Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Apfelimporte aus Übersee gewannen merklich an Relevanz

26. April 2018

Vor allem die neuseeländischen Importe gewannen merklich an Relevanz. Royal Gala sowie Cox Orange, letztere wurden mittlerweile vermehrt in 18-kg-Gebinden angeboten, ließen bezüglich ihrer organoleptischen Eigenschaften kaum Wünsche offen und konnten flott verkauft werden.

Bildquelle: Shutterstock.com apfel
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Dasselbe galt für Royal Gala aus Chile, Argentinien und Südafrika sowie für ergänzende chilenische Elstar und Granny Smith. Erste neuseeländische Jazz traten in Berlin auf. Die Partien aus der südlichen Hemisphäre gerieten jedoch noch nicht in den Fokus der Kunden, denn die günstigeren europäischen wurden dank ihrer ansprechenden Güte hinreichend nachgefragt. In diesem Sektor dominierte weiterhin Deutschland, gefolgt von Italien und Frankreich. Belgien, Polen und die Niederlande rundeten die Warenpalette ebenso ab wie Red Jonaprince aus Norddeutschland. Verteuerungen waren wegen einer verringerten Verfügbarkeit auf manchen Plätzen zu beobachten, so musste man in Frankfurt für die italienischen und französischen Clubsorten mehr als zuvor zahlen. Insgesamt blieben die Bewertungen konstant, sofern die Haltbarkeit der Produkte keine Mängel aufwies.

Birnen
Südafrika prägte mit Packham`s Triumph, Williams Christ und Rosemarie die Szenerie. Die Präsenz von Forelle dehnte sich stark aus; die Früchte generierten aufgrund ihres hohen Einstandspreises von bis zu 28,- € je 12,5-kg-Karton aber nur wenig Aufmerksamkeit. Chile beteiligte sich vorrangig mit Abate Fetel und Packham`s Triumph an der Vermarktung. Aus Argentinien kamen speziell Williams Christ, deren Wichtigkeit etwas schrumpfte. Die Bedeutung von italienischen Abate Fetel schränkte sich minimal ein, die Erzeugnisse verteidigten aber in der Regel ihre Position gegenüber der Konkurrenz. Noch recht grüne spanische Etruska aus diesjähriger Ernte in der Größe 50/55 mm komplettierten zu einem ungewohnt frühen Zeitpunkt zu 1,40 € je kg in Frankfurt den Handel. Bei steten Geschäften waren Veränderungen hinsichtlich der Kurse nicht sehr oft auszumachen. In Hamburg sanken die Notierungen südafrikanischer Rosemarie.

Tafeltrauben
Im Fokus der Kunden befanden sich die kernlosen Offerten, die für gewöhnlich flott aufgenommen wurden. Ab und an konnten die Vertreiber sogar ihre Aufrufe anheben. Artikel mit Kern hatten es da schon schwerer und mussten örtlich mit Vergünstigungen umgeschlagen werden. In Köln zeigte sich das Interesse zu schwach, sodass sich selbst zum Wochenende hin die Abwicklung schleppend gestaltete. In Berlin beeinträchtigten Rückläufer aus dem LEH das Geschehen am Platz, sodass sich südafrikanische Thompson Seedless leicht verbilligten. Die Basis des Angebotes bildeten die südafrikanischen Importe, allen voran Crimson Seedless und Thompson Seedless. Indien schickte ebenso Thompson Seedless wie Chile, das zudem Crimson Seedless und Red Globe sendete. Peru ergänzte mit geringen Mengen, unter anderem mit Red Globe.

Kiwis
Italienische Chargen dominierten, griechische sowie französische komplettierten. Türkische Abladungen gab es nur vereinzelt. Die Partien wurden recht stetig nachgefragt und überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität. Da sich Verfügbarkeit und Unterbringungsmöglichkeiten die Waage hielten, blieben die Notierungen sehr häufig konstant. Bloß in Berlin musste man für die italienische Ware etwas tiefer in die Tasche greifen.

Orangen
Versorgung, Güte und Interesse verminderten sich unisono. Bei sommerlichen Temperaturen waren Früchte zur Saftgewinnung am begehrtesten, so befanden sich Valencia Late aus Ägypten im Mittelpunkt des Geschehens. Spanische Lane Late und Navelate verloren an Bedeutung und auch die italienischen Blutorangen, Moro und Tarocco, deren Verkaufszeitraum langsam endet, büßten an Präsenz ein. Eine Lagerleerung gelang nicht immer, was die organoleptischen Eigenschaften der Produkte nicht gerade positiv beeinflusste. Die Kurse verharrten meist auf bisherigem Niveau. In Berlin verteuerten sich knappe große Kaliber ein wenig.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten fast allein auf weiter Flur vor, lediglich in Frankfurt gab es daneben noch griechische Früchte, die zu 12,- € je 9- bis 10-kg-Holzsteige abgewickelt wurden. Ein gedämpfter, aber kontinuierlicher Absatz und eine Verfügbarkeit, die sich mit dem Bedarf deckte, führten für gewöhnlich zu konstanten Bewertungen. In Köln zogen diese zum Wochenende hin deutlich an. In München vergünstigten sich in Kleinsteigen offerierte Partien nachfragebedingt.

