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Äpfel: Die Importe aus Übersee beherrschten die Szenerie

28. Juni 2018

Die Importe aus Übersee, allen voran die neuseeländischen und die chilenischen, beherrschten die Szenerie. Neben dominierenden Royal Gala und Braeburn gab es unter anderem Pink Lady, Granny Smith und Jazz.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Erste Cripps Pink aus Chile und Südafrika sowie argentinische Granny Smith komplettierten die Geschäfte. Als Standardverpackung etablierten sich vermehrt 6,5-kg-Verpackungen. Bei einem kontinuierlichen und freundlichen Handel veränderten sich die Bewertungen oftmals nicht. Die Verfügbarkeit der einzelnen Varietäten wuchs an. Das Interesse konnte damit nicht immer Schritt halten. Die Bewertungen bröckelten vielfach ein wenig ab. Im Segment der europäischen Ware verlief die Vermarktung stetig und die Kurse bewegten sich nicht wesentlich. Einheimische Jonagold und Elstar sowie italienische Golden Delicious gab es am häufigsten. In Frankfurt starteten zu einem ungewöhnlichen frühen Zeitpunkt inländische Lodi zu 1,80 bis 2,- € je kg in 10-kg-Gebinden in die diesjährige Saison.

Birnen
Die Nachfrage schwächte sich merklich ab; Steinobst befindet sich eher im Mittelpunkt der Szenerie. Südafrikanische Forelle, Packham`s Triumph und Abate Fetel prägten mit chilenischen Abate Fetel und Forelle das Geschehen. Kleinere Zuflüsse aus Argentinien ergänzten. Aus Europa standen noch immer italienische Abate Fetel sowie Conference aus Belgien und den Niederlanden zur Verfügung, die aber nur abrundenden Charakter hatten. Türkische Etrusca ergänzten in Frankfurt zu 11,- € je 7 kg den Handel, ließen sich aber nur schwerlich unterbringen. Der Umschlag erfolgte generell langsam, aber stetig. Die Vertreiber mussten nicht unbedingt an der Preisschraube drehen, sodass die Notierungen in der Regel konstant blieben.

Erdbeeren
In Bezug auf Angebot und Nachfrage war auf den Märkten ein sehr uneinheitliches Geschehen zu beobachten. In Köln zogen die Preise direkt am Wochenanfang an, da zu wenig Ware bereitstand. In Hamburg war dies erst ab Donnerstag der Fall, hier kosteten die Offerten anfangs so viel wie in der 24. KW. In Frankfurt fielen die Zufuhren zu gering aus, sodass sich für qualitativ ansprechende Partien Verteuerungen etablierten. Anschließend dehnten sich die Abladungen aus und auch die Güte differierte zunehmend, sodass sich eine breite Kursspanne breitmachte. In München steigerte sich das Interesse zur Wochenmitte hin, allerdings konnte es infolge eines eingeschränkten Sortimentes nicht vollends gestillt werden, sodass die Kurse anstiegen. In Berlin waren Früchte mit exklusiven organoleptischen Eigenschaften knapp, sodass die Kunden tiefer in die Tasche greifen mussten. Dies kam den polnischen Alternativen zugute, die daraufhin vermehrt Zugang zum Markt fanden.

Kirschen
Die Türkei und das Inland beherrschten das Geschehen, welches von vielen europäischen Ländern abgerundet wurde. Die großen Kaliber waren bei den Kunden am beliebtesten und die kleineren hatten es in der Regel schwer, an den Mann gebracht zu werden. Die Verfügbarkeit der einheimischen Partien hatte sich merklich ausgeweitet und Ausfärbung sowie Qualität überzeugten meist. Dies erschwerte insbesondere den italienischen, spanischen und französischen Anlieferungen den Marktzutritt; ab und an wurden diese Produkte sogar ausgelistet. Die Preise bröckelten häufig ab, was der zu schwachen Nachfrage und den zu üppigen Zuflüssen zugeschrieben wurde. Eine Räumung gelang jedoch trotzdem nicht durchgängig. In Frankfurt waren deutsche Früchte mit 34 mm+ sehr beliebt; man zahlte 10,- bis 12,- € je kg.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien dominierten, weiteten ihre Präsenz aus und machten es damit Frankreich schwer, seinen Marktanteil auszubauen. Griechenland ergänzte mit sehr geringen Zuflüssen. Die Sortierungen A und AA waren am begehrtesten, kleinere ließen sich nur mit Problemen umschlagen. Der Bedarf war nicht sonderlich stark ausgeprägt. Dies führte in Verbindung mit zu üppigen Abladungen zu fallenden Notierungen. In Berlin waren die französischen Offerten zu teuer, was eine glatte Abwicklung verhinderte. In Frankfurt waren die Produkte zu klein, hier kam das Geschäft erst mit dem Eintreffen größerer Früchte in Schwung. In München bildeten sich trotz einer freundlichen Beachtung Bestände.

