Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Südafrikanische und chilenische Birnen führten sehr deutlich das Sortiment an

03. Mai 2018

Südafrika und Chile bauten ihre Sendungen aus und führten mittlerweile sehr deutlich das Sortiment an. Südafrikanische Produkte waren recht üppig verfügbar. Neben Packham`s Triumph und Forelle komplettierten beispielsweise Rosemarie und Flamingo das Geschehen.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Aus Argentinien stammten Williams Christ und Packham`s Triumph. Chile beteiligte sich zudem mit Forelle und Neuseeland mit ersten Doyenné du Comice. Die Zuflüsse von der südlichen Hemisphäre drängten die europäischen immer weiter zurück: Abate Fetel aus Italien konnten ab und an zwar hinsichtlich ihrer Güte noch überzeugen, hatten summa summarum aber nur abrundenden Charakter und auch die Saison von Santa Maria endet langsam. Türkische Santa Maria kosteten in Berlin 2,40 € je kg. Insgesamt gelang es, das Interesse zu stillen. Die Kurse verharrten meist auf bisherigem Niveau. Verschiedentlich mussten die Vertreiber ihre Aufrufe abmildern, so etwa in Hamburg für Artikel, deren Haltbarkeit unsicher schien.

Tafeltrauben
Kernlose Offerten befanden sich andauernd im Fokus der Kunden, so generierten vor allem Thompson Seedless und Crimson Seedless hinreichende Beachtung. Südafrika, Chile und Indien stellten viele Sorten bereit, Peru ergänzte vorrangig mit Red Globe und Crimson Seedless. Generell herrschte ein ruhiger Vertrieb vor. Der Grad der Versorgung und die Intensität der Nachfrage stimmten überein. Wesentliche Veränderungen der Bewertungen waren somit eigentlich nicht auszumachen. In Hamburg sackten die Notierungen mancher Chargen ab infolge einer wechselhaften Wetterlage, die sich vermindernd auf den Zugriff auswirkte. In Köln weitete sich die Preisspanne qualitätsinitiiert in beide Richtungen aus. In Frankfurt wuchs das Volumen an beliebten 8,2-kg-Kartons im Angebot an.

Kiwis
Der italienische Zustrom dominierte. Griechenland und Frankreich waren nahezu gleichrangig am Sortiment beteiligt. Türkische Importe ergänzten in Berlin und Frankfurt das Geschehen. Die Unterbringung erfolgte stetig und die Notierungen blieben in der Regel konstant. Lediglich in Berlin bröckelten sie bei den italienischen Offerten ein wenig ab. In Köln präsentierten sich die Produkte recht hart, was die Abwicklung ziemlich bremste.

Orangen
Bei einer abklingenden Saison reichten spärliche Anlieferungen aus, um den Bedarf zu decken. Bei frühlingshaften Temperaturen gestaltete sich die Vermarktung kontinuierlich ruhig. Saftorangen waren bei den Kunden am beliebtesten. Überzeugte die Qualität der Chargen, so wurde für die Bewertungen meist das Niveau der Vorwoche bestätigt. Spanien herrschte dabei mit Lane Late und Navelate vor, israelische Valencia Late und marokkanische Salustiana komplettierten. Die Kampagne der italienischen Blondorangen stand vor ihrem Abschluss.

Zitronen
Spanische Früchte war allein auf weiter Flur: Neben den lange etablierten Primofiori gab es inzwischen auch Verna, die beispielsweise in Berlin 23,- € je 10-kg-Kiste kosteten. Die Kurse blieben oftmals konstant. In München senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, was die Geschäfte durchaus anregte. In Köln kletterten die Notierungen marginal aufwärts.

Bananen
Infolge angestiegener Temperaturen schränkte sich die Nachfrage ein. Die Bereitstellung wurde daraufhin reduziert, was die bisherigen Bewertungen bestärkte. Dennoch kam es vermehrt zu Vergünstigungen: In Frankfurt waren hiervon die Drittmarken, in Köln die Zweitmarken und in Hamburg sowie Berlin beide Sektoren betroffen. In Köln verteuerte sich die Erstmarke ein wenig.

Blumenkohl
Die französischen Anlieferungen herrschten vor. Die italienischen Artikel näherten sich ihrem Saisonende, was leicht an den rückläufigen Zufuhren abzulesen war. Die inländische Ernte hatte sich ausgedehnt. Zuerst glänzte sie durchaus mit einer ansprechenden Qualität, doch bald traten verschiedentlich Blattvergilbungen auf und die Köpfe waren nicht genügend dichtstehend. Das drängte die Kunden verstärkt wieder zur ausländischen Konkurrenz. Das Interesse zeigte sich eher von seiner unaufgeregten Seite. Die Notierungen pendelten generell zwischen 6,- bis 8,- € je 6er-Abpackung. Dabei neigten sie öfters zur Schwäche, blieben häufig aber auch stabil. Seltener stiegen sie zum Wochenende hin an. Inländische Produkte erzielten hingegen schon mal bis zu 8,80 € je 6er-Kollo. Die praktisch schneeweißen Blumen der spanischen Ware löste punktuell geradezu Begeisterung aus.

Salat
Das Monopol Spaniens im Sektor Eissalat setzte sich ungehindert fort. Der Zustrom war allerdings anhaltend überschaubar. Die Bewertungen bewegten sich unisono in eine Richtung: nämlich nach oben. Lediglich in Köln oszillierten sie in einer gewissen Spanne auf und ab. Bei Kopfsalat verlor die belgische Kampagne sukzessive an Bedeutung. Die Präsenz der dominierenden inländischen Abladungen wuchs unterdessen kaum an. Italienische Partien waren fast völlig vom Platz verschwunden. Durch die Verknappung des gesamten Angebotes strebten die Preise offensichtlich nach oben. Das drosselte zusehends den Verkauf. Zum Freitag hin vergrößerte sich die Bereitstellung von Offerten aus dem einheimischen Freilandanbau augenscheinlich. Zudem entschleunigten manchmal nässegeschädigte Chargen aus Deutschland die Abnahme. Es etablierten sich daher unweigerlich Vergünstigungen. Bei den Bunten Salaten überwogen die einheimischen Zuflüsse. Die Zugänge aus Italien verminderten sich enorm und die Importe aus Frankreich wurden teilweise gänzlich aufgegeben. Der inländische Wechsel von Glashäusern zu geschützten Kulturen im Freiland trug mit der damit verbundenen Mengenexpansion in diesem Segment zu einem Kursverfall bei. Die 9er-Steige wurde zum Schluss örtlich ab 5,- € umgeschlagen. Endivien und Feldsalat büßten der Jahreszeit gemäß an Beachtung ein. Trotzdem vermochten die Vertreiber ihre Forderungen meistens auf einem relativ konstanten Niveau zu fixieren, da sie die Versorgung hinlänglich an den geschmälerten Bedarf angepasst hatten.

Gurken
Die deutschen Anlieferungen von Schlangengurken herrschten vor, die belgischen und niederländischen Früchte komplettierten sie. Durch den Ausklang der spanischen und griechischen Saison war eine Lücke aufgebrochen worden, die die mitteleuropäische Produktion nicht genügend füllen konnte. Die Verfügbarkeit hatte sich eingeschränkt. Angestiegene Notierungen auf der Erzeugerebene drängten die Einstände auf den Märkten nach oben. Die unvermeidlichen Verteuerungen wirkten sich aber nicht so bremsend auf das Interesse aus wie befürchtet. Der Zugriff konnte weiterhin durchaus befriedigen. Zu arg intensivierte Zufuhren aus dem Inland induzierten punktuell Verbilligungen. Das riss dann die niederländische und belgische Ware gleich mit nach unten. Bei Minigurken bestimmten die Niederlande und Deutschland das Geschehen. Die Händler konnte ihre Aufrufe vielfach auf einem unveränderten Level festmachen. Verschiedentlich mussten sie diese jedoch zum Wochenende hin absenken. Krumme Gurken wurden bisweilen recht flott geordert.

Tomaten
Die Abladungen aus den Niederlanden hatte man ein wenig aufgestockt, die aus Belgien waren nicht so üppig. Ihre organoleptischen Eigenschaften vermochten inzwischen merklich mehr Kunden anzulocken, was die Abnahme logischerweise beschleunigte. Die Bedeutung von Spanien schmälerte sich stärker als die von Italien. Der inländische Zustrom wuchs unterdessen marginal an. Marokko, Frankreich und Senegal ergänzten im Minimalbereich. Die Bewertungen oszillierten für gewöhnlich in einem relativ engen Intervall. Davon abweichend fielen sie wegen einer angestiegenen Versorgung bei den deutschen Mengen, wobei sie dennoch andauernd auf einem hohen Niveau verhaftet blieben, sowie hier und da bei den italienischen und niederländischen Kirschtomaten. Die Fleischtomaten, dominierend aus Belgien stammend, vergünstigten sich ab und an ebenso. Vereinzelt konnten die Verkäufer ihre Forderungen bei den belgischen Runden Tomaten anheben, da diese lediglich in einem unzulänglichen Umfang vorrätig waren. Die Nachfrage nach Sonderformen verdichtete sich. So wurden gelbe und orange Rispentomaten aus den Niederlanden schnell geräumt. Eine gute Beachtung generierten zudem die niederländischen Abpackungen von Kirschtomaten mit drei Farbrichtungen. Außerdem initiierten die französischen Importe von historischen Sorten einen befriedigenden Zuspruch.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren überwogen erkennbar, sie hatten sich dabei leicht ausgedehnt. Spanien verlor an Relevanz, verschiedentlich sogar in einem prägnanten Maß. Auch die türkischen Anlieferungen verringerten sich, während sich die Präsenz der belgischen Offerten bloß graduell veränderte. Die Notierungen tendierten in der Regel spätestens ab Mitte der Woche augenscheinlich nach oben. Örtlich traf dies jedoch nur für die roten und gelben Kultivare oder für die frisch zugeflossene Ware zu. Grüne Früchte verbilligten sich gelegentlich, gelbe hingegen spärlicher. Für die spanischen Chargen weitete sich durch den Anbauwechsel von Almeria mit auslaufender zu Murcia mit beginnender Kampagne die Kursspanne infolge einer divergierenden Qualität der Artikel. Bei den türkischen Produkten brauchten die Vertreiber ihre Aufrufe aufgrund einer genügenden Umschlagsintensität nicht wesentlich zu modifizieren.

Zwiebeln
Mit dem Eintreffen erster chilenischer Gemüsezwiebeln verbreiterte sich das Sortiment. Die Chargen waren zwar teurer als die spanische Konkurrenz, generierten aber schon einiges an Beachtung. Bei der Haushaltsware litten insbesondere die einheimischen Produkte zunehmend an erkennbaren Austrieben, was die Unterbringung ziemlich beeinträchtigte. Australische und neuseeländische Importe bestachen mit ihrer ansprechenden Qualität und waren diesbezüglich den europäischen Mitstreitern überlegen. Sie verbilligten sich hier und da. Die Niederlande und Österreich rundeten dieses Segment mit geringen Mengen ab und mancherorts stiegen deren Kurse leicht an. Ansonsten blieben die Notierungen unverändert.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Nachfrage nach Himbeeren war freundlich. Neben spanischen und portugiesischen Partien traten immer mehr niederländische Offerten in 125-g- und 150-g-Schalen auf. Erstmalig konnte auch auf spanische gelbe Abladungen zugegriffen werden. Das Angebot an Steinfrüchten wurde durch griechische gelbe Pfirsiche sowie spanische Paraguayos verbreitert. Marokko schickte Pfirsiche in Kaliber B, die günstig zu 2,30 € je kg umgeschlagen wurden. Marokko und Spanien starteten in die Vermarktung von Wassermelonen. Je nach Sorte und Marke lagen die Bewertungen zwischen 1,40 und 2,- € je kg. Zum Wochenbeginn standen erstmals deutscher Dill in 5er-Bunden zu 1,80 € und lose Petersilie als Ergänzung bereit. Knapper Kohlrabi aus dem Inland und Italien wurde zu 0,70 bis 0,75 € je Stück recht hochpreisig veräußert. Frische Pfifferlinge wurden zu 35,- bis 40,- € je 1-kg-Spankorb zögerlich gekauft. Neuer deutscher Chinakohl war ab Donnerstag zu bekommen.

