartoffeln der Ernte 2017 abgepackt. Diese Woche werden dort bereits die ersten festschaligen Frühkartoffeln aus dem Vertragsanbau vor Ort eingetütet. Heimische Ware wird ebenfalls bereits in Thüringen und Sachsen angeboten.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Frühkartoffeln aus Brandenburg stehen aufgrund eines geringen Anbauumfanges und letztendlich wegen der großen Trockenheit kaum zur Verfügung. Importware ist nur noch vereinzelt im Handel zu finden. Nach wie vor werden hierzulande Speisekartoffeln aus der Pfalz und dem Breisgau abgepackt. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 29. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Das Erzeugerpreisniveau für deutsche Frühkartoffeln wurde im Vergleich zur Vorwoche um 2 EUR/dt zurückgenommen. Für vorwiegend festkochende Frühkartoffeln werden 24 EUR/dt gezahlt. Für festkochende und mehlig kochende Sortentypen liegt der Preis bei 26 EUR/dt. Das erhöhte Aufkommen setzt die Preise unter Druck.

In der vergangenen Woche hatte es in einigen Gebieten teils kräftige Niederschläge gegeben. In einigen Regionen von Sachsen-Anhalt sind die schweren Böden aber nach wie vor zu hart zum Roden. Das Erntegut ist beschädigt und enthält viele Kluten, so dass das Roden zum Teil eingestellt wurde. In Sachsen hat es teils stark geregnet, so dass die Knollen Fäulnis aufwiesen. In dieser Woche werden vielerorts Proberodungen durchgeführt. Bisherige Erkenntnisse lassen stark streuende Erträge in Abhängigkeit von der Bodenqualität und Niederschlagshöhe beziehungsweise Beregnungsmöglichkeit vermuten. Gebietsweise ist es so trocken, dass das Kraut der frühen Bestände bereits ohne Behandlung vollkommen abgestorben ist.

Die Ferienzeit hat in vielen Regionen zu einer rückläufigen Nachfrage am Speisekartoffelmarkt geführt. Die Absatzmengen sind durch die Abpacker gut zu bewältigen. Pack – und Schälbetriebe in Tourismusregionen an der Küste berichten von starker Nachfrage.

In dieser Woche haben weitere Schälbetriebe auf Frühkartoffeln umgestellt. Nach wie vor werden aber in vielen Schälbetrieben alterntige Kühlhauskartoffeln geschält. Die Preise für rohe Schälkartoffeln haben sich uneinheitlich entwickelt. Ein Teil der Schäler hat nach der Umstellung auf Frühkartoffeln die bisherigen Preise beibehalten, teils wurden die Preise um 5 bis 10 Cent/kg angehoben. Da die Schälausbeute bei der Verwendung von Lagerkartoffeln zunehmend zurückgeht, wurden zum Teil ebenfalls die Preise angehoben.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 25.07.2018

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland