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Studie: Preisanstieg bei Amazon-Fresh-Artikeln

30. Mai 2018

Vor einem Jahr ging der Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh an den Start. Zum damaligen Zeitpunkt wurde laut einer Studie des Vergleichsportals guenstiger.de jedes zweite Produkt beim Versandriesen preiswerter als bei den konkurrierenden Lieferdiensten von Rewe und Kaufland gelistet.*

Foto © Amazon
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Ob sich das Blatt mittlerweile gewendet hat, wollten die Experten bei ihrer aktuellen Untersuchung herausfinden und prüften die Warenkörbe erneut. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Amazon-Stichproben sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Zwar liefert der Versandriese immer noch mehrheitlich die günstigeren Angebote, doch der Abstand zu Rewe hat sich deutlich verringert. Kaufland hat dagegen das Feld geräumt.

Im Mai 2017 verglich guenstiger.de die Preise von insgesamt 100 Amazon-Fresh-Produkten mit denen von Rewe und Kaufland. Dabei zeigte sich, dass die Artikel bei Amazon im Schnitt 15 Prozent weniger als bei Rewe und 8 Prozent weniger als bei Kaufland kosteten. Die Angebote von Kaufland konnten in diesem Jahr nicht erneut geprüft werden, denn das Unternehmen hat seinen Lieferdienst mittlerweile eingestellt – der Service ließe sich laut eigenen Angaben nicht kostendeckend betreiben.

Abstand zu Rewe verringert sich

Beim direkten Vergleich zwischen Rewe und Amazon zeigt sich eine deutliche Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. Kosteten die Waren 2017 bei Amazon Fresh im Schnitt 15 Prozent weniger als bei Rewe, ist die Differenz nun auf 4 Prozent geschrumpft. Damals konnte Amazon bei 86 Prozent der Produkte einen niedrigeren Preis als Rewe liefern. Bei der aktuellen Studie schaffte es der Versandriese nur in 54 Prozent der Fälle günstiger als Rewe zu sein. Rewe wiederum konnte im vergangenen Jahr nicht ein einziges Mal Amazon Fresh unterbieten – nun gelang es ihm bei 19 Prozent der Stichproben.

Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen

Bei beiden Lieferdiensten sind die Waren im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden, bei Rewe allerdings mit durchschnittlich 5 Prozent nicht ganz so stark wie bei Amazon mit 20 Prozent. Knapp über zwei Drittel der Amazon-Artikel sind teurer geworden, im Schnitt um 32 Prozent. Bei Rewe kostet rund die Hälfte der Produkte mehr. Hier müssen im Schnitt 15 Prozent mehr investiert werden als in 2017. Dagegen sind 22 Prozent des Rewe-Sortimentes jetzt günstiger erhältlich, bei Amazon sind 16 Prozent der Stichproben preiswerter geworden. „Amazon scheint seine Kampfpreise aus dem Vorjahr nicht halten zu können und verlangt bei zahlreichen Produkten nun mehr Geld“, sagt Nicole Berg, Communications Manager bei guenstiger.de. „Rewe nähert sich auf der anderen Seite durch Preissenkungen an das niedrigere Amazon-Preisniveau an“.

Liefergebühren sind entscheidend

Für den Dienst von Amazon Fresh sind sowohl eine Prime-Mitgliedschaftsgebühr von 69 Euro jährlich als auch monatliche Kosten von 9,99 zu zahlen, was 15,74 Euro im Monat ergibt. Damit kann unbegrenzt kostenfrei eingekauft werden, vorausgesetzt ein Mindestbestellwert von 40 Euro wird erreicht. Weitaus günstiger sind da die Kosten für den Lieferservice von Rewe. Erst kürzlich wurden hier neue Lieferflat-Optionen eingeführt, die sich anhand der Liefertage und Laufzeit bemessen, sodass monatliche Gebühren zwischen 5,83 Euro und 9,99 Euro anfallen (ebenfalls bei einem Mindestbestellwert von 40 Euro). Ohne Flat belaufen sich die Kosten pro Bestellung auf bis zu 5,90 Euro, wobei ab einem Warenkorb von 120 Euro der Versand in bestimmten Lieferfenstern umsonst ist. „Aus Sicht der Versandkosten empfiehlt sich der Rewe-Lieferservice ohne Flat für Verbraucher, die ein- oder mehrmals im Monat eine Großbestellung tätigen“, so Berg. „Die Rewe-Lieferflat eignet sich für Vielbesteller und bietet eine preisgünstigere Alternative zum monatlichen Gebührenmodell von Amazon Fresh.“

*guenstiger.de-Studie Mai 2017

Quelle: guenstiger.de

Veröffentlichungsdatum: 30.05.2018

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Studie, Preisanstieg, Amazon-Fresh, Artikeln