Bananen
Infolge der sommerlich anmutenden Witterung verringerte sich das Interesse ein wenig. Da die Bereitstellung hinreichend darauf abgestimmt wurde, konnten Bestände in der Regel vermieden werden. Stabile Kurse waren recht oft zu beobachten. In Frankfurt hob man die untere Preisgrenze der Drittmarken leicht an.

Salat
Eissalat traf wie gehabt ausschließlich aus Spanien ein. Punktuell bewirkte eine divergierende Qualität eine breite Spanne bei den Kursen. Diese strebten auf fast allen Märkten dank eines verdichteten Interesses spätestens ab Mittwoch erkennbar nach oben. Das schränkte die Kauflust der Kunden zuweilen durchaus ein wenig ein. Bei Kopfsalat prägten die belgischen Anlieferungen die Geschäfte. Die Mengen aus dem einheimischen Anbau expandierten offensichtlich. Italienische Artikel verloren an Belang, niederländische tauchten nur in Berlin auf. Der Frühling hatte den Absatz regelrecht potenziert. Die Vertreiber vermochten ihre Forderungen lückenlos anzuheben. Zugewinne von bis zu respektablen 40 % waren möglich. Deutsche 12er-Steigen erzielten bis zu 14,- €. Der Zustrom von Bunten Salaten aus Frankreich schmälerte sich, der aus dem Inland, aus geschützten Kulturen und aus dem Freiland zugehend, wuchs augenscheinlich an. Auch hier initiierte die milde Witterung eine Bedarfsaufstockung. Partiell verharrten die Bewertungen auf einem stabilen Level. Dem entgegen brachen sie ein, wenn sich der Verdrängungswettbewerb zwischen den einzelnen Herkünften enorm verschärft hatte. Endivien, hauptsächlich aus Italien und nachgeordnet aus Belgien stammend, büßten merklich an Relevanz ein. Ihre Preise schwankten in enger Anbindung an den Zuspruch, den sie generieren konnten. Der Umfang des Angebots an Feldsalat korrelierte meist genügend mit dem der Nachfrage.

Gurken
Die Bereitstellung von Schlangengurken hatte man bloß graduell modifiziert. Inländische Chargen überwogen. Zudem waren die belgischen und niederländischen Abladungen wichtig. Der griechische und spanische Zustrom verringerte sich weiterhin spürbar. Zeitgleich verbesserte sich gemeinhin die Abnahme. Die Notierungen oszillierten daher und beruhend auf einem schnellen Warendurchlauf mindestens auf einem relativ starren Niveau. Wegen der leichten Unterversorgung bewegten sie sich jedoch vielfach aufwärts. Komplizierend kam hinzu, dass einiges an Volumen im LEH gebunden war, der dieses zu attraktiven Bedingungen veräußerte, was einen flotten Zugriff am Platz behinderte. Der Umschlag von Minigurken basierte auf den niederländischen und deutschen Produkten. Seltener brauchten die Händler ihre Aufrufe so gut wie gar nicht zu modellieren. Vermehrt mussten sie diese aber infolge der reichlichen Verfügbarkeit absenken, ungeachtet einer zusehends freundlicher werdenden Order. Örtlich erhöhten die billigen Früchte aus Griechenland den Abgabedruck bei den konkurrierenden Mitstreitern, da sie lediglich 5,- € je 4-kg-Karton kosteten.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien hatten bei Rispentomaten und auch bei Runden Tomaten ihre Bedeutung ausgebaut. Die spanische Saison neigte sich ihrem Ende entgegen. Deutschland gewann nur zögerlich an Belang. Bei den Preisen herrschten zwei konträre Richtungen vor: Zum einen kletterten sie dank eines verdichteten Interesses hier und da nach oben. Zum anderen brachen sie kraft der angewachsenen Mengen oftmals ein. Spanische Strauchtomaten wurden dabei schon ab 3,- € je 5 kg verkauft. Kirschtomaten stammten andauernd dominierend aus Italien und den Niederlanden. Ihre Präsenz hatte sich wie die der belgischen Ergänzungen kaum gewandelt. Ihre Bewertungen blieben ab und an stabil oder tendierten gehäuft nach unten. Verschiedentlich strebten sie durch eine ausgeprägte Nachfrage erkennbar nach oben, zumal die Erzeugnisse eine ansprechende Ausfärbung und einen hervorragenden Geschmack aufwiesen. Durch ihre vergrößerten Zuflüsse vergünstigten sich die inländischen Angebote. Tunesische Artikel waren selbst zu 5,- € je 3-kgSteige schwierig unterzubringen. Bei den Fleischtomaten bestimmten die belgischen Partien die Geschäfte. In diesem Sektor konnten die Vertreiber ihre Forderungen meistens auf einem konstanten Level fixieren oder vermochten sie sogar anzuheben.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Abladungen hatten sich ausgedehnt. Der spanische Zustrom büßte an Relevanz ein. Die türkischen Importe veränderten sich wie die belgischen und marokkanischen Zufuhren bloß graduell. Wegen der abnehmenden Wichtigkeit der spanischen Chargen konnten sich die niederländischen vielfach etwas verteuern. Die Notierungen der türkischen Ware verharrten auf einem starren Niveau oder sie sanken aufgrund von intensivierten Zugängen sowie zu hoher, vom Kunden nicht akzeptierter Einstände ab. Infolge der Verbilligungen sollten speziell die 400-g-Beutel eine progressive Beachtung erleben. Manchmal waren die Aufrufe der Händler direkt an die Verfügbarkeit der Offerten gebunden: bei den roten und gelben Varietäten stiegen sie an und bei den grünen Früchten mussten sie verringert werden. Dadurch näherten sich die einzelnen Farbgruppen zusehends und landeten bei circa 10,- € je 5-kg-Kolli.

Zwiebeln
Im Bereich der Gemüsezwiebeln traten am Dienstag in Frankfurt erste spanische Spring auf. Mit chilenischen Importen wird in der 17. KW gerechnet. Im Segment der Haushaltsware bestimmte Deutschland vor Neuseeland und den Niederlanden das Geschehen. Summa summarum herrschte ein ruhiges Treiben vor. Verfügbarkeit und Nachfrage harmonierten dabei meist, sodass sich die Bewertungen bei einer ansprechenden Güte der Offerten nicht wesentlich veränderten.


Weitere Informationen

Frankfurt
Neben spanischen standen vermehrt marokkanische Kulturheidelbeeren in 125-g- und 250-g-Schalen bereit. Spanien eröffnete mit B-Sortierung am Mittwoch die europäische Saison von Pfirsichen und einen Tag später die von Nektarinen. Mit Forderungen von 4,50 bis 6,- € je kg blieb der Zugriff jedoch sehr zögerlich. Türkische Kirschpflaumen und frische Mandeln in 250-g und 500-g-Verpackungen erfreuten sich größter Beliebtheit. Das Interesse an Rhabarber stieg mit den Temperaturen, was aber keine Auswirkungen auf die Kurse hatte. Da es noch keinen einheimischen Kohlrabi gab, verteuerte sich der italienische. Die Lagervorräte von deutschen losen Möhren neigten sich ihrem Ende entgegen; belgische, niederländische und englische Chargen boten sich als Alternative an. Die Notierungen von Bundmöhren aus Spanien und Italien zogen massiv an. Lauch verbilligte sich. Deutscher Blattspinat wurde zu 1,20 bis 1,50 € je kg wenig beachtet. Die belgische Kampagne von Zucchini begann zu 10,- € je 14-Stück-Kiste.

Hamburg
Spanische Melonen sollen in der 17. KW zur Vermarktung verfügbar sein. Süddeutscher Rhabarber startete in tiefroter Ausfärbung zu 2,- € je kg und in etwas hellerer Erscheinung zu 1,75 € je kg. Spanische Wollmispeln kosteten 24,- € je 8-kg-Holzkiste. Wegen des sonnigen Wetters wurden Ananas aus Costa Rica flott umgeschlagen.

Köln
Im Schatten der beliebten Erdbeeren stand zumindest zum Wochenende hin das übrige Beerenobst. Sehr geringe Zufuhren hauptsächlich an israelischen Mandarinen stillten das Interesse ausreichend. Italienischer Kohlrabi verteuerte sich sukzessive. Erste Morcheln aus der Tschechischen Republik waren zu 26,50 € je kg zu bekommen, die Aufnahme verlief jedoch recht gedämpft.

München
Am Mittwoch tauchten bereits erste marokkanische und spanische Pfirsiche auf, die sich wetterbedingt am Platz trotz hoher Eingangsforderungen gut unterbringen ließen. Spanische Himbeeren sowie Kulturheidelbeeren trafen ebenfalls auf eine von der sommerlichen Witterung getragene lebhafte Nachfrage. Ab Donnerstag traten erste sizilianische Melonen in Netzen auf.

Berlin
Die Präsenz von Ananas aus Costa Rica breitete sich spürbar aus; große Extra-Sweet waren zu 9,- bis 13,- € je 6er-Aufmachung preislich attraktiv und generierten, auch infolge der angestiegenen Temperaturen, vermehrte Beachtung. Weißfleischige Nektarinen aus Chile wurden zu 8,- bis 10,- € je 9-kg-Abpackung abgewickelt, riefen jedoch andauernd keine Begeisterung bei den Kunden hervor. Die Abladungen von Rhabarber aus Deutschland und den Niederlanden wuchsen an und vergünstigten sich um bis zu 40 % im Vergleich zur Vorwoche, was zu einem flotten Vertrieb führte. Die Zuflüsse von Bärlauch aus Italien und Rumänien verstärkten sich merklich und wurden zu 10,- € je kg rege gekauft.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 16 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 26.04.2018

Schlagwörter

Apfel, Importe, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin