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Die Saison der deutschen Zwetsch(g)en und Pflaumen kommt auf Hochtouren

17. Juli 2018

Lecker, rund und gesund: das sind Pflaumen und Zwetsch(g)en. Von Juli bis Oktober kommen die knackig-prallen Früchte aus den heimischen Anbaugebieten, erntefrisch in die deutschen Supermärkte. Zur Freude der Verbraucher: Denn 41 Prozent der Deutschen zählen die Zwetsch(g)e zu ihrem Lieblingsobst.* Dementsprechend wurden in Privathaushalten auch mehr als 500 g Zwetsch(g)en und Pflaumen pro Kopf** verbraucht.

Bildquelle: Shutterstock.com Pflaumen
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Alle guten Dinge sind blau!

Anders als im Pflaumen- und Zwetsch(g)enjahr 2016, mit einer Erntemenge von knapp 38.000 Tonnen, war 2017 ein trauriges Jahr für die Fans und Erzeuger des blauen Steinobstes. Denn bedingt durch die starken Frühjahrsfröste, Starkregen und Hagel wurden 2017 nur 23.885 Tonnen in Deutschland geerntet – 14.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.** In diesem Jahr sind die Aussichten aber wieder „pflaumenblau“ für Herrmann, Katinka, President, Cacaks Schöne, St.Hubertus oder Auerbacher, Bühler Zwetschge, Ortenauer, Presenta und die Hauszwetsche – wie die bekanntesten heimischen Sorten heißen. Die Saison der heimischen Früchte hat durch die lange Wärmeperiode diesmal sogar etwas früher begonnen und nimmt derzeit stark an Fahrt auf. Die Hauptanbaugebiete der schönen Blauen sind traditionell Baden-Württemberg gefolgt von Rheinland Pfalz, Bayern und Brandenburg, wo diesmal eine überdurchschnittliche Ernte – um 25% im Süden und um 21% im Osten - erwartet wird.**

Alle Zwetsch(g)en sind Pflaumen, aber nicht alle Pflaumen sind Zwetsch(g)en… Denn was wir umgangssprachlich als Pflaumen bezeichnen und als Kuchenbelag verwenden, sind in der Regel Zwetsch(g)en. Selbst wenn Pflaume und Zwetschge – je nach Region auch als Zwetschke, Zwetsche, Prüm oder Quetsche bezeichnet – oft synonym verwendet werden, handelt es sich dabei doch um zwei unterschiedliche Sorten. Beide gehören zu den Rosengewächsen. Die Zwetsch(g)e ist eine Unterart der Pflaume, zeichnet sich durch eine länglich-ovale Form aus und ist etwas kleiner als die Pflaume. Die geschmackliche Vielfalt der Zwetsch(g)e reicht je nach Sorte von aromatisch-mild bis fein-säuerlich. Die meist blau-violetten Früchte besitzen ein gelbes Fruchtfleisch, das sich leicht vom Stein löst. Und auch das ist ein Unterscheidungskriterium: Der Stein ist länglich, flach und an beiden Seiten zugespitzt. Im Gegensatz dazu, ist die Pflaume eher rundlich und hat eine ausgeprägte Bauchnaht. Auch der Stein ist eher rund und bauchig. Das Fruchtfleisch ist meist rot und schmeckt ausgesprochen süß. Auch farblich kann man einen Unterschied ausmachen. Denn Pflaumen gibt es – außer in Dunkelblau – auch  in Rot, Gelb und Grün.

Königliches Obst

logoGleich zwei große Herrscher der Geschichte sollen dafür verantwortlich sein, dass Zwetsch(g)en und Pflaumen heute so weit verbreitet und in vielen Küchen zu Hause sind. Alexander der Große brachte die kleinen Früchte mit in seine Heimat und machte Damaskus zum Zentrum des Pflaumenhandels in seinem Reich. Bis heute gehören Pflaumen und Zwetsch(g)en in der Küche des Nahen Ostens und Orients mit auf den Speiseplan und werden gerne zu Fleisch und anderen herzhaften Speisen gegessen. Karl der Große soll es gewesen sein, der dafür sorgte, das Pflaumen und Zwetsch(g)en in Mitteleuropa systematisch angebaut wurden. Eine Reminiszenz daran ist auch unsere Pflaumen-Tajine mit Hühnchen.

Quelle: BVEO - Deutsches Obst und Gemüse

Veröffentlichungsdatum: 17.07.2018

Schlagwörter

Zwetsch(g)en, Pflaumen, Ernte, Mengen