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Neue Bedrohung für Tomaten und weitere Erträge entwickelt sich

13. April 2018

Ein Team von Forschern einer von Australiens führenden öffentlichen Forschungsinstitutionen, die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO), hat die Entwicklung einer neuen Insektenart auf befallenen Erträgen in Brasilien bestätigt, die zu einer neuen Plage von „unbegrenztem geografischen Ausmaß“ führen könnte.

Bildquelle: Shutterstock.com Raupe Schwammspinner Apfelbaum Gypsy moth (Lymantria dispar)
Bildquelle: Shutterstock.com (Raupe Schwammspinner)

Das Insekt, das aus der spontanen Kreuzung zweier Insekten entstand, die sich bis jetzt als Schädlinge in verschiedenen Teilen der Welt gezeigt haben, ist potentiell sehr schädlich für hunderte Erträge, so ein Bericht von RevistaMercados.com.

Die 'Eltern' des neuen Insekts sind die Baumwoll-Kapseleule oder Baumwolleule (Helicoverpa armigera, die auch auf Kohl und Tabak zu finden ist) und der Baumwollkapselbohrer (Helicoverpa zea). Das Auftreten eines Insekts aus diesen zwei bereits bekannten Arten kann eine „Megaplage“ werden, die anfänglich Südamerika befällt, um sich in Zukunft möglicherweise auf einen guten Teil des Planeten auszubreiten, so die Autoren dieser Studie, die in dem Wissenschaftsjournal veröffentlicht wurde: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS, online edition April 2).

Wie von La Vanguardia unter Bezugnahme auf die Studie berichtet, ist einer der Schädlinge, die Baumwolleule, in Afrika, Asien und Europa weitverbreitet und verursacht Schäden an mehr als 100 Erträgen, darunter Tomaten, Mais, Baumwolle und Sojabohnen. Der Schaden und die Kontrolle des Schädlings kosten „Milliarden Dollar pro Jahr“, so die Autoren. Die Baumwolleule ist extrem mobil und hat Resistenz gegen praktisch alle Pestizide entwickelt, die gegen sie eingesetzt werden.

Der andere Schädling, der Baumwollkapselbohrer oder 'Maiswurm' ist in Amerika heimisch und hat eine vergleichsweise begrenzte Resistenz und ein geringeres Angebot an betroffenen Erträgen.

Die Autoren warnen, dass der neue Hybrid aufgrund der Ähnlichkeit mit den zwei ursprünglichen Arten unbemerkt voranschreiten kann. Diese Situation könnte seine geografische Ausbreitung und die Heftigkeit der Plage erleichtern. Die Studie des CSIRO warnt schließlich, trotz der Tatsache, dass die Insekten in Amerika untersucht wurden, nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie Australien erreichen, weil aktuell viele der Erträge fast überall auf der Welt auf identischen Pflanzensorten beruhen.

Quelle: RevistaMercados.com/ La Vanguardia

Veröffentlichungsdatum: 13.04.2018

Schlagwörter

Bedrohung, Tomaten, Erträge, Schädling, Studie