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Äpfel: Neuseeländischen Zuflüsse an Braeburn beherrschten das Geschäft

07. Juni 2018

Aufgrund der geringen Vorräte hatte sich die Präsenz der inländischen und italienischen Erzeugnisse merklich vermindert. Von Bedeutung waren nur noch Granny Smith, Elstar und Golden Delicious.

Bildquelle: Shutterstock.com Granny Smith
Bildquelle: Shutterstock.com

Die neuseeländischen Zuflüsse an Braeburn beherrschten das Geschäft; gefolgt von Royal Gala aus Neuseeland, Chile und Argentinien. Pink Lady aus Chile und Argentinien gewannen wie neuseeländische Kanzi an Wichtigkeit. Cox Orange verloren augenscheinlich an Relevanz. Basierend auf der knapper werdenden Sortenpalette konnten sich die Partien aus Europa oftmals leicht verteuern. Kontraproduktiv wirkten sich zuweilen deren zunehmenden Qualitätsunsicherheiten aus, die natürlich unabwendbar in Vergünstigungen mündeten. Die Bewertungen der Artikel aus der südlichen Hemisphäre oszillierten verschiedentlich auf dem Level der Vorwoche. Gelegentlich sackten sie ein bisschen ab wegen der angewachsenen Mengen.

Birnen
Die Anlieferungen von der südlichen Halbkugel waren relativ überschaubar. Packham`s Triumpf, Abate Fetel und Forelle bestimmten das fortwährend eher unaufgeregte Handelsgeschehen. Aus Europa trafen kontinuierlich wenige Chargen an italienischen Abate Fetel sowie spärliche Importe an niederländischen und belgischen Conference ein. Diese Abladungen konnten andauernd durchaus mehr Beachtung generieren als man eigentlich erwartete. Insgesamt gesehen korrelierte das Angebot hinlänglich mit der Nachfrage. Die Vertreiber brauchten somit ihre bisherigen Forderungen kaum zu modifizieren. Bloß manchmal verlief der Warenumschlag zu stockend, sodass die Preise abgesenkt werden mussten.

Tafeltrauben
Die Erzeugnisse aus dem Mittelmeerraum hatten inzwischen die Marktführung übernommen. Die Präsenz von ägyptischen Prime Seedless sowie italienischen Black Magic und Victoria dehnte sich enorm aus. Erste Crimson Seedless und Thompson Seedless aus Europa kamen ins Spiel. Die hohen Einstände der Mittelmeerofferten vereitelten zum einen einen schnellen Verkauf. Parallel dazu wurden diese aber zum anderen gerade durch einen witterungsinitiierten verdichteten Zugriff bestätigt. Hier und da fiel der Zuspruch etwas verhaltener aus, sodass in der Folge die Bewertungen verringert werden mussten. Die Artikel aus Übersee vermochten sich aufgrund ihre Qualität häufiger einer negativen Kursentwicklung zu entziehen, da sie bei den Kunden genügend Interesse hervorriefen.

Kirschen
Die Versorgung hatte sich offensichtlich verstärkt. Die türkischen Anlieferungen herrschten insgesamt betrachtet vor. Nachrangig traf spanische und italienische Ware ein; griechische ergänzte. Inländischen Erzeugnissen aus Süd- und Mitteldeutschland fehlte es bisher an entsprechendem Durchmesser, weshalb sie nicht immer genügend Interesse generieren konnten. Die türkischen und spanischen Mitstreiter vermochten mit ihren organoleptischer Eigenschaften viel mehr zu punkten, was häufig befriedigende Verkaufszahlen garantierte. Aus der angestiegenen Präsenz dieser Produktgruppe resultierten durchgängig Vergünstigungen, da das Angebot die Nachfrage augenscheinlich überragte.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Geschäfte wurden hauptsächlich mit spanischen Abladungen getätigt. Die Bedeutung der italienischen Artikel verdichtete sich zusehends, war aber noch überschaubar. Örtlich tauchten schon griechische Importe auf. Der Anteil an A- und AA-Kaliber dehnte sich erkennbar aus. Die sommerlichen Temperaturen wirkten sich zweckdienlich auf den Absatz aus, der sich merklich intensivierte. Die Einstände der italienischen Früchte blieben mengenbedingt ziemlich hoch, was die Kunden zögern ließ. Die spanischen sowie die griechischen Chargen waren billiger, weswegen sie bevorzugt geordert wurden. Da sich die Verfügbarkeit derart ausgeweitet hatte, brachen die Notierungen generell ein, verharrten bloß bei den weißfleischigen Varietäten einigermaßen auf einem konstanten Level.

Zitronen
Spanien dominierte kontinuierlich den Markt. Hinzu kamen ein paar italienische Abladungen. Da der Zustrom von Verna aus Spanien anhaltend knapp blieb, variierten deren Einstände kaum. Die Kurse verweilten also weiterhin auf einem recht ansehnlichen Level. Überlagerte Primofiori konnten an dieser Entwicklung nicht partizipieren. Mit den ersten Anlieferungen aus Argentinien startete die Übersee-Kampagne. Die 18-kg-Kartons mit 80 bis 113 Stück trafen zwei Wochen früher ein als im Vorjahr. Sie generierten 35,- € je Abpackung, 2,- € mehr als 2017.

Bananen
Das Geschäft zeigte sich von seiner ruhigen Seite. Die Konkurrenz durch das europäische Sommerobst war zu groß. Man hatte die Zufuhren an gereiften Offerten jedoch hinlänglich an die unaufgeregten Verkaufsmöglichkeiten angepasst. Die Preise verharrten somit durchgängig auf einem stabilen Niveau.

Blumenkohl
Die deutschen Erzeugnisse dominierten kontinuierlich den Handel. Daneben gab es französische und in einem spärlichen Maß belgische Zuflüsse. Teils war das Angebot wegen der wachstumsunterstützenden warmen Witterung derart ausgeweitet, dass die Bewertungen bei gleichzeitig entschleunigter Nachfrage reduziert werden mussten. Teils verstand man es, die Bevorratung genügend auf den Zugriff abzustimmen, sodass die Kurse auf einem konstanten Niveau haften blieben. Vor allem die favorisierten 6er-Abpackungen und gerade die französischen Importe konnten sich diesbezüglich besser behaupten. Zu Beginn waren leicht bis zu 9,- € je 6er-Steige drin, zum Freitag hin wurde die 7-EuroMarke durchaus unterlaufen.

Salat
Die Versorgung mit Eissalat aus einheimischem Anbau hatte sich offensichtlich ausgedehnt. Die spanischen Abladungen verloren erkennbar, die niederländischen weniger extrem an Bedeutung. Das Interesse intensivierte sich zwar, konnte aber nicht immer mit den expandierten Anlieferungen Schritt halten. Die Notierungen sanken für gewöhnlich ab. Die inländische Ernte von Kopfsalat hatte sich verdichtet. Die belgischen Ergänzungen verminderten sich. Die stetigen Abverkäufe erlaubten den Vertreibern, ihre Aufrufe anfangs auf einem stabilen Niveau zu fixieren. Zum Wochenende hin konnten sie dieses häufiger sogar marginal anheben, nur bei den belgischen Offerten mussten sie sie gelegentlich nach unten revidieren. Die bunten Salate ließen sich in der Regel flott unterbringen. Die Preise hafteten dann auf einem unveränderten Level. Doch aufgrund der angestiegenen Mengen gerieten sie nach und nach unter Druck. Verschiedentlich tendierten sie schon abwärts. Endivien verzeichneten einen unaufgeregten Bedarf ähnlich wie Feldsalat. Die Forderungen der Vertreiber variierten in diesen beiden Sektoren lediglich unwesentlich.

Gurken
Ein üppiger Zustrom von einheimischen und niederländischen Schlangengurken drängte in den Handel, belgische komplettierten diesen mit nachgeordneter Wichtigkeit. Die Nachfrage war nicht stets völlig befriedigend, zeigte sich hier und da allerdings um einiges freundlicher. Die Bewertungen bewegten sich daher oftmals in ihren bisherigen Spannen. Punktuelle Verteuerungen am Montag hatten die Abnahme kontraproduktiv entschleunigt. Manchmal war das Angebot so groß, dass bloß Verbilligungen die kritische Situation entschärfen konnten. Örtlich gelang es den Kursen zum Freitag hin nicht gerade belanglos nach oben zu klettern. Minigurken stammten hauptsächlich aus niederländischen und nachrangig aus deutschen Kulturen. Dank einer progressiven Umschlagsgeschwindigkeit mussten die Kunden dafür etwas mehr bezahlen. Die Zuflüsse einheimischer und polnischer Schmorgurken wurden ab 2,- € je kg veräußert.

Tomaten
Aus den Niederlanden und Belgien trafen enorm angewachsenen Mengen ein. Zeitgleich dazu weitete sich die inländischen und italienischen Anlieferungen aus. Das Interesse hatte sich zwar wegen der sommerlichen Witterung verdichtet, vermochte aber mit den expandierenden Zufuhren nicht mitzuhalten. Es kam unweigerlich zu einer Überversorgung, teils sogar zu einer eklatanten bis kollapsähnlichen. Die Preise der niederländischen und belgischen Chargen sackten in den Keller. Dabei rissen sie die konkurrierende Ware aus anderen Ländern für gewöhnlich über kurz oder lang mit nach unten. Lediglich selten harmonierte das Maß der Abladungen besser, vielleicht annähernd genügend mit dem des Bedarfs, sodass die Notierungen nicht gänzlich ungebremst abwärts rauschten. Einzig Sonderformen wie italienische Merinda oder französische Eiertomaten konnten sich diesem negativen Trend andeutungsweise entziehen. Sporadisch belasteten zudem Rückläufer aus dem LEH, welche sich nur mittels beträchtlicher Vergünstigungen in den Markt drücken ließen.

Gemüsepaprika
Die spanischen Zuflüsse hatten augenscheinlich an Relevanz verloren. Den Handel beherrschten die niederländischen Importe. Ein routinierter Vertrieb der Waren initiierte häufig relativ konstante Kurse, die bedingt durch eine variable Bereitstellung in engen Grenzen oszillierten. Rote und gelbe Erzeugnisse waren verschiedentlich derart gefragt, dass sie sich verteuern konnten. Grüne Kultivare generierten parallel dazu oftmals einen zu spärlichen Absatz, weshalb sie sich verbilligten. Punktuell mussten die Bewertungen des gesamten Sortimentes reduziert werden, bloß bei den türkischen Partien konnte man sie so gut wie unangetastet lassen.

Spargel
Das Saisonfinale näherte sich allmählich. Die Mengen schränkten sich zwar ein, waren aber vielfach noch zu hoch. Zum einen bildeten sich Überhänge mit einer schnell abfallenden Qualität. Vergünstigungen sollten den ermüdeten Geschäften wieder mehr Schwung verleihen. Manchmal mussten die frischen Neuzugänge mit deutlichen Abschlägen regelrecht in den Markt gedrückt werden. Selbst zum Wochenende hin war eine völlige Räumung dann unmöglich. Zum anderen bewirkte die verringerte Verfügbarkeit eine gewisse Stabilisierung der Preise. Hier und da tendierten diese zum Freitag hin sogar leicht nach oben. Das galt vorrangig für die grünen Stangen in einer optimalen Aufmachung, die mit den kleinen Durchmessern konnten davon nicht profitieren. Ein örtlicher Versorgungsengpass in diesem Sektor verhalf der niederländischen Konkurrenz zu Verkäufen ab 4,25 € je kg.

Zwiebeln
Teils litt die einheimische Haushaltsware oftmals an Konditionsmängeln und die Zulieferungen wurden eingestellt. Niederländische Abladungen sollten diese dann substituieren, woraufhin sie sich verteuerten. Die österreichischen Mitstreiter zogen nach. Teils konnten die deutschen Produkte durchaus fortlaufend überzeugen, weshalb ihre Preise unverändert blieben. Die Kurse neuseeländischer Importe stagnierten. Vereinzelt brach jedoch die Nachfrage ein wegen kontinuierlicher Güteschwächen. Rote Zwiebeln trafen aus Ägypten ein. Gemüsezwiebeln flossen überwiegend aus Spanien zu. Die chilenische Alternativen fehlten in Berlin und München. Ihre Bewertungen waren überaus konstant.


Weitere Informationen
Hamburg
Satsumas aus Südafrika eröffneten Ihre Vermarktung mit Kaliber 1X zu 12,- bis 14,- € pro 10-kgEinheit. Erste süddeutsche rote Johannisbeeren kosteten 3,25 € je 500 g und Himbeeren 2,60 € je 200-g-Schale. Bei der Hitzewelle gingen Melonen aus dem Mittelmeerraum sehr flott. Angestiegene Mengen ließen aber keinen Bonus zu. Wachsbohnen und Buschbohnen starteten aus Polen kommend zu 4,75 € je kg und aus Italien stammend zu 3,25 € je kg. Speisemöhren aus Israel begannen ihre Kampagne zu 11,50 € je 9-kg-Karton. Lauch aus Spanien generierte 1,50 € je kg. Zum Ernteauftakt brachten einheimische Zucchini 8,- € je 5-kg.
München
Erneut wurden niedrigere Preise für Rhabarber verzeichnet. Bei Auberginen mussten sich die Vertreiber von ihren festen Forderungen trennen. Auch Zucchini gerieten diesbezüglich unter Druck. Hier war erstmals ein geringes Angebot aus einheimischer Produktion verfügbar. Die Präsenz von Mangold und Stangensellerie aus den Inland verstärkte sich. Italienischer Radicchio wurde mit deutscher Ware ergänzt. Durch eine intensivierte Bereitstellung verbilligten sich Steinpilze und Pfifferlinge aus Rumänien und Bulgarien. Sukzessive wuchs das Interesse seitens der Gastronomie an.
Berlin
Große Mengen spanischer Kulturheidelbeeren in den unterschiedlichsten Aufmachungen, meist Rückläufer aus dem organisierten LEH, aber qualitativ stabil, überschwemmten buchstäblich den Markt. Die regulären Notierungen lagen bei 0,75 € je 125 g, was dennoch häufig keinen Verkauf garantierte. Bei Frühlauch aus Deutschland, den Niederlanden und Portugal hob sich das Kursniveau merklich, allerdings zeigte dies keine negativen Auswirkungen auf den Absatz. Die Saison für hochwertige Speisepilze war endgültig eröffnet. So fand man reichlich weiße und braune Champignons in diversen Abpackungen am Fruchthof vor. Dabei dominierten die polnischen Partien, welche sich zwischen 1,80 und 2,30 € je kg einpendelten. Komplettiert wurden diese von attraktiven frischen Pfifferlingen aus Litauen und Weißrussland, die 18,- bis 23,- € je kg kosteten. In sehr überschaubaren Abladungen buhlten erste Steinpilze aus Rumänien zu 22,- € je kg sowie Morcheln aus der Türkei zu 48,- € je kg um die Gunst der Kunden. Bei den äußerst seltenen Kaiserlingen war dies hingegen nicht nötig, denn die einmaligen, geradezu homöopathischen Ankünfte wurden trotz der aufgerufenen 55,- € je kg innerhalb weniger Stunden geräumt.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 22 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 07.06.2018

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin