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Birnen: Südafrikanische und argentinische Importe herrschten vor

05. April 2018

Speziell Südafrika führte viele verschiedene Varietäten zu. Unter anderem konnte auf Williams Christ, Rosemarie, Cheeky und Carmen zugegriffen werden. Chile ergänzte mit Flamingo und Abate Fetel das breit aufgestellte Angebot.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Mengenbedingt blieb den Vertreiber eine Erhöhung ihrer Aufrufe verwehrt, sie mussten sie punktuell sogar senken, wenn sie eine Räumung erreichten wollten. Hinsichtlich der Güte machte man bei den Abladungen aus Übersee kaum Mängel aus. Bei den Anlieferungen aus Europa prägten italienische Abate Fetel und Santa Maria das Geschehen, welches Conference aus den Niederlanden und Belgien komplettierten. Die Unterbringung verlief meist stetig und die bisherigen Kurse bestätigten sich oftmals. In München kletterten sie aufwärts.

Äpfel
Mit Royal Gala aus Argentinien, Chile und Südafrika fächerte sich das Sortiment aus der südlichen Hemisphäre inzwischen auf, auch wenn deren Präsenz noch gering ausfiel. Die chilenischen Offerten kosteten in Frankfurt 29,- bis 32,- € je 100 und 110 Stück und in Berlin ca. 30,- € je 16-kg-Karton. Geprägt wurde die Vermarktung von den europäischen Chargen, insbesondere von den inländischen. Die Basis bildeten dabei wie gewohnt Elstar, Jonagold und Braeburn. Wie in den letzten Wochen rundeten Italien und Frankreich die Warenpalette ab. In Berlin zunehmend eintreffende Zuflüsse von Golden Delicious, Jonagold und Gala verkaufte man zu 0,90 bis 1,10 € je kg. Die kontinuierliche Nachfrage konnte generell ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Diese zeigte sich stärker, je näher Ostern rückte. Wesentliche Veränderungen bezüglich der Bewertungen waren indes nicht auszumachen.

Tafeltrauben
Thompson Seedless aus Südafrika, Indien und Chile dominierten augenscheinlich. Südafrika beteiligte sich zudem mit Crimson Seedless, Dan Ben Hannah und Regal Seedless. Die Präsenz von Alphonse Lavallée dehnte sich merklich aus. Aus Chile kamen Flame Seedless, aus Peru stammten vorrangig Red Globe. Das aufgefächerte Sortiment generierte häufig genügend Beachtung, insbesondere die kernlosen und hellen Früchte befanden sich im Fokus der Kunden. Das Interesse fiel ab und an zu schwach aus, sodass die Verkäufer ihre Forderungen reduzierten, um einen kontinuierlichen Abfluss zu gewährleisten. In Frankfurt waren davon hauptsächlich die Offerten mit Kern und in Hamburg die dunklen betroffen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Das Saisonende naht: Parallel zur Verfügbarkeit schränkte sich auch das Interesse ein. Spanische Erzeugnisse überwogen vor israelischen, türkischen und marokkanischen. Die Abwicklung verlangsamte sich nochmals. Trotzdem konnten mengeninduziert punktuell Verteuerungen durchgesetzt werden. So kosteten zum Beispiel in Frankfurt spanische Orri bis zu 3,- € je kg. Die Güte ließ mancherorts Wünsche offen.

Zitronen
Spanien bestimmte fast monopolartig das Geschehen, die Türkei komplettierte es, aber nicht auf allen Plätzen. Offerten aus Sizilien gab es einzig in München und diese wurden nur von wenigen Kunden beachtet. Die Kurse blieben infolge bedarfsgerechter Anlieferungen für gewöhnlich auf dem Niveau der Vorwoche.

Bananen
Angebot und Nachfrage hielten sich in der Regel die Waage, sodass die Vertreiber bloß selten ihre bisherigen Aufrufe änderten. In München verbilligte sich die Warenpalette, was den Handel derart beschleunigte, dass eine Räumung gelang. In Köln stiegen die Notierungen der Zweitmarke an, während die der Drittmarken etwas absackten.

Blumenkohl
Die italienischen Importe herrschten erkennbar vor, insgesamt gesehen fast das Doppelte der französischen. Örtlich waren sie jedoch nicht andauernd vorrätig. Die spanischen Offerten ergänzten die beiden. Angesichts der kühlen Witterung in den Anbauregionen fiel die Versorgung weiterhin eher knapp aus. Zudem gewannen die Geschäfte wegen der näher rückenden Feiertage spürbar an Fahrt. Die Kurse strebten für gewöhnlich einschneidend nach oben. Die Kunden trugen diese Entwicklung nicht überall ausreichend mit und verringerten ihre Order. So wurden in der Folge punktuell am Freitag Vergünstigungen ausgesprochen. In Frankfurt und Berlin musste für französische und italienische Artikel das Gleiche bezahlt werden; ansonsten waren mal die Erzeugnisse aus Frankreich, mal die Produkte aus Italien teurer.

Salat
Eissalat floss wie gehabt einzig aus Spanien zu. Zum einen befestigten sich die Notierungen auf der Abgangsseite, zum anderen stiegen sie am Platz dank eines belebteren Interesses. Vorrangig an den unteren Grenzen der Spannen konnten die Preise angehoben werden, an den oberen war dies etwas mühsamer durchzusetzen; manchmal musste man sie auch auf ihrem bisherigen niedrigen Niveau belassen. Die verdichteten Anlieferungen von belgischem Kopfsalat verdrängten verstärkt die rückläufigen italienischen Partien. Die Forderungen der Händler zogen gerade bei den belgischen Chargen merklich an, wovon das italienische Angebot aber profitierte. Bei den inländischen Abladungen in München wurden sie aufgrund des expandierenden Zustroms reduziert. Die Bunten Salate aus Frankreich und Italien komplettierten mit progressiver Bedeutung die Mengen aus den belgischen Glashäusern. Im Hinblick auf Ostern konnten die Vertreiber ihre Aufrufe meistens erhöhen. Bloß bei der Ware aus den einheimischen geschützten Kulturen mussten sie diese ein wenig vermindern. Den flotten Umschlag negierend und der hervorragenden Qualität zum Trotz waren Endivien aus Italien vor Verbilligungen nicht immer gefeit. Feldsalat generierte in der Regel eine hinlängliche Beachtung, sodass die Käufer entsprechend tief in die Tasche greifen sollten. Der Zenit der Vermarktung wurde wahrscheinlich schon überschritten.

Gurken
Die Geschäfte mit Schlangengurken basierten hauptsächlich auf den niederländischen und einheimischen Offerten, zudem waren spanische und belgische wichtig. Griechische Erzeugnisse rundeten sie in München und Berlin ab. Es zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Anfängliche Verteuerungen hatten keinen Bestand. Sie mussten recht schnell sukzessive zurückgenommen werden, da sie die Nachfrage nachweislich entschleunigten. Das intensivierte hier und da erfolgreich die Unterbringungsmöglichkeiten. Örtlich bewirkte eine geschrumpfte Verfügbarkeit aus Mittel- und Südeuropa eine verschärfte Verknappung. Die Kurse bewegten sich daraufhin nach oben. Bei den spanischen Früchten war dies nicht so offensichtlich zu spüren, da dort das Vertrauen in die Kondition versagte. Ab und an mussten die Kunden für diese am Gründonnerstag mehr bezahlen als an den Tagen zuvor. Minigurken stammten vorherrschend aus den Niederlanden sowie zu annähernd gleichen Teilen aus Deutschland und der Türkei. Ihre Bereitstellung fiel sehr üppig aus. Erschwerend kam hinzu, dass günstigere größerer Verpackungen zugeführt wurden. Daher konnte man sinkende Bewertungen kaum vermeiden.

Tomaten
Runde Tomaten und Rispentomaten trafen den Markt bestimmend aus Spanien ein. Die Bedeutung der Niederlande und von Belgien verstärkte sich nicht wesentlich. Die Türkei und Marokko komplettierten die Produktpalette. Die heranrückenden Feiertage hatten lebhafte Verkaufsimpulse gesetzt. Das machte sich aber nicht immer bei den Preisen bemerkbar. Sie stiegen nämlich lediglich bei herausragenden Angeboten an, jene bei Standardware anzuheben war schon viel mühsamer. Punktuell mussten sie sogar reduziert werden, da es dem Handel definitiv an Schwung fehlte. Mangelte es an Ausfärbung oder Fleischfestigkeit konnten selbst Verbilligungen den Vertrieb nur graduell forcieren. Die Aufrufe bei den spärlichen inländischen Abladungen lagen dank deren Überschaubarkeit auf einem ansehnlichen Niveau. Kirschtomaten flossen dominierend aus Italien zu, daneben aus den Niederlanden und untergeordnet aus Spanien. Chargen mit einer exklusiven Güte, außergewöhnliche Präsentationen sowie besondere Varietäten ließen sich vor Ostern rasant umschlagen. Diese Entwicklung barg jedoch keine durchgängige Garantie für höhere Forderungen. Den Sektor Fleischtomaten speiste maßgeblich der Zustrom aus Belgien, ferner verzeichnete man Anlieferungen aus Spanien und vereinzelt aus den Niederlanden. Ihre Notierungen waren häufig konstant. Sie brachen bloß selten am Donnerstag marginal ein.

Gemüsepaprika
Die spanischen Importe herrschten fortwährend und offensichtlich vor. Die Zufuhren aus den Niederlanden wuchsen an. Belgien gewann ein wenig an Relevanz. Die Türkei und Marokko ergänzten annähernd in dem bisherigen Rahmen die Geschäfte. Man berichtete generell von einer relativ reichlichen Versorgung. Die Konkurrenzsituation verschärfte sich dadurch. Die Nachfrage entsprach parallel dazu nicht den Erwartungen. In der Regel neigten die Kurse also zu einer gewissen Schwäche: die der niederländischen Offerten glichen sich dabei weiter den spanischen an, die der spanischen Mengen rissen die der marokkanischen mit nach unten. Niederländische Früchte erzielten im Maximum über 11,- € je 5-kg, spanische aus Überhängen mit einer unsicheren Qualität wurden ab 5,- € je 5-kg-Steige buchstäblich verschleudert. Verschiedentlich konnten die Bewertungen auf einem stabilen Level fixiert werden. Das galt vor allem für länglich spitzförmige Kultivare und Dolma aus der Türkei, deren Unterbringung meistens glatt verlief.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln trafen kontinuierlich ausschließlich aus Spanien ein. Gerade vor den Feiertagen initiierten sie hier und da ein verstärktes Interesse. Ihre Preise verharrten für gewöhnlich auf einem konstanten Niveau. Die neue Chargen aus Kühllagerung generierten etwa 1,- € mehr je 25-kg-Sack als Erzeugnisse aus den regulären Normallagern. Bei Haushaltsware bestimmten die einheimischen Partien das Absatzgeschehen, lediglich in München überwogen die niederländischen, die ansonsten eher das Sortiment komplettierten. Österreich und Italien rundeten den europäischen Zustrom ab. Bei einem hinlänglichen Bedarf brauchten die Vermarkter ihre Forderungen nicht zu modifizieren. Das galt auch für die erkennbar intensivierten neuseeländischen Abladungen. Australien startete in die Kampagne mit Produkten im Kaliber 35-50 oder 40-60 mm. Die 25-kg-Abpackung kostete bis zu 25,- €.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Erdbeeren standen begrenzt bereit, so ließen sich schon am Montag leichte Verteuerungen realisieren. Am Donnerstag sollte man für Offerten aus belgischen Treibhäusern bis zu 6,- €, und für niederländische bis zu 5,20 € je 500-g-Schale zahlen. Italienische sowie griechische Früchte wurden zu 3,70 € je 500 g abgewickelt. Niederländischen Rhabarber veräußerte man zu 46,- € je 6-kg-Karton. Weißer Spargel aus Deutschland und den Niederlanden war knapp, sodass die Notierungen trotz einer ruhigen Nachfrage aufwärts kletterten. Ergänzende peruanische Zuflüsse schlug man zu 7,50 bis 8,- € und italienische zu 11,- bis 12,- € je kg um. Die Präsenz von Bärlauch dehnte sich aus und die Kurse sanken auf 11,- bis 12,- € je 10er-Bundsteige. Artischocken und Spinat verkauften sich flott. Der frühe Ostertermin und die bisherigen ungünstigen Wachstumsbedingungen führten zu nicht ausreichenden Kräutermengen für die Grüne Soße, sodass Importe aus Marokko und Albanien Abhilfe schaffen mussten.
Hamburg
Infolge witterungsinduzierter Ernteausfälle in Italien zogen die Preise von Erdbeeren aus dem Mittelmeerraum und den Niederlanden steil nach oben. Der geringe Nachschub aus Europa konnte die Bedarfssteigerung bei Spargel nicht decken. Die inländischen Stangen kosteten bis zu 20,- € je kg. In der Not wurde auf Überseeware zurückgegriffen. Aufgrund einer Versorgungslücke konnten die Vertreiber ihre Aufrufe für Zucchini aus unterschiedlichen Ländern anheben.
Köln
Für niederländische Erdbeeren wurden von den Kunden am Mittwoch 5,- € je 500-g-Schale nicht mehr akzeptiert, sodass der Absatz fast stagnierte. Die Saison von Rosenkohl ist so gut wie beendet. Lauch verkaufte sich recht schleppend. Spanische Zucchini verteuerten sich. Niederländische Auberginen wurden billiger. Mit der Vermarktung von Spargel aus Deutschland und den Niederlanden hakte es durch zu hohe Bewertungen.
München
Die Nachfrage nach italienischen und wenigen spanischen Erdbeeren stieg vor den Feiertagen massiv an. Der Platz wurde mit begrenzten, ansprechend ausgefärbten Früchten bedient. Die Verfügbarkeit Himbeeren genügte grade so, um den Bedarf zu decken und die Händler bestätigten die Aufrufe der Vorwoche. Die Wichtigkeit von Melonen und Zuckermais aus dem Senegal verstärkte sich, die in die durch rückläufige mittel- und südamerikanischen Importe entstandene Lücke drängten. Das vorangegangene spätwinterliche Wetter führte zu Verzögerungen bei der Ernte von niederländischem Rhabarber und man musste tiefer in die Tasche greifen. Wegen abschwächender Qualitäten der italienischen Frühlingszwiebeln wurden die inländischen Alternativen aus der Pfalz freundlich beachtet. Knappe Mengen beeinflussten das Ostergeschäft mit Spargel. Während einheimische Offerten nur aus beheizter süddeutscher Produktion kamen, waren griechische und italienische Abladungen nach Regenfällen sehr übersichtlich. Damit gelang ein Warenumschlag auf unverändertem und festem Preislevel. Insbesondere die inländischen Partien räumten frühzeitig, da diese infolge von Vorbestellungen zu fixen Forderungen praktisch zugeteilt wurden. Die griechischen Chargen waren häufig relativ flott veräußert, obwohl die Kurse deutlich aufwärts tendierten. Und auch grüne Stangen verteuerten sich, da die Versorgung weit unter dem üblichen Niveau lag. Durch die Witterung verminderte sich die Präsenz von italienischen Kräutern wie Dill und glatte Petersilie, was deren Bewertungen anziehen ließ.
Berlin
Erdbeeren waren bis einschließlich Mittwoch absolute Mangelware, da der organisierte LEH die ohnehin eingeschränkten Artikel komplett abnahm. Das Angebot am Markt stammte noch aus der 12. KW und mussten konditionsbedingt mit merklichen Vergünstigungen untergebracht werden. Spanische Reste wurden dann oftmals verramscht und vertretbare italienische oder griechische 500-g-Körbchen kosteten bloß noch 1,50 bis 1,80 €. Ab Donnerstag musste man für frische spanische Anlieferungen bis zu 2,20 € je 500-g-Schale und für belgische bis zu 4,50 € je 500 g zahlen. Letztere überzeugten mit ihren organoleptischen Eigenschaften. Die Saison von Rosenkohl wurde etwas verlängert, denn es gab marokkanischen in 10-kg-Säcken zu 17,50 €. Bei Spargel klappte es nicht immer, das Interesse zu stillen. Weiße Stangen aus Griechenland mit 16 mm+ wickelte man lose aufgemacht in 5-kg-Körben zu maximal 9,- € je kg ab. Zum Wochenende tauchte erster weißer Beelitzer Spargel unter 16 mm zu 14,- € je kg auf.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 13 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 05.04.2018

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin