Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht KW 26: Mittlerweile dominierten die neuseeländischen Äpfel die Vermarktung

05. Juli 2018

Allen voran gab es Braeburn, Royal Gala, Pink Lady und Jazz. Chile beteiligte sich vorrangig mit Pink Lady, Royal Gala und Granny Smith. Argentinien schickte mitunter Evelina, die aber zu klein waren und kaum Beachtung generierten.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Südafrikanische Granny Smith und Cripps Pink ergänzten das Sortiment. Die vielfältige Warenpalette traf auf ein ruhiges Interesse, denn Kernobst befindet sich zu dieser Jahreszeit nämlich nicht gerade im Fokus der Kunden.

Da die Versorgung hinlänglich auf den Bedarf abgestimmt wurde, verharrten die Preise häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Dies war auch bei den alterntigen europäischen Partien der Fall. In diesem Sektor konnte insbesondere auf deutsche und italienische Erzeugnisse zugegriffen werden. Die Verfügbarkeit schrumpfte zusammen. Einheimische Lodi aus neuer Produktion kosteten in Berlin 2,10 € je kg.

Kirschen
Deutschland dominierte vor der Türkei; beide Länder bauten währenddessen ihre Präsenz aus. Früchte anderer Herkunft hatten es schwer, im dichten Markt Fuß zu fassen, so kam es bei den spanischen und osteuropäischen Abladungen zu Vergünstigungen. Die Güte der einheimischen Produkte ließ in der Regel keine Wünsche offen und die Kunden suchten große Kaliber ab 32 mm. Diese verteuerten sich daraufhin. Jedoch fiel die Versorgung an einigen Orten auch zu umfangreich aus, sodass, um Bestände zu vermeiden, die Forderungen gesenkt werden mussten. Dies beeinträchtigte die Unterbringung der bulgarischen, griechischen, polnischen und slowakischen Zuflüsse. In München konnte man die Nachfrage nur knapp decken, was aber keine Auswirkungen auf die Aufrufe der Verkäufer hatte.

Aprikosen
Die Türkei, Spanien und Frankreich stellten den Hauptteil des Sortimentes, welches von Griechenland ergänzt wurde. Nicht überall überzeugte die Qualität, des Öfteren musste die Festigkeit, die Ausfärbung oder der Geschmack bemängelt werden. Zudem mehrten sich die Offerten mit konditionellen Schwächen, welche eine flotten Umschlag benötigten. Insgesamt war das Interesse begrenzt, zeigte sich auf manchen Plätzen als sehr unbefriedigend. Es konnte daher problemlos gestillt werden. Die Bewertungen tendierten eher abwärts als nach oben. Punktuell waren die exklusiven französischen Chargen hiervon ausgenommen. Einheimische Orangered setzte man stetig ab, selbst zu Preisen von bis zu 3,80 € je kg.

Pfirsiche und Nektarinen
Obwohl sich das Interesse an den vorrangigen spanischen und an den italienischen Chargen durchaus freundlich zeigte, was die Abwicklung beschleunigte, waren zu üppige Mengen im Umlauf. Eine Leerung des Lagers klappte nicht immer und mit abschwächender Kondition erhöhte sich der Vertriebsdruck. Selbst qualitativ exklusive Partien aus Frankreich konnten sich den Verbilligungen nicht entziehen. Bloß in Hamburg blieben die Notierungen stabil. Griechenland ergänzte das Sortiment mit minimalen Zufuhren. Erste Platerinas kosteten in Frankfurt zwischen 18,- und 19,- € je 5-kg-Karton. Paraguayos generierten dort eine spärliche Beachtung und ihre Kurse bröckelten ab.

Kiwis
Die italienische Saison endet langsam; punktuell waren Früchte dieser Herkunft schon nicht mehr greifbar. Neuseeland und Chile prägten das Geschehen und die Importe aus Übersee genügten, um den Bedarf zu befriedigen. Angebot und Nachfrage passten in der Regel hinlänglich zusammen, sodass die Preise kaum in Bewegung gerieten. In München litten chilenische Abladungen verstärkt unter einer abnehmenden Festigkeit, was für Vergünstigungen sorgte. In Frankfurt verteuerten sich indes neuseeländische Goldkiwis ein wenig.

Zitronen
Spanische Verna waren auf einigen Märkten konkurrenzlos, auf anderen spielten Eureka aus Südafrika und Argentinien eine bedeutende Rolle. In Hamburg verbilligten sich durch diesen von der südlichen Halbkugel ausgehenden Mengendruck die europäischen Offerten. Das kontinuierliche Interesse konnte meist ohne Probleme gestillt werden und die Notierungen verharrten oftmals auf ihrem bisherigen Niveau.

Blumenkohl
Die Mengen mit einer ansprechenden Güte hatten sich beschränkt, mussten wohl eher als übersichtlich bezeichnet werden. Anfangs bewegten sich die Preise vielfach noch auf einem relativ flachen Niveau. Bald darauf strebten sie jedoch erkennbar nach oben. Triebfeder dafür war ein verbessertes Interesse, das von einem kurzfristigen Temperaturtief initiiert wurde. Zudem drängte das stagnierende finale Spargelgeschäft die Kunden verstärkt in diesen Sektor. Die angestiegenen Bewertungen verhinderten zusehends einen flüssigen Absatz, sodass sie zur Vermeidung von destruktiven Überhängen verschiedentlich wieder reduziert werden mussten. Hier und da konkurrierten marginale polnische Abladungen mit den einheimischen.

Salat
Eissalat stammte vorwiegend aus dem inländischen Anbau, einzig in Köln ausschließlich, ansonsten ergänzend aus den Niederlanden. Die Verfügbarkeit korrelierte in der Regel genügend mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Also oszillierten die Notierungen meistens auf ihrem bisherigen Level, singulär passten sich die der inländischen denen der niederländischen Partien an. Bei Kopfsalat herrschte Deutschland vor, Belgien komplettierte, fehlte aber restlos in Berlin. Wegen der niedrigen Kurse wurden häufig die inländischen Erzeugnisse bevorzugt. Ab und an waren allerdings leichte Verteuerungen etablierbar. Die belgische Ware favorisierte man, wenn der Brennpunkt auf zarten sauberen Blättern lag. Für diese sollte natürlich auch mehr bezahlt werden. Bei den Bunten Salaten mussten die Verkäufer ihre Forderungen oftmals aufgrund einer verdichteten Versorgung, manchmal kraft eines abgeschwächten Zugriffs verringern; seltener konnten sie diese unverändert lassen. Endivien, Feldsalat und Romanasalat spielten nur am Rande eine Rolle.

Gurken
Durch den Wechsel von Winter- auf Sommerkultur hatte sich die Bereitstellung von Schlangengurken aus Mitteleuropa auf einen überschaubareren Rahmen eingeschränkt. Die deutschen Offerten dominierten, niederländische und belgische vervollständigten das Sortiment. Bei einer gleichzeitig zu den übersichtlicheren Mengen befriedigenden Räumung kletterten die Bewertungen vielfach aufwärts und ihre Spannen verbreiterten sich sporadisch durch die divergierenden Aufmachungsarten. Infolgedessen geriet der Vertrieb zum Teil ins Stocken. Die örtlich generell schwankenden Preise korrespondierten direkt mit dem tagesabhängigen Umfang der Zufuhren und mit der Intensität des Interesses. Ausnahmsweise blieben die Aufrufe der Händler währenddem relativ stabil. Schmorgurken entfachten ab 1,20 € je kg einen erfreulichen Zuspruch. Der Bedarf nach Minigurken wurde hauptsächlich mit deutschen, nachrangig mit niederländischen Artikeln gestillt. Diese neigten insgesamt dank ihrer reichlichen Anlieferungen zu Verbilligungen.

Tomaten
Die Märkte waren üppig mit niederländischen und belgischen Rispentomaten und Runden Tomaten ausgestattet. Deutsche Chargen ergänzten in einem angewachsenen Maß. Zusätzliche Erzeugnisse stammten aus Polen und Frankreich. Italien schickte wie Spanien bloß Kirschtomaten. Die Präsenz belgischer Fleischtomaten hatte sich ausgedehnt. Zu Beginn der KW verweilten die Kurse wegen der immensen Versorgung auf einem niedrigen Niveau oder sie fielen sogar weiter ab. Ab Mittwoch ließen sich schließlich erste Anzeichen einer Befestigung erkennen. Eine flotte Nachfrage stützte effizient diese Entwicklung. Zudem stiegen insbesondere die Abgangsnotierungen von den niederländischen und belgischen Früchten meist recht deutlich an. Spitzenreiter waren dabei Rispentomaten, die im Extrem Zugewinne von bis zu 70 % realisieren konnten. Fleischtomaten kosteten bis zu 25 % mehr. Die inländischen Partien zogen bald nach. Fern des Mainstreams versuchte man mit speziellen Varietäten die Verkaufszahlen auszubauen. Dafür gab es zum Beispiel gelbe Runde Tomaten oder Eiertomaten. Außerdem lockten optisch sehr wirksame, werbeträchtige Mixpackungen die Kunden an.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Abladungen prägten augenscheinlich das Geschäft. Nachrangig trafen die türkischen Importe ein. Die spanischen und inländischen Mengen hatten sich leicht verstärkt. Ungarn startete in die Kampagne mit roten und gelben spitzen Formen. Marokko rundete in einem spärlichen Umfang das Sortiment ab. Verschiedentlich harmonierte die Bereitstellung hinlänglich mit der Vertriebsgeschwindigkeit. Dann waren stabile Bewertungen an der Tagesordnung. Diese schwankten jedoch hier und da in einer engen Anbindung an die Intensität des Zustroms der einzelnen Kultivare. Anderswo bewegten sich die Preise im Laufe der Woche konträr: in Berlin sukzessive absinkend und in Hamburg stufenweise nach oben kletternd. Punktuell konnten sich die türkischen Zufuhren verteuern, da sie entweder von den niederländischen mit nach oben gerissen wurden oder sie einen beeindruckenden Zuspruch verbuchten.

Zwiebeln
Der Verkauf von Haushaltsware zeigte einen erkennbaren Umbruch. Neben den alten europäischen Partien aus 2017 floss in anwachsendem Maße neue Ernte auf den Markt. Dabei machten sich vorrangig Italien und Deutschland bemerkbar. Zudem gab es die großen dominierenden Anlieferungen aus Neuseeland. Die australischen Erzeugnisse tauchten lediglich in Hamburg in einem unveränderten Rahmen auf. Da sich die Abnehmer überwiegend auf schalenfeste Chargen fokussierten, sicherte dies dem überseeischen Angebot oftmals konstante Kurse. Ansonsten fielen diese nämlich wegen der ausgedehnten Verfügbarkeit aus der diesjährigen Produktion häufig ab. Die Notierungen der spanischen Gemüsezwiebeln verzeichneten bei einer genügenden Order kaum irgendeine Modulation. Sporadische minimale Verbilligungen basierten auf einer divergierenden Qualität. Die Präsenz der chilenischen Mitstreiter hatte sich enorm vermindert.


Weitere Informationen
Frankfurt
Infolge zu üppiger Mengen vergünstigten sich einheimische Pflaumen, Ruth Gerstetter und Hermann, auf 11,- bis 15,- € je 10-kg-Kiste. Ab Donnerstag waren sogar schon Katinka und die frühreifende Neuheit Juna, eine Kreuzung aus Katinka x Zwintschers Frühe am Geschäft beteiligt. Italienische Black Amber ließen sich zu 1,80 € je kg gut absetzen, die anderen Varietäten an Susuinen sollten bis zu 2,20 € je kg kosten. Ab der Wochenmitte aus Serbien eintreffende Cacaks Frühe waren mit 1,60 € je kg zu teuer. Himbeeren handelte man je nach Stabilität und Ausfärbung ab 0,90 bis zu 2,- € je 250-g-Schale. Die Bewertungen von Brombeeren sanken ab Donnerstag von 2,50 bis 3,- € je 250 g ausgehend abwärts. Das Interesse an Heidelbeeren verbesserte sich ab Mittwoch. Rückläufer aus dem LEH beeinträchtigten allerdings die Unterbringung am Platz. Wassermelonen gab es im Überhang, so musste zur Entlastung mit verringerten Aufrufen gearbeitet werden. Südafrikanische Mandarinen, Nadorcott, traten in Kaliber 1xx und 1x auf. Der Verkauf von grünen Zucchini gestaltete sich positiv, obwohl die Forderungen leicht angehoben wurden. Auberginen waren dagegen nicht so beliebt. Das kleine Kontingent an frischem Knoblauch aus dem Inland konnte zu 5,- bis 6,- € je kg schnell umgeschlagen werden. Die Nachfrage nach Pfifferlingen und Steinpilzen erwachte so langsam. Hilfreich bei Pfifferlingen war auch der auf 10,50 bis 17,- € je kg reduzierte Preis.
Hamburg
Es standen erste einheimische Pflaumen zur Verfügung: Ruth Gerstetter zu 1,50 € je kg und etwas billigere Hermann. Trotz einer ansprechenden Ausfärbung verbuchten die Früchte bloß eine gedämpfte Beachtung.
Köln
Die ersten inländischen Pflaumen traten auf und waren, zumindest gegenüber dem Vorjahr, recht günstig. Am 28. Juni trafen schon wieder die ersten Mandarinen ein: Nadorcott aus Südafrika, zu 29,- € je 10-kgKarton veräußert. Sie generierten indes wenig Interesse. Täglich dehnte sich die Produktpalette von Beerenobst aus, die Abwicklung stockte jedoch. Die Unterbringungsmöglichkeiten von einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen hielt sich in Grenzen. Spargel verteuerte sich nach Saisonende auf bis zu 10,- € je kg.
München
Die guten Wachstumsbedingungen führten in Süddeutschland zu einer raschen Zunahme von Zwetschen. Ihre Notierungen fielen über den Wochenwechsel deutlich ab. Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren verstärkten ihre Präsenz enorm, sodass sich Bestände bildeten. Waldheidelbeeren stammten aus Polen und daneben inzwischen auch aus dem Inland. Die Kurse von Limetten gaben bei intensivierter Versorgung erkennbar nach. Aus Südafrika tauchten Kleinstmengen an Satsumas und genetzten Orangen auf, die allerdings kaum beachtet wurden. Die Aufrufe für knappen Spargel blieben auf festem Niveau. Die Preise für einwandfreie und ansprechende Frischerbsen stiegen merklich an. Üppige Buschbohnen aus Deutschland verbilligten sich und drängten dabei die italienische Konkurrenz aus dem Geschäft. Chinakohl war nicht mehr so massiv wie bisher verfügbar, was leichte Verteuerungen nach sich zog. An Lagergemüse aus der Ernte 2017 wurden nur noch Weißkohl, Rotkohl sowie Pastinaken offeriert. Die Bewertungen für Steinpilze aus Bulgarien und Rumänien bröckelten ab. Erste Kaiserlinge ergänzten das Sortiment.
Berlin
Die diesjährige Saison von Pflaumen war endgültig gestartet. Köstliche Ruth Gerstetter aus Italien und Deutschland fand man bei fast jedem Händler, aber trotz der sehr attraktiven 1,- bis 1,50 € je kg fehlte das Interesse. Angeleno aus Südafrika erging es ähnlich. Einheimische Stachelbeeren kosteten 2,- bis 2,80 € je kg. Auberginen in diversen Farbstellungen und Größen traten verdichtet auf und insbesondere die Abladungen aus der Türkei brachten mit ihren günstigen 1,25 bis 1,50 € je kg Bewegung ins Segment. Obwohl die Forderungen reduziert wurden, konnten die zahlreichen Chargen an frischen Pfifferlingen aus Litauen, Serbien und Weißrussland nicht signifikant Kunden dazugewinnen. Die Anlieferungen von Steinpilzen waren weiterhin gering. Deren Kaliber und Qualität überzeugten jedoch, sodass diese durch die Gastronomie nachgefragt wurden.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 26 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 05.07.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin