Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Neuseeland dominierte mit Braeburn und Royal Gala

21. Juni 2018

Neben Braeburn und Royal Gala ergänzte Neuseeland mit Cox Orange und Kanzi das Geschehen. Aus Chile standen mit Royal Gala, Pink Lady, Elstar, Braeburn und Granny Smith einige Varietäten bereit. Erste südafrikanische Braeburn und Granny Smith traten in Frankfurt in 18-kg-Kisten auf.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Argentinien und Brasilien komplettierten die Zuflüsse aus Übersee. Diese bestimmten die Szenerie, da die europäischen Partien kaum noch anzutreffen waren. Einige einheimische, italienische und niederländische Erzeugnisse gab es noch, allerdings ließ deren Güte immer öfter zu wünschen übrig. Allein in Berlin waren sie noch so begehrt, dass die Früchte der südlichen Hemisphäre ihre Marktbeherrschung nicht weiter ausbauen konnten. Generell konnte der Bedarf mühelos befriedigt werden. Die Kurse verharrten dabei meist auf bisherigem Niveau.

Birnen
Andere Obstsorten befanden sich im Mittelpunkt des Interesses, weshalb die Vermarktung recht ruhig und unspektakulär verlief. Die Nachfrage wurde mit chilenischen, südafrikanischen und argentinischen Importen problemlos gedeckt. Italienische Abate Fetel sowie niederländische und belgische Conference rundeten die Geschäfte ab. Die Notierungen blieben oftmals konstant, sofern die Qualität der Früchte überzeugte. Konditionsschwache Produkte vergünstigten sich selbstredend. In Frankfurt kosteten italienische Sommerbirnen 2,50 € je kg; sie generierten einen passablen Zuspruch.

Tafeltrauben
Die Präsenz der italienischen Zufuhren wuchs an, unter anderem standen Black Magic, Regina und Victoria bereit. Ägypten beteiligte sich ebenfalls mit einigen Mengen am Geschehen. Südafrika und Chile verloren hingegen an Bedeutung; die Offerten litten mancherorts unter einer nachlassenden Haltbarkeit. Türkische Partien überzeugten in Frankfurt hinsichtlich ihres Geschmacks nicht gänzlich. Obwohl sich das Interesse punktuell durchaus freundlich präsentierte, blieben Verbilligungen nicht komplett aus. In Berlin erschwerten Rückläufer aus dem LEH die Geschäfte am Platz.

Erdbeeren
Regenfälle schränkten die Verfügbarkeit erstklassiger Ware auf manchen Plätzen ein. Zudem waren viele Chargen mit einer mangelhaften Güte vorzufinden, sodass sich infolge der uneinheitlichen Qualität die Preisspanne in beide Richtungen öffnete. Erst ab der Wochenmitte verbesserte sich die Lage, da sich die organoleptischen Eigenschaften der Früchte steigerte. Die Unterbringung verlief zunächst sehr langsam, erst zum Wochenende hin griffen die Kunden beherzter zu. Mengeninduziert konnte für hochwertige Partien in der Regel mehr verlangt werden. Rückläufer aus dem LEH beeinträchtigten in München das Geschehen am Markt. Beherrscht wurde das Angebot von inländischen Zuflüssen, belgische und italienische ergänzten es.

Aprikosen
Spanische und italienische Abladungen dominierten das Geschehen vor französischen und griechischen. Türkische Zuckeraprikosen, Sekerpare, dehnten ihre Präsenz aus und wurden in der Regel freundlich aufgenommen. Generell überzeugten die Offerten hinsichtlich Ausfärbung und Geschmack, insbesondere die französischen Partien konnten demzufolge problemlos abgesetzt werden. Der Verkauf der spanischen und italienischen Anlieferungen hingegen stockte ab und an ein wenig. Insgesamt konnte der Bedarf mit Leichtigkeit befriedigt werden. Die Preise blieben meist konstant und mussten nur bei zu weichen Produkten gesenkt werden.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien prägte die Vermarktung vor Italien. Griechenland und die Türkei ergänzten. Die Abladungen wuchsen augenscheinlich an und genügten, um die Nachfrage zu decken. Diese fiel vereinzelt recht schwach aus, mancherorts aber auch durchaus freundlich. Qualitativ ansprechende Ware war in Köln knapp, weshalb die Kurse anstiegen. Ansonsten verharrten die Kurse oftmals auf bisherigem Niveau, sofern die Güte der Offerten keine Wünsche offenließ. In Berlin trafen inzwischen vermehrt große Kaliber ein, was sich negativ auf die Bewertungen der kleineren Sortierungen auswirkte. Paraguayos waren in der Hauptstadt zu umfangreich vorhanden; eine Räumung gelang nicht völlig, was sich negativ auf die Haltbarkeit und später auch auf die Kurse niederschlug. In Frankfurt stießen die Früchte nur auf wenig Beachtung; selbst gewährte Vergünstigungen beschleunigten das Geschäfte nicht merklich.