Hamburg
Erste per Flieger eingetroffene türkische Süßkirschen kosteten 14,- € je kg; in puncto organoleptischer Eigenschaften gab es noch Luft nach oben, bloß geschmacklich überzeugten die Früchte schon. Gelbfleischige Nektarinen aus Spanien eröffneten ihre Kampagne zu 17,- € je 4-kg-Steige mit 30 Stück und spanische Pfirsiche zu 12,- bis 17,- € je 4 kg die Saison. Für kernarme spanische Wassermelonen sollte man 1,50 bis 1,70 € je kg zahlen. Erste Melonen aus Marokko sowie Grapefruits aus Südafrika sind für die 18. KW avisiert. Lose Speisemöhren aus Italien wurden zu 10,- € je 9-kg-Karton abgewickelt.

Köln
Zum Freitag hin waren nur vereinzelte Partien an Mandarinen platziert worden. Die Preisfindung basierte auf reiner Verhandlungssache. Ungeachtet einer ansprechenden Qualität verlief die Unterbringung von Himbeeren sehr schwierig, da die Bewertungen zu hoch ausfielen. Bis zum Wochenende vergünstigte sich Rhabarber auf unter 1,- € je kg. Am Freitag tauchte erster deutscher Spitzkohl auf.

München
Neben marokkanischen Pfirsichen und Nektarinen waren schon erste spanische Artikel mit Kaliber B sowie Kleinstmengen an Paraguayos zu bekommen; chilenische Abladungen zogen sich hingegen immer weiter zurück. Das bisher von mittel- und südamerikanischen Früchten geprägte Angebot von Melonen schwenkte vermehrt zu spanischen Chargen um. Eine temperaturbedingte Belebung des Interesses führte bei Mangos, Ananas, Papayas und Limetten zu erneuten Absatzsteigerungen. Spanische und portugiesische Himbeeren und Kulturheidelbeeren standen in größerem Umfang bereit und generierten eine freundliche Abnahme. Die Zuflüsse von spanischem und italienischem Brokkoli schränkten sich der Saison gemäß ein, sodass die Händler ihre Aufrufe durchaus anheben konnten. Bei Chinakohl überschnitt sich nach Eintreffen erster neuer inländischer Offerten die Vermarktungszeit der letztjährigen und die der diesjährigen Ernte; neben Spanien ergänzte auch Ungarn durch frische Rodungen. Aus Polen gab es final Lagerware. Italienischer Kohlrabi war knapp, was die Forderungen trotz der oftmals kleinen Sortierungen verfestigte. Radieschen aus inländischer Freilandproduktion traten intensiver auf. Es konnte auf erste einheimische Rote Bundrettiche zugegriffen werden. Die Präsenz italienischer Hybridrettiche begrenzte sich und die Notierungen kletterten aufwärts. Mit dem Kampagnenstart von krauser Petersilie aus südwestdeutscher Produktion sanken die Kurse der italienischen Anlieferungen zumindest leicht ab.

Berlin
Mandarinen, hauptsächlich Orri aus Israel und seltener aus Spanien, initiierten eine konstante Nachfrage. Zudem wurden marokkanische Nadorcott als Rückläufer aus dem organisierten LEH zu äußerst günstigen 1,- € je 1-kg-Netz regelrecht in den Markt gedrückt. Am Montag tauchten erste Paraguayos aus Spanien auf, welche in gelegter Aufmachung 15,- € je 3-kg-Karton kosteten. Am Freitag bot ein Händler erste griechische Pfirsiche zu 5,50 € je kg an. Üppig vorhandene Radieschen aus der Pfalz wickelte man zu 0,40 bis 0,50 € je Bund ab. Die Anlieferungen von Rhabarber aus Deutschland verstärkten sich und die Bewertungen lagen bei etwa 1,35 € je kg.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 17 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 03.05.2018

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin