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Brandenburg: Die Versorgungssituation der Packer ist angespannt

04. Juni 2018

Es ist derzeit sehr schwierig, ausreichend Kartoffeln zu ordern. Teils werden noch Restbestände alterntiger Knollen für die Discounter gepackt. Noch sind ägyptische Importe verfügbar. Mehlig kochende Ägypter laufen jedoch aus. Diese werden durch israelische Frühe ersetzt. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 21. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Spanische Frühkartoffeln werden dieses Jahr erst später geliefert. Die alterntige Lagerware und auch die festkochenden und vorwiegend festkochenden ägyptischen Importe werden auf dem Preisniveau der Vorwoche gehandelt. Während zum Himmelfahrtswochende reichlich Speiseware von den Handelsketten geordert wurde, blieb der erwartete Nachfrageboom zu Pfingsten aus. Die Preise für Schälkartoffeln bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Die Feldbestände benötigen dringend Wasser.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für alterntige Packware und Schälkartoffeln halten weiter das Vorwochenniveau. Die importierten Frühkartoffeln werden ebenfalls auf dem Niveau der vergangenen Woche gehandelt. Zum Pfingstfest ist weniger Speiseware von den Handelsketten abgerufen worden als erhofft. Möglicherweise sind die Konsumenten durch die Feiertagseinkäufe der Vorwochen noch gut mit Kartoffeln eingedeckt gewesen. Einige Packer nehmen in der kommenden Kalenderwoche alterntige mehlig kochende Knollen aus dem Sortiment, vorwiegend festkochende Kartoffeln aus der Ernte 2017 laufen noch zwei Wochen länger, festkochende Sorten bis Mitte Juni. Ab der 23. KW werden die ersten Frühkartoffeln aus dem Breisgau hierzulande abgepackt. Das langanhaltende sonnige und windige Wetter sorgt für akute Trockenheit auf den Feldern, wer kann beregnet.

Sachsen
Die erwartete Nachfragebelebung zum Pfingstfest ist weitgehend ausgeblieben. Auch zu den vorhergehenden Maifeiertagen war die Nachfrage der Handelsketten nicht wie erwartet angezogen. Das Preisniveau für alterntige deutsche Lagerware zum Packen und Schälkartoffeln bleibt unverändert auf dem Vorwochenniveau. Die Qualität der Kühlhausware lässt durch die hohen Außentemperaturen derzeit sehr schnell nach, sobald die Kartoffeln das Kühlhaus verlassen haben. Die Knollen bilden unverzüglich Keime. Die Lieferung spanischer Frühkartoffeln verzögert sich. Erste Importe aus Spanien werden erst in der 23. Kalenderwoche erwartet. Bis dahin müssen die Restbestände der ägyptischen Importe reichen. Teils werden diese, insbesondere die mehlig kochenden Sorten, durch hochpreisige israelische Frühkartoffeln ersetzt. Die Planung im Packgeschäft ist derzeit sehr schwierig, da die Verfügbarkeit der Kartoffeln entsprechend der bereits mit dem Handel geplanten Programme nicht immer gegeben ist.

Sachsen - Anhalt
Das Preisniveau für alterntige deutsche Speisekartoffeln bleibt unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Der Absatz zum Pfingstwochenende entsprach teils den Erwartungen hiesiger Packer, teils war mehr Nachfrage erhofft worden. Der Anteil importierter Frühkartoffeln im Sortiment nimmt zu. Die Lieferung spanischer Frühkartoffeln verzögert sich allerdings in diesem Jahr. Ägyptische Importe laufen langsam aus. Hochpreisige israelische Frühe ergänzen das Sortiment. Insbesondere bei den mehlig kochenden Sortentypen wird das Angebot knapp. Teils sind noch Absortierungen aus der Pflanzkartoffelproduktion, wie die mehlig kochende Sorte Melody, in guter Qualität verfügbar. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln verharren auf dem Vorwochenniveau.

Thüringen
Die erwartete Nachfragebelebung zum Pfingstfest ist nicht im erwünschten Umfang eingetreten. Nach wie vor ist noch alterntige Lagerware in allen Kochtypen verfügbar. Das deutsche Sortiment wird durch Importe aus Ägypten, Israel und teils noch aus Zypern ergänzt. Das Preisniveau der heimischen Speiseware und der ausländischen Frühkartoffeln verharrt auf dem Niveau der vergangenen Berichtswoche. Die Schälkartoffeln werden ebenfalls auf dem Vorwochenniveau gehandelt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 04.06.2018

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Brandenburg, Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland, Packer