Kiwis
Neuseeland herrschte vor, Chile und Italien folgten. Die Versorgung harmonierte mit der Nachfrage, die sich mancherorts eher schleppend zeigte. Die Qualität überzeugte meist. Bei einem steten Zugriff seitens der Kunden bewegten sich die Notierungen nicht wesentlich. Nur in München kletterten sie ein bisschen aufwärts.

Zitronen
Inzwischen wuchs die Konkurrenz für Spanien an: Argentinien und Südafrika beteiligten sich vermehrt am Geschehen. Dies wirkte sich negativ auf die Kurse der spanischen Offerten aus, die meist abwärts tendierten. Das Interesse konnte dabei problemlos gestillt werden.

Bananen
Die Unterbringungsmöglichkeiten begrenzten sich augenscheinlich, da andere Obstarten im Mittelpunkt standen. Da die Bereitstellung aber darauf abgestimmt wurde, mussten die Händler ihre Aufrufe nur selten modifizieren. Hier und da sanken die Bewertungen ein wenig ab, mal für die Zweitmarke, manchmal zusätzlich für die Drittmarken.

Blumenkohl
Es gab fast ausschließlich einheimische Chargen, nur in Köln ergänzten belgische in minimalen Mengen das Geschehen. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt, mitunter präsentierte sie sich sehr schwach. Obwohl die angebotene Qualität durchaus überzeugte und die Kopfgrößen den Kunden gefielen, ließen sich Vergünstigungen daher nicht immer vermeiden.

Salat
Eissalat stammte meist aus Deutschland. In Frankfurt trafen daneben belgische, in Köln zudem niederländische Partien ein, die hinsichtlich ihrer Güte vollends überzeugten. Die Bewertungen entwickelten sich bei einem in der Regel steten Zugriff unterschiedlich: In Berlin und Frankfurt zogen sie für knackige Offerten an, in München bröckelten sie hingegen angebotsbedingt ab. In Köln etablierten sich bei den niederländischen Anlieferungen je nach Frische eine breite Preisspanne. Belgischer Kopfsalat war mancherorts doppelt so teuer wie einheimischer, was das Interesse an ihm doch ziemlich schmälerte. Die deutschen Abladungen wurden hingegen stetig abgesetzt und die Notierungen veränderten sich nur selten. In der Hauptstadt zogen sie im Wochenverlauf ein wenig an. Der Verkauf von Bunten Salaten gestaltete sich mengeninduziert mitunter schwierig und die Händler waren ab und an gezwungen, ihre bisherigen Aufrufe zu senken. Endivien aus Deutschland und Belgien wurden kontinuierlich untergebracht und die Forderungen blieben konstant.

Gurken
Das Sortiment setzte sich aus einheimischen, niederländischen und belgischen Zufuhren zusammen. Der Bedarf konnte ohne Schwierigkeiten gedeckt werden, da sich die Zuflüsse intensiviert hatten. Die Kurse blieben oftmals stabil. In Frankfurt bröckelten sie ab der 2. Wochenhälfte ein wenig ab. In München hingegen fielen die Notierungen ab Montag, um ab Mittwoch anschließend stabil zu bleiben. In Hamburg mussten die Kunden für die kleineren Kaliber tiefer in die Tasche greifen. Minigurken aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien wurden stetig verkauft. Polen und die Türkei ergänzten die Szenerie. Das Auftauchen der türkischen Importe setzte in Hamburg die etablierten einheimischen Partien ein wenig unter Druck. Die Bewertungen verharrten meist auf bisherigem Niveau.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor der Türkei und Belgien. Mit spanischen, deutschen und marokkanischen Chargen gab es daneben noch andere Lieferländer, die aber allesamt nur komplettierenden Charakter hatten. Dennoch setzten die neuen günstigeren marokkanischen Produkte in Berlin die etablierten niederländischen unter Druck, da diese ca. 40 % teurer waren und daher in der Kundengunst sanken. Insgesamt war ein uneinheitlicher Handel zu beobachten, in dem die Kurse immer wieder stiegen und fielen. In Hamburg wurde für rote niederländische Offerten anfangs so viel verlangt, dass die Geschäfte stagnierten und erst nach gewährten Vergünstigungen wieder anliefen. In Frankfurt zogen die Preise für türkische Kultivare um bis zu 25 % an. Summa summarum konnte das Interesse ohne Anstrengungen gestillt werden.

Zwiebeln
Bei der Haushaltsware dominierte Neuseeland vor den Niederlanden und Australien. Im Segment der Gemüsezwiebeln prägte Spanien vor Chile das Geschehen. In beiden Bereichen verlief die Unterbringung kontinuierlich, sodass es bezüglich der Notierungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam. Mit ersten frischen einheimischen Offerten wird in den nächsten Wochen gerechnet.


Weitere Informationen

Frankfurt
Eine sehr umfangreiche Bereitstellung bei deutschen Himbeeren führte ab Donnerstag zu merklichen Vergünstigungen, zusätzlich belasteten spanische und portugiesische Importe zu 0,60 € je 125-g-Schale. Das Interesse an Heidelbeeren blieb hinter den Erwartungen. Neu italienische und spanische Feigen räumten zu 4,- bis 5,- € je kg recht flott. Das Interesse an Saftorangen konnte durch ägyptische und marokkanische Chargen gedeckt werden. Diverse italienische und spanische Sorten an Susinen räumten zu 2,50 € je kg befriedigend. Die Saison von Buschbohnen wurde mit Zufuhren aus dem Inland und Polen eröffnet. Erste polnische Wachsbohnen waren ab Donnerstag erhältlich. Gut beachtet wurden deutscher Lauch, sowie Wirsing. Die zu trockene Witterung und die daraus resultierende kleinere Erntemenge führte zu sehr festen Preisvorstellungen bei osteuropäischen Pfifferlingen. Steinpilze waren konditionell sehr instabil, daher verzichtete man zum Wochenendgeschäft auf weitere Lieferungen.

Hamburg
Wegen Zuwächse spanischer Pflaumen, Red Beaut, drifteten die Preise je nach Größe und Rotanteil auseinander. Importe aus Südafrika ließen sich kaum noch vermitteln. Üppig vorhandene Melonen vergünstigten sich. Deutsche Buschbohnen starteten zu 3,80 € je kg und Schneidebohnen zu 3,25 € in die Kampagne; die Notierungen der Konkurrenz bröckelten daraufhin ab. Angesichts des harten Wettbewerbs mussten die Forderungen bei losen Speisemöhren aus dem Mittelmeerraum gesenkt werden.

Köln
Die Marktlage war über die gesamte Woche gesehen geprägt von meist ruhigen Geschäften. Insgesamt erweiterte sich das Sortenspektrum nochmals. So trafen in kleinsten Mengen erste einheimische Heidelbeeren sowie rote Johannisbeeren und Stachelbeeren ein. Vereinzelt traten erste inländische Auberginen auf.

München
Das Beerenangebot vergrößerte sich schnell und wurde mit polnischen Himbeeren und Waldheidelbeeren ergänzt. Das Angebot an Wassermelonen war für die Nachfrage zu umfangreich; für türkische, griechische und italienische Offerten mussten die Bewertungen herabgesetzt werden. Aufgrund des sommerlichen Wetters blieb der Bedarf an Mangos, Papayas und Ananas hoch. Italienische Feigen lösten die brasilianischen Produkte ab. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen blieben knapp; die Notierungen bröckelten dennoch sukzessive ab. Lauch verteuerte sich deutlich. Pfifferlinge wurden nun mit reichlicheren Mengen aus Rumänien und Serbien zugeführt und die Kurse gaben spürbar nach. Steinpilze verknappten sich und die Haltbarkeit war hitzebedingt recht eingeschränkt.

Berlin
Die Präsenz von Beerenobst wuchs merklich an. Himbeeren aus Spanien fanden regen Anklang, insbesondere da die Qualität meistens gut und die geforderten 1,30 bis 1,90 € je 125-g-Aufmachung äußerst ansprechend waren. Brombeeren aus Deutschland und Mexiko generierten zu 3,- bis 4,- € je 250-gSchale kaum Zuspruch. Im Gegensatz dazu wurden rote Johannisbeeren aus heimischen Anbau trotz Preisen von 3,- € je 500 g gerne gekauft. Grüne und rote Stachelbeeren aus Süddeutschland ließen sich zu 3,00 bis 3,50 € je 500-g-Aufmachung flott unterbringen.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 24 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 21.06.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin