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BLE-Marktbericht: Es trafen südafrikanische Royal Gala in Frankfurt ein

29. März 2018

Die Royal Gala in Frankfurt kosteten ab Donnerstag 31,- € je 18-kg-Karton. Auf den anderen Märkten ließen die Importe aus Übersee auf sich warten. Die inländischen, italienischen und französischen Chargen schränkten sich ein. Von einer Intensivierung der Versorgung konnte also keine Rede sein. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 12 / 18" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Royal Gala
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Niederlande, Polen und Belgien verstärkten zwar ihre Abladungen, jedoch bloß in einem geringen Maße. Die niederländischen Boskoop waren in München zu teuer und das Vertrauen in die üppigen Kaliber nicht sehr groß, sodass sich ihre Unterbringung problematisch gestaltete. Die Vermarktung hätte mancherorts durchaus schneller erfolgen können. Die winterliche Witterung bremste den Kundenzugriff augenscheinlich. Dennoch verharrten die Bewertungen häufig auf dem Niveau der Vorwoche. In Frankfurt stiegen sie für inländische Topaz mengeninduziert von 1,80 auf bis zu 2,30 € je kg an.

Birnen
Die Anlieferungen von der südlichen Hemisphäre übernahmen die Vorherrschaft im Sortiment: Williams Christ aus Südafrika und Argentinien spielten dabei die Hauptrolle. Aus Südafrika stammten zudem Cheeky, Forelle, Carmen sowie Rosemarie, die mit weniger Ausfärbung unter der Bezeichnung Sempre offeriert wurden. Chilenische Abate Fetel und Flamingo sowie Packham`s Triumph und Flamingo aus Südafrika stießen neu zu der Warenpalette hinzu. Ansprechend aussehende Red Bartlett aus Argentinien tauchten in München auf und wurden dort in 9-kg-Kartons verkauft. Aus Chile kamen Abate Fetel, Carmen und Doyenné du Comice. Das Angebot verdichtete sich merklich und mit den unterschiedlichen Varietäten war quasi für jeden Geldbeutel etwas dabei. Mit den ausgedehnten Zuflüssen gingen punktuell Verbilligungen einher, die sich aber insgesamt im Rahmen hielten. Bei den europäischen Zufuhren gab es italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ sowie begrenzte belgische und niederländische Conference. Eine stete Abwicklung sicherte in diesem Segment konstante Notierungen.

Kiwis
Es tat sich nicht viel: Italienische Früchte dominierten vor günstigeren griechischen und teureren französischen. Türkische Importe ergänzten. Die niedrigen Temperaturen intensivierten mancherorts die Nachfrage. Die Verfügbarkeit harmonierte dennoch mit den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass bei einem kontinuierlichen Umschlag die Bewertungen nicht wesentlich verändert werden mussten.

Orangen
Aus Spanien kamen hauptsächlich Lane Late und Navelate und aus Ägypten Valencia Late. Die Türkei schickte vorrangig Washington Navel und Marokko sendete Salustiana. Diese Varietäten spielten tragende Rollen im Bereich der Blondorangen, in dem Italien und Griechenland komplettierten. Bei den Blutorangen herrschte Italien mit Moro und Tarocco vor. Die Präsenz von marokkanischen Washington Sanguine verdoppelte sich im Vergleich zur Vorwoche. In beiden Sektoren gab es hinsichtlich der Qualitäten weiterhin kaum etwas zu beanstanden. Die Preise blieben meist stabil. Nur konditionsschwache Artikel, wie sie in Hamburg ab und an zu finden waren, mussten mit Verbilligungen veräußert werden.

Zitronen
Spanische Primifiori herrschten vor; türkische Enterdonato ergänzten das Geschehen, hatten punktuell indes konditionelle Schwierigkeiten. Doch die spanischen Chargen waren ebenso nicht immer mängelfrei, was deren Abwicklung beeinträchtigte. Knappe erstklassige Ware verteuerte sich in Köln ein wenig.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Obwohl die kalte Witterung die Vermarktung noch einmal hätte ankurbeln können, verliefen die Geschäfte für gewöhnlich eher langsam. Man spürte eine gewisse Sättigung seitens der Kunden. Da sich parallel zur Nachfrage aber auch die Versorgung einschränkte, konnten die Verkäufer ihre Aufrufe durchaus bestätigen. Allerdings wiesen einige Erzeugnisse Probleme bezüglich ihrer Haltbarkeit auf, was sich wiederum negativ auf die Notierungen auswirkte. Dominiert wurde das Sortiment von Spanien, das insbesondere Nadorcott, Fortuna, Clemenlate und Orri bereitstellte. Der Anteil von Klasse-II-Produkten aus Israel stieg in Frankfurt an, da Klasse-I-Offerten begrenzt waren. Aus Zypern kamen Mandora und aus der Türkei in sehr geringen Mengen Murcott. Die Kurse verharrten häufig auf dem bisherigen Level.

Bananen
Das überschaubare Sortiment harmonierte in der Regel mit dem Bedarf. Hinsichtlich der Notierungen waren demzufolge keine wesentlichen Veränderungen erkennbar. In München und Hamburg kletterten diese leicht aufwärts. In Köln und Berlin sanken die Preise hingegen für gewisse Teile des Angebotes. In Frankfurt gab es viele verschiedene Drittmarken, die teilweise über die Niederlande zuflossen. Ihre verstärkte Präsenz hatte jedoch keinen mindernden Einfluss auf die Bewertungen.

Blumenkohl
Die italienischen Anlieferungen dominierten den Markt, die französischen ergänzten ihn. Zudem gab es spanische Partien. Das kalte Wetter bewirkte einen recht zügigen Vertrieb. Manchmal klagte man dem entgegen über ein zu lebloses Geschäft. Die winterliche Witterung in den Anbauregionen jagte die Einstände der italienischen Artikel nach oben, die der französischen Konkurrenz strebten in die gleiche Richtung. Da die Kurse eh schon auf einem ansehnlichen Niveau oszillierten, war es schwierig, darauf basierend am Platz stärkere Verteuerungen durchzufechten. Hier und da tauchten neben 6er-Steigen folierte 8er-Aufmachungen aus Spanien auf, die zu 9,- € je Kolli flott geordert wurden.

Salat
Eissalat lief kontinuierlich und alleinig aus Spanien zu. Für gewöhnlich neigten seine Notierungen zu einer gewissen Schwäche. Dank einer ansprechenden Qualität oder infolge einer verknappten Verfügbarkeit konnten sie sich jedoch zum Wochenende hin zuweilen befestigen. Der vorherrschende belgische Kopfsalat musste sich örtlich mit den verdichteten Mengen aus Italien und Deutschland messen. Zum einen sanken die Bewertungen leicht ab, zum anderen verharrten sie auf einem stabilen Level; teils lagen sie bei den diversen Herkünften ziemlich nahe zusammen, teils klaffte zwischen den niedrigen der belgischen und den höheren der italienischen Importe eine Distanz von bis zu 25 % auf. Die Produkte aus den inländischen Gewächshäusern waren am besten bezahlt worden. Die Bunten Salate stammten gemeinhin aus Frankreich und Italien. Die deutschen und die belgischen Abladungen hatten eher einen Mustercharakter.
Die Intensität der Bereitstellung harmonierte hinlänglich mit der des Bedarfs. Die Preise schwankten daher normalerweise in einer engen Bandbreite, bloß verschiedentlich rissen sie bei den französischen oder bei den italienischen Zuflüssen deutlicher nach oben aus. Die Aufrufe bei Endivien, welche hauptsächlich aus Italien zugingen, variierten in unmittelbarer Anbindung an die begrenzten Vorräte einer hervorragenden Güte und an eine rasche Räumung sowie auf der Kehrseite in Relation zu einer angeschlagenen Kondition der Ware. Feldsalat, meist aus Belgien kommend, generierte in der Regel ungenügende Beachtung, weswegen er sich häufig vergünstigte.

Gurken
Die Zufuhren an spanischen Schlangengurken hatten erkennbar an Relevanz verloren. Die mitteleuropäischen Angebote gewannen mit Ausnahme der von Belgien kaum an Wichtigkeit. Die Anlieferungen aus Griechenland verringerten sich marginal. Die Versorgung fiel also nicht sehr üppig aus. Die Kurse bewegten sich oftmals nach oben, insbesondere zum Freitag hin. Die spanischen Früchte blieben bei dieser Entwicklung überwiegend außen vor, da sie zusehends immer weniger Interesse zu initiieren vermochten. Der eingeschränkte Zustrom der großen Kaliber verschob die Geschäfte in Richtung der kleineren Sortierungen, die sich daraufhin mitunter verteuern konnten. Der Umfang an französischen Offerten wurde aufgestockt. Sie kosteten somit nicht mehr so viel wie bisher. Minigurken trafen dominierend aus den Niederlanden ein. Der Rang von türkischen und inländischen Chargen war fast gleich. Spanien komplettierte die Erzeugnispalette. Nach einer kurzfristigen Anhebung mussten die Vertreiber ihre Forderungen wieder reduzieren. Sie hatten die Zuleitungen über Gebühr ausgedehnt. Erstmals waren sogenannte Einlegegurken von 9 bis 12 cm aus Franken erhältlich. Sie brachten 12,- € je 5-kg-Steige.

Tomaten
Noch prägten augenscheinlich die spanischen Abladungen den Absatz, die Warenzugänge aus Mitteleuropa verdichteten ihre Präsenz jedoch offensichtlich. Deutschland startete mit rheinländischen Rispenkirschtomaten sowie Rispentomaten aus Franken in die diesjährige Kampagne. Der Zufluss aus Marokko verminderte sich. Die Qualität der kanarischen und der marokkanischen Importe ließ häufiger zu wünschen übrig. Dies fixierte deren Notierungen auf einem niedrigen Level. Die türkischen Produkte gaben zuweilen ebenso Grund genug zur Kritik, glänzten dem gegenüber manchmal aber mit Schnittfestigkeit, Einheitlichkeit und einer hervorragenden Ausfärbung. Der Abverkauf gestaltete sich generell relativ freundlich. In der Folge veränderten sich die Bewertungen bloß graduell. Verschiedentlich mussten sie allerdings zum Freitag hin nach unten korrigiert werden, da sich der Zugriff zu stark entschleunigt hatte und danach keinen rechten Schwung fand.

Gemüsepaprika
Fortlaufend dominierten die spanischen Anlieferungen. Die Türkei ergänzte die Erzeugnispalette in einem wenig modifizierten Rahmen, ähnlich wie Marokko. Obwohl sich die niederländischen Mengen intensiviert hatten, blieben sie überschaubar. Sämtliche Hauptfarbgruppen waren im Vertrieb. Die Güte der spanischen Offerten vermochte oftmals hinreichend Kunden zu locken. Zum einen bewahrte das den Kursen ein stabiles Niveau; zum anderen sanken diese ab, da sich die Konkurrenzsituation zu den niederländischen Mitstreitern zu sehr verschärft hatte. Dabei näherten sich vom Preis her die beiden Kontrahenten zusehends. Der Anstieg der Verfügbarkeit bescherte den niederländischen Partien unweigerlich Vergünstigungen. Das zog selten eine wesentlich verbesserte Nachfrage nach sich. Türkische Chargen verteuerten sich vereinzelt. Das galt speziell für die eckig abgestumpften Kultivaren der grünen Dolma, die bis auf 18,- € je 6-kg-Abpackung hochrutschten. Die Aufrufe der Vermarkter variierten bei den spitzen Formen aus der Türkei nicht so gravierend. Sie konnten vielfach sogar als ziemlich konstant bezeichnet werden.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die nasskalte Witterung schränkte das Interesse an Erdbeeren ein, was bei ausgedehnten Anlieferungen zu Vergünstigungen führte. Griechenland rundete ab Donnerstag das Geschehen ab. Italienische Artischocken verbilligten sich auf 0,40 bis 0,70 € je Stück. Infolge einer zu geringen Kauflust bröckelten die Kurse von deutschem Spargel. Weiße Stangen der Klasse I in 16 mm+ kosteten nur noch 13,- bis 15,- €, in 14 mm+ bloß 12,- € je kg. Für niederländische Offerten aus Treibhäusern in 20 mm sollte man zunächst 10,- € und am Freitag bis zu 14,50 € je kg zahlen. Am Mittwoch trafen erstmalig weiße Produkte in 16/20 mm aus Italien ein und ab Donnerstag kamen aus Griechenland Bunde und lose aufgemachte Erzeugnisse. Rosenkohl floss mittlerweile auch aus England zu. Rumänischer Bärlauch ergänzte zu 1,- € je kg den inländischen. Für südafrikanische Steinpilze wurden 40,- € und für türkische Morcheln sogar 50,- € je kg aufgerufen.
Hamburg
Die Notierungen für qualitätsschwache brasilianische Limetten sanken ab. Aufgrund einer zu üppigen Verfügbarkeit mussten die Händler die Bewertungen von südafrikanischen Pflaumen reduzieren. Der Absatz von Wirsing aus Frankreich stieg an. Petersilie aus Italien generierte zu wenig Beachtung und die Preise glitten ab.
Köln
Infolge der Witterung begrenzte sich die Aufnahme von Beerenobst sehr. Meist wurden nur ab Donnerstag Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren offeriert. Rosenkohl, Lauch und Kohlrabi stießen kaum auf Zuspruch. Dagegen gestaltete sich der Vertrieb von Lauchzwiebeln und Radieschen, überwiegend aus Italien, zumindest am Schluss der Woche recht zufriedenstellend. Das Interesse an Spargel war nicht zuletzt wegen der niedrigen Temperaturen noch verhalten.
München
Himbeeren aus Italien standen lediglich in überschaubaren Mengen bereit. Spanische Erdbeeren zeigten sich aufgrund der schlechten Wachstumsbedingungen unzureichend ausgefärbt. Die Präsenz von italienischen Anlieferungen dehnte sich aus. Ananas und Mangos erfreuten sich einer lebhaften Beachtung. Südamerikanische Limetten vergünstigten sich leicht. Die Nachfrage nach Spargel fiel weiterhin ruhig aus, zumal Schnee und Dauerfrost bei den Kunden keine Frühlingsgefühle weckten. Dank eingeschränkter Zufuhren sowohl aus beheiztem einheimischem Anbau als auch aus Griechenland und Italien blieben die Kurse konstant. Italienische grüne Stangen verteuerten sich angebotsinduziert ein wenig. Das spätwinterliche Wetter verzögerte die Ernte von inländischem Rhabarber und Bärlauch sowie von Frühlingszwiebeln aus der Pfalz. Bayrische Bierrettiche verbilligten sich. Die Bewertungen von regionalem Blattspinat tendierten aufwärts. Buschbohnen kamen fast nur aus Ägypten. Die Saison von europäischen Hokkaido-Kürbissen endete und die der südafrikanischen Importe begann. Die Kampagne von italienischen Artischocken lief auf Hochtouren.
Berlin
Die Abladungen von Erdbeeren intensivierten sich deutlich, womit das Interesse wegen der Witterung nicht Schritt halten konnte. Italienische und griechische Früchte überzeugten hinsichtlich ihrer Qualität zwar, Forderungen von bis zu 2,- € je 500 g schreckten die Käufer aber eher ab. Die spanischen Partien wiesen eine uneinheitliche Güte auf, was sich negativ auf die Notierungen auswirkte. Für die Karwoche wird mit einer Warenverknappung gerechnet, da infolge von Aktionen des organisierten LEH und der niedrigen Temperaturen in Spanien wahrscheinlich bloß begrenzte Chargen zur Verfügung stehen werden. Griechischer weißer Spargel in 22 mm+ generierte trotz der tiefen Preise von 7,- bis 8,- € je kg nicht genügend Zuspruch. Italienische Offerten kosteten ca. 12,- € je kg. Geringe einheimische Produkte ließen sich zu 15,- bis 17,- € je kg kaum unterbringen.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 12 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 29.03.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin