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Niederlande: Weniger biologische Kontrolle in Gewächshausgemüseanbau

20. April 2018

In den meisten Gemüseglashäusern werden biologische Kontrollmittel, wie feindliche Milben oder parasitäre Wespen, zur Kontrolle von Krankheiten oder Schädlingen eingesetzt. In dem Zeitraum von 2000 bis 2016 hat der Einsatz biologischer Kontrollmittel abgenommen. 2016 arbeiteten fast 7 von 10 Gewächshäusern (2.700 ha) mit Mitteln zur biologischen Kontrolle, 2000 war dies in fast allen Gewächshäusern der Fall.

Bildquelle: Shutterstock.com Paprika
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Das ergibt sich aus den vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung, die von dem Zentralen Amt für Statistik (Centraal Bureau voor de Statistiek, CBS) über Ertragsschutz mit 725 Gartenbauern mit Gewächshausgemüse durchgeführt wurde.

Den größten Rückgang der biologischen Kontrolle gab es bei dem Tomatenanbau

Insbesondere Erzeuger von Tomaten haben sich in den letzten Jahren in weniger Gewächshäusern für die Nutzung von Mitteln zur biologischer Kontrolle entschieden. 2000 wurden biologische Pestizide noch in allen Tomaten-Gewächshäusern genutzt, 2016 hat dies auf 62% der Fläche (1.000 ha) abgenommen. Allerdings bedeutet das nicht, dass die Verwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln zugenommen hat. Neue Pflanzenzuchttechniken für Gemüseerträge und technologische Innovationen in dem Gewächshausgartenbau tragen zu einem verringerten Aufkommen von Krankheiten und Schädlingen bei. Dies kann die Verwendung von biologischen Kontrollen weniger notwendig oder sogar überflüssig machen.

Die Verwendung von biologischer Kontrolle in dem Anbau von Paprikas hat 2016 gegenüber 2000 auch abgenommen. Bei dem Bio-Gurkenanbau ist die biologische Kontrolle in den letzten Jahren stabil geblieben.

Quelle: CBS

Veröffentlichungsdatum: 20.04.2018

Schlagwörter

Biologisch, Kontrolle, Gewächshaus, Gemüseanbau, Statistik