Kiwis
Neuseeland herrschte vor; Chile und Italien folgten. Der Bedarf konnte problemlos gedeckt werden. Meist blieben die Notierungen auf ihrem bisherigen Niveau. In Berlin senkten die Vertreiber ihre Aufrufe für die neuseeländischen Importe, die daraufhin schneller abgesetzt werden konnten. In München vergünstigten sich italienische Hayward qualitätsbedingt. In Frankfurt hingegen verteuerten sich neuseeländische Goldkiwi um 2,- € je 5,6-kg-Karton.

Zitronen
Die Präsenz der spanischen Chargen begrenzte sich und auf einigen Plätzen zogen daraufhin die Kurse an, was die Nachfrage aber nicht schmälerte. In Hamburg intensivierten sich die argentinischen Anlieferungen, was in Vergünstigungen mündete. In Köln verbilligten sich die spanischen Produkte ein wenig. Südafrika komplettierte, vorrangig in Hamburg, die Szenerie.

Bananen
Insgesamt herrschte ein kontinuierliches Geschäft vor. Da man die Bereitstellung hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abstimmte, gerieten die Notierungen nicht in Bewegung. Verteuerungen, die man in München versuchte durchzusetzen, wurden von den Kunden nicht toleriert.

Salat
Kopfsalat stammte meist aus Deutschland. Belgische Offerten komplettierten, waren mitunter aber doppelt so teuer wie die einheimischen, sodass ihre Unterbringung nicht ohne Probleme vonstattenging. Auf einigen Plätzen reduzierten die Händler daraufhin ihre Aufrufe. In München stieg der Anteil der einheimischen 6er-Abpackungen im Gesamtsortiment. Bei Eissalat prägte häufig Deutschland das Geschehen, in Frankfurt und Köln hatten indes die Niederlande die Nase vorn. Infolge einer leicht verringerten Versorgungslage zogen die Notierungen bei einer steten Unterbringung ab und zu an. Die Vermarktung inländischer Bunter Salate erfolgte kontinuierlich. Auf den Bedarf abgestimmte Anlieferungen führten in der Regel zu konstanten Forderungen.

Gurken
Das Angebot setzte sich aus einheimischen, belgischen und niederländischen Partien zusammen. Obwohl sich die Zuflüsse nicht intensivierten, deckten sie problemlos die Nachfrage, die sich summa summarum verringert hatte. Mengeninduziert bröckelten die Kurse oftmals ab, was die anschließenden Geschäfte aber nicht zwangsläufig beschleunigte. Lediglich in Köln verteuerten sich die kleineren Kaliber sukzessive. In Frankfurt trafen am Mittwoch sehr umfangreiche krumme Gurken in 18-kg-Mehrwegsteigen ein, die den Handel ziemlich beeinträchtigten. Minigurken aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden wurden oftmals stetig und zu den bisherigen Preisen aufgenommen. Das Interesse wurde ohne Mühen gestillt.

Tomaten
Belgien und die Niederlande dominierten vor Deutschland, Italien und Spanien. Die einheimischen Chargen weiteten ihre Präsenz merklich aus, was sich auf einigen Plätzen negativ auf deren Notierungen auswirkte. Die Nachfrage konnte problemlos befriedigt werden. Allerdings verharrten die Bewertungen oftmals auf dem eher niedrigen Niveau der Vorwoche, da einfach zu viel Ware bereitstand. Nur vereinzelt konnten die Vertreiber ihre Aufrufe ein wenig erhöhen, so etwa in Hamburg und Köln bei den Rispentomaten und in Frankfurt bei den Kirschtomaten. Produkte mit einer schwächelnden Kondition, wie es sie ab und an in Berlin zu sehen gab, waren praktisch unverkäuflich.

Gemüsepaprika
Die Niederlande herrschten vor; die Türkei folgte. Belgien und Deutschland kamen über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. Die Verfügbarkeit blieb in etwa auf dem Stand der Vorwoche; der Bedarf wurde genügend gedeckt. Oftmals fiel die Versorgung etwas zu üppig aus, sodass die Kurse abbröckelten. Auf einigen Plätzen direkt am Montag, auf anderen erst ab der Wochenmitte. Die gesenkten Forderungen beschleunigten mancherorts den anschließenden Verkauf. Die einheimischen gelben und roten Erzeugnisse waren am teuersten, ließen sich in der Regel jedoch trotzdem recht flüssig unterbringen. Türkische Importe wurden stetig abgewickelt und die Preise blieben dabei meist konstant.

Spargel
Zum traditionellen Saisonende schränkten sich die Anlieferungen sehr deutlich ein. Einheimische Stangen überwogen dabei vor niederländischen und polnischen. Auch das Interesse begrenzte sich, dennoch tendierten die Notierungen eher nach oben als nach unten. In Köln und München erhöhten die Vertreiber ihre Aufrufe, was von der Kundschaft auch bewilligt wurde. Auch im Segment des Grünspargels verminderte sich die Verfügbarkeit. In diesem Bereich komplettierten Spanien und Peru das Geschehen. Infolge einer steten, aber reduzierten Beachtung veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich.

Zwiebeln
Bei der Haushaltsware konnte auf neuerntige einheimische Offerten zugegriffen werden; sie stammten aus der Pfalz und Hessen, generierten infolge ihrer hohen Preise aber kaum Zuspruch. Neuseeland dominierte vor den Niederlanden, Italien und Australien. Die Kurse verharrten oftmals auf bisherigem Level, lediglich in Köln vergünstigten sich die Importe aus Übersee. Bei den Gemüsezwiebeln schränkte sich die Präsenz der chilenischen Anlieferungen merklich ein. Spanien bestimmte die Szenerie. Eine kontinuierliche Abwicklung sowie eine überzeugende Qualität sorgten für stabile Notierungen.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die diesjährige Saison mit polnischen Waldheidelbeeren startete zu 4,50 bis 5,- € je 500-g-Holzschale. Erste Orangen, Navel aus Südafrika, wurden am Montag zu 15,- € je 88 Stück angeboten. Schöne Limetten waren gesucht und mit 19,- € je 48/54er-Karton recht teuer. Einheimische Pflaumen, Ruth Gerstätter in 10-kg-Holzsteigen wurden erstmals am Dienstag zu 32,- € bereitgestellt, hier sanken die Kurse bis Freitag aber auf 24,- bis 25,- € ab. Inländische Himbeeren gab es zu üppig und nur Preise ab 1,- € je 250 g reduzierten die Bestände. Deutsche Stangenbohnen und Buschbohnen verkauften sich gut. Erbsen entsprachen qualitativ nicht immer den Wünschen. Belgischer und niederländischer Lauch verteuerte sich auf bis zu 1,50 € je kg. Wenige Steinpilze kosteten 18,- bis 25,- € je kg. Osteuropäische Pfifferlinge vergünstigten sich auf minimal 12,- € je kg.

München
Das süddeutsche Steinobstangebot wurde in der zweiten Wochenhälfte um erste Pflaumen der Sorte Ruth Gerstetter erweitert. Markttäglich stieg das inländische Angebot an Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren. Polnische und bosnische Waldheidelbeeren ergänzten in kleinen Mengen. Limetten blieben nachfragebedingt weiter teuer; Ananas und Mangos konnten ebenfalls vom hochsommerlichen Wetter profitieren. Das Angebot an Rhabarber war in der Menge rückläufig; auch die Nachfrage schränkte sich ein. Zucchini waren reichlich verfügbar und vergünstigten sich. Zunehmende Mengen an einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen wurden billiger. Frischer inländischer Sellerie mit Laub traf ein. Brokkoli stand unter Preisdruck. Für die Gastronomie waren Pfifferlinge interessant.

Berlin
Frische Feigen aus Italien wurden kontinuierlich angeboten. Die Forderungen gaben sukzessive nach und lagen letztlich bei 20,- € je 6 kg. In Kleinstmengen wurden erste einheimische Pflaumen, Ruth Gerstätter, zu 2,20 € je kg verkauft.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 25 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 28.06.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin