Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Äpfel: Neuseeland und Chile prägten mit vielen Varietäten das Geschehen

19. Juli 2018

Argentinien und Südafrika ergänzten es. Im Segment der alterntigen Offerten dominierten Italien und Deutschland. Die Abladungen aus der diesjährigen Ernte verstärkten sich zwar punktuell, kamen insgesamt aber über einen abrundenden Charakter nicht hinaus.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Da es den Früchten zudem zuweilen an Knackigkeit und Ausfärbung fehlte, generierten sie nicht immer hinreichend Beachtung.

In manchen Bundesländern wirkten sich die Ferien aus; die Nachfrage begrenzte sich augenscheinlich. So verlief die Unterbringung nicht glatt. Dennoch veränderten sich die Kurse nicht generell, häufig blieben sie konstant.

In Frankfurt verteuerten sich Royal Gala aus Übersee ein wenig, da sich das Angebot verminderte. Auch für Kanzi gleicher Herkunft mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen. In Berlin trafen einheimische Lodi inzwischen in kleineren Kalibern ein, was sinkende Preise zur Folge hatte.

Birnen
Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle aus Südafrika und Chile spielten die Hauptrolle. Argentinien steuerte Packham`s Triumph und Rote Williams Christ zur Szenerie bei. Europa trat mit französischen Dr. Jules Guyot, italienischen Abate Fetel und spanischen Etrusca auf, die oftmals flott abgesetzt werden konnten. In Hamburg tauchten türkische Santa Maria auf, die jedoch zu klein waren und kaum auf Zuspruch stießen. Summa summarum herrschte ein ruhiges Treiben vor. Der Bedarf wurde problemlos gedeckt. Die Notierungen verharrten meist auf dem Niveau der Vorwoche. Ab und an reduzierten die Verkäufer ihre Forderungen, was die Geschäfte indes nicht unbedingt beschleunigte. In München sahen die Händler tageweise von der Disposition von Produkten der südlichen Hemisphäre ab, um die Bestände nicht anwachsen zu lassen.

Tafeltrauben
Italien dominierte und stellte viele verschiedene Varietäten bereit. Vor allem gab es Victoria, Sugraone und Black Magic, nachgeordnet konnte auf Prime Seedless, Regal Seedless und Starlight zugegriffen werden. Die Präsenz ägyptischer Sugraone und Flame Seedless schränkte sich deutlich ein, dem gegenüber erweiterte sich die Wichtigkeit der griechischen Partien offensichtlich. Spanien ergänzte ebenso wie Frankreich die Vermarktung. Diese verlief in der Regel recht kontinuierlich. Dennoch tendierten die Bewertungen eher abwärts, da das Interesse nicht mit dem ausgedehnten Sortiment Schritt halten konnte. In Hamburg waren griechische Superior Seedless nicht genügend ausgefärbt, generierten dank ihres niedrigen Preises aber eine freundliche Beachtung.

Erdbeeren
Die deutschen Früchte standen fast monopolartig zur Verfügung, nur ab und an wurden zudem niederländische und belgische angeboten. Die Qualität überzeugte häufig. Obwohl sich die inländischen Zufuhren begrenzten, waren sie für die Nachfrage meist zu üppig. Demzufolge bröckelten die Kurse ab. Punktuell zogen sie in Ausnahmefällen ab Donnerstag wieder etwas an. In Hamburg waren die Produkte oftmals zu klein, was die Notierungen negativ beeinflusste. In Köln glückte eine Lagerleerung trotz gewährter Vergünstigungen nicht komplett. Einzig Berlin berichtete von Verteuerungen, ausgelöst von zu geringen Anlieferungen. Ab Mittwoch verbilligten sich die Chargen dann aufgrund umfangreicherer Abladungen.

Aprikosen
Französische und türkische Partien bildeten die Basis einer sich einschränkenden Warenpalette, spanische ergänzten ebenso wie italienische, litten jedoch verstärkt unter einer nachlassenden Haltbarkeit, sodass sich ihre Unterbringung verlangsamte. Die deutsche Saison neigt sich ihrem Ende entgegen; die Offerten waren mancherorts schon zu weich. Speziell die französischen Zuflüsse generierten eine kontinuierliche Beachtung, sodass die Bewertungen stabil blieben. Auch türkische Zuckeraprikosen, Sekerpare, konnten stetig verkauft werden, was die Preise stütze. In Frankfurt senkten die Vertreiber indes ihre Aufrufe, was die Abwicklung merklich beschleunigte.

Pflaumen
Es kam Bewegung in die Vermarktung, denn die Versorgung dehnte sich massiv aus: Inländische Katinka und Ersinger Frühzwetschge sowie bosnische Cacaks Schöne gewannen enorm an Wichtigkeit. Mit einheimischen Cacaks Schöne, Cacaks Frühe und Top wurde die Warenpalette erweitert, zudem trafen erste Partien aus Osteuropa ein. Die Saison von deutschen Herman und Ruth Gerstetter endet langsam. Das reichliche Sortiment konnte nicht immer geräumt werden, sodass die Preise ab und an absanken. In München hingegen zogen die Notierungen der inländischen Produkte an, da die Nachfrage nicht gänzlich gedeckt wurde. Auch in Frankfurt mussten die Kunden zuweilen tiefer in die Tasche greifen. Susinen aus Italien und Spanien stießen auf eine freundliche Beachtung und konnten flott abgesetzt werden. So rundeten zum Beispiel in Berlin griechische Black Amber den Handel ab.

Kiwis
Neuseeländische Offerten prägten das Geschehen, chilenische wurden inzwischen in verschiedenen Aufmachungen präsentiert. Italienische Chargen verabschiedeten sich örtlich von den Plätzen. Die Verfügbarkeit stillte das Interesse mühelos. Die Geschäfte verliefen ohne besondere Höhepunkte und die Kurse verharrten auf bisherigem Niveau. In Hamburg funktionierte dies indes nur durch eine reduzierte Bereitstellung.

Zitronen
Verna aus Spanien herrschten vor, Eureka aus Argentinien und Südafrika folgten. Argentinische Partien trafen immer häufiger in 18-kg-Kartons ein. Meist fiel die Versorgung eher knapp aus und Verteuerungen ließen sich oftmals durchsetzen. Vor allem für die spanischen Erzeugnisse zogen die Bewertungen an. In Hamburg kam es dem entgegen zu Vergünstigungen, hervorgerufen durch eine zu schwache Beachtung. In München zeigten sich die südafrikanischen Importe hinsichtlich Kalibergröße und Schalenreinheit recht uneinheitlich, was die Abwicklung beeinträchtigte.

Bananen
Der Handel verlief ohne jegliche Glanzpunkte. Die Bereitstellung wurde genügend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Diese hatten sich mancherorts eingeschränkt. Die Notierungen blieben für gewöhnlich konstant, lediglich in Köln verbilligte sich die Zweitmarke.

Blumenkohl
Die inländischen Anlieferungen prägten den Markt. Die Zufuhren waren überschaubar. Da sich der Verkauf entschleunigt hatte, reichten sie bei weitem aus. Hinzu kamen dann verschiedentlich die Ergänzungen aus Belgien und Polen. Und überdies schwächelte hier und da die Qualität. Man reduzierte die Preise in der Regel ein wenig, in der Hoffnung, so das Geschäft wieder zu beleben. Einzig in München konnten sich die Bewertungen bei Erzeugnissen mit einer ansprechenden Optik behaupten. Tageweise wurden diese sogar etwas höher aufgerufen als zuvor.

Salat
Eissalat stammte vorrangig aus dem Inland. Neben spärlichen spanischen Zuflüssen komplettierten ihn niederländische Abladungen. Die Verfügbarkeit hatte sich witterungsbedingt gering eingeschränkt. Die Kurse verharrten einigermaßen auf dem bisherigen Niveau oder strebten dank dieser Begrenzung gehäuft nach oben. Resultat: bis zu 10,- € je 10er-Abpackung. Ein reger Bedarf stützte diese Entwicklung. Örtlich musste man hingegen Abschläge von bis zu 0,75 € je 10er-Steige gewähren. Der Absatz von Kopfsalat basierte auf den deutschen Partien. Obwohl sich diese meistens verteuerten, vermochten sie die belgischen Mitstreiter aufgrund deren beträchtlichen, eher abschreckenden Einstände an den Rand des Geschehens zu drängen. Die Trockenheit dezimierte die Bereitstellung von Bunten Salaten aus dem Inland. Alternativen gab es kaum. Die Räumung verlief parallel dazu recht flott. Die Notierungen bewegten sich in der Folge erkennbar nach oben. Diese verbuchten im Extrem Zugewinne von bis zu 45 %, sodass die 9er-Steige bis zu 8,- € erzielte.

Gurken
Bei Schlangengurken herrschten augenscheinlich die einheimischen Anlieferungen vor. Belgische Mengen ergänzten diese in einem leicht verstärkten, niederländischen in einem marginal verminderten Umfang. Trotz einer relativ freundlichen Nachfrage war es schwer, das Angebot glatt unterzubringen. Dadurch kam es eigentlich zu einer Überversorgung. Die Vertreiber mussten ihre Forderungen in der Regel sukzessive zurückschrauben. Dabei klafften die Preise der einzelnen Herkünfte je Sortierung immer weiter auseinander, sodass sich kaliberorientiert Differenzen von bis zu 50 % abzeichneten. Minigurken, den Markt bestimmend aus Deutschland und überdies aus den Niederlanden zugeführt, zeigten eine dazu kontroverse Genese. Ein überschaubarer Zustrom, der teilweise auf manchem Platz sogar Engpässe auslöste, erlaubte nämlich den Verkäufern, ihre Aufrufe mehr oder weniger markant zu erhöhen. Punktuell waren aber gerade die regionalen Erzeugnisse ziemlich billig; sie wurden ab 5,- € je 5-kg-Kiste veräußert.

Tomaten
Das Geschäft dominierten die Abladungen aus Mitteleuropa. Die niederländischen und belgischen Importe überwogen. Die deutschen Zugänge hatten sich verdichtet. Hier und da gewann Polen an Bedeutung. Die Verfügbarkeit war kontinuierlich sehr üppig. Der Warenzufluss korrelierte nicht ausreichend mit den Abgabemöglichkeiten, er überstieg diese oftmals. Zudem baute die Ferienzeit einen zusätzlichen Druck auf. Die Bewertungen von Rispentomaten bewegten sich daher vielfach fortlaufend auf einem niedrigen Niveau, von dem aus sie nochmals häufig einbrachen. Bei Runden Tomaten tendierten sie verschiedentlich nach oben dank einer übersichtlicheren, also knapperen Bereitstellung. Selbst die sonst in dieser Beziehung so stabilen Fleischtomaten, monopolartig aus Belgien stammend, vergünstigten sich: örtlich um bis zu 25 %. Die Kurse von Kirschtomaten aus Italien kletterten infolge der eingeschränkten Produktpalette nach oben. Davon profitierte die niederländische Konkurrenz, die daraufhin einen progressiven Zugriff verbuchen konnte.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren prägten das Marktgeschehen. In einem wenig veränderten Umfang ergänzten dieses die türkischen und belgischen Erzeugnisse. Der Zustrom aus Spanien hatte sich marginal ausgedehnt. Die Wichtigkeit von Polen erhöhte sich zusehends, die von Deutschland blieb rudimentär. Die Intensität von Angebot und Nachfrage harmonierte für gewöhnlich genügend miteinander. Die Preise schwankten in einem gewissen Rahmen ohne gravierende Ausreißer. Merklichere Verteuerungen waren nicht von langer Dauer und mussten bald wieder zurückgenommen werden, um die Umschlagsgeschwindigkeit nicht zu bremsen. Die Differenz zwischen den Notierungen der einzelnen Farbsegmente schmolz auf ein unwesentliches Maß. Eine am Bedarf orientierte Versorgung sicherte den Händlern türkischer Chargen konstante Forderungen, die sie nur gelegentlich wegen doch zu drängender Mengen reduzieren mussten.

Zwiebeln
Bei den Gemüsezwiebeln flossen allein in Hamburg Offerten aus Chile zu. Ansonsten hatten die Abladungen aus Spanien ein völliges Monopol. Der Vertrieb verlief in ruhigen Bahnen. Dabei war der Absatz manchmal so unbefriedigend, dass sich Vergünstigungen kaum vermeiden ließen. In Frankfurt verbuchte man dem entgegen eine flottere Unterbringung. Ein 25-kg-Sack erzielte daher bis zu 14,- €. Bei der Haushaltsware überwogen insgesamt betrachtet zwar noch die überseeischen Importe aus Neuseeland und örtlich aus Australien, aber sie verloren eklatant an Relevanz und die inländischen Produkte gewannen offensichtlich enorm an Bedeutung. Die verdichtete Bereitstellung mündete unweigerlich in abfallenden Kursen, insbesondere bei den deutschen Artikeln. Die italienische und niederländische Konkurrenz konnte sich bis dato dieser Entwicklung meist entziehen. Österreich schickte vorrangig große Kaliber.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Zitronengelbe Orangen, Valencia aus Südafrika, generierten im Vergleich zu besser ausgefärbten Navel selten Beachtung. Es gab nur wenige italienische, stattdessen mehr grüne und ab Donnerstag zudem blaue türkische Feigen. Knappe Himbeeren blieben teuer, dafür dehnte sich die Präsenz von Johannisbeeren und Stachelbeeren aus, was sinkende Notierungen zur Folge hatte. Bei Brombeeren ergänzte Belgien mit 125-g-Schalen. Lose polnische Waldheidelbeeren wurden zu 7,- € je kg gerne eingekauft. Inländische grüne Zucchini konnten trotz alternativer Zufuhren aus Belgien und den Niederlanden preislich leicht zulegen. Die derzeitige Qualität der einheimischen Stangenbohnen überzeugte nicht immer, deswegen gerieten die marokkanische Chargen in den Fokus. Erste Dicke Bohnen aus Hessen wurden am Freitag zu 2,- bis 2,25 € je kg umgeschlagen. Die Bewertungen von Kohlrabi erhöhten sich auf bis zu 0,45 € je Stück. Für Dill musste mit 21,- € je 3-kg-Kiste tief in die Tasche gegriffen werden. Deutsche Austernpilze standen bloß in kleinen Mengen bereit, daher konnte man bis zu 6,- € je 1-kg-Kiste aufrufen. Polnische Offerten kosteten indes 4,- bis 4,50 € je kg. Das Interesse an Pfifferlingen diverser Herkünfte war sehr gut, auch die Läger von Steinpilzen leerten sich diese Woche schneller als zuvor.
Hamburg
Die Umsätze von Ananas und Limetten aus der südlichen Hemisphäre gingen ferienbedingt zurück und die Forderungen wurden vermindert. Sich aufstauende Importe von Melonen aus der Mittelmeerregion vergünstigten sich. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen stießen dank ihrer sauberen Aufmachung und gleichmäßigen Sortierung auf einen freundlichen Zuspruch. Die Kurse für begrenzten Dill und Fenchel aus Deutschland kletterten aufwärts.
München
Aufgrund einer angestiegenen Verfügbarkeit von Beerenobst konnte die Nachfrage mit dem Angebot nicht Schritt halten. Auch der ambulante Handel sorgte nicht für die erhoffte Entlastung des Marktes. Wassermelonen aus dem Mittelmeerraum verbilligten sich. Spanische Melonen konnte man noch zufriedenstellend umgeschlagen. Die Saison von inländischem Rhabarber war beendet. Frischerbsen und Wachsbohnen sowie Buschbohnen und Stangenbohnen blieben im Preis unverändert. Kohlrabi, Chinakohl und Brokkoli verteuerten sich mengeninduziert. Dill kostete mehr als zuvor.
Berlin
Wassermelonen aus Spanien, Griechenland und Italien waren omnipräsent und ihre Kurse zogen ein wenig an. Die vorsichtige Disposition ließ insbesondere kernlose Markenware wieder an der Marke von 1,- € je kg kratzen. Viel zu üppig offerierte Champignons aus Polen vergünstigten sich. Die Zuflüsse von Pfifferlingen aus Serbien, Litauen und Weißrussland verdichteten sich zwar, reichten allerdings nicht aus, um den Bedarf komplett zu decken. Den Notierungen gab dies einen spürbaren Schub und je nach Güte, Kaliber und Herkunft lagen diese zwischen 12,- und 20,- € je kg. Im Gegensatz dazu wurden groß gewachsene Steinpilze, meist aus Rumänien und in ansprechender Qualität genügend vorrätig, mit 14,- bis 17,- € je kg bewertet.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 28 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 19.07.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin