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Birnen: Südafrikanische Chargen gewannen augenscheinlich an Bedeutung

22. März 2018

Mit Williams Christ, Rosemarie, Cheeky, Packham`s Triumph und Forelle konnte bereits auf ein paar Varietäten zugegriffen werden. Erste argentinische Williams Christ sowie chilenische Carmen ergänzten das Angebot aus Übersee, das sich immer mehr ausdehnte.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Dies war hilfreich, da die europäische Warenpalette dünner wurde. In dieser dominierten italienische Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria. Conference stammten aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Niederländische Gute Luise, Xenia und Alexander Lucas sowie spanische Williams Christ rundeten das Geschehen ab. Insgesamt herrschte ein eher ruhiges Treiben vor, bei dem sich die Bewertungen bei einer kontinuierlichen Unterbringung nicht wesentlich veränderten. Türkische Santa Maria und Devici hatten ab und an Probleme bezüglich ihrer Haltbarkeit und konnten daher nur schwerlich verkauft werden.

Tafeltrauben
Südafrika bestimmte die Vermarktung mit Crimson Seedless, La Rochelle, Dan Ben Hannah und vielen weiteren Sorten. Inzwischen gab es auch Red Globe und Sunred Seedless. Die Präsenz von Alphonse Lavallée wuchs offensichtlich an. Aus Chile kamen vorrangig Thompson Seedless; Flame Seedless waren zu klein oder schmeckten nicht, sodass deren Umschlag schlecht verlief. Die Ausfärbung von indischen Thompson Seedless hatte sich verbessert, was den Kundenzuspruch steigerte. Brasilien und Namibia komplettierten die Szenerie mit sehr geringen Abladungen. Generell genügte die Verfügbarkeit, um das Interesse zu stillen. Der Handel gestaltete sich zwar stetig, allerdings fehlte es an Höhepunkten. Da war es nicht verwunderlich, dass die Kurse meist auf ihrem bisherigen Niveau verharrten.

Kiwis
Für gewöhnlich prägte Italien die Geschäfte, lediglich in Berlin herrschte Griechenland vor. Da der Umfang der Anlieferungen den Bedarf mit Leichtigkeit deckte, blieben die Notierungen in der Regel konstant. In Frankfurt verteuerten sich italienische große Früchte, während sich kleinere etwas vergünstigten. In Berlin zogen die Preise für qualitativ exklusive Offerten aus Griechenland an.

Orangen
Den Bereich der Blondorangen dominerte Spanien mit Lane Late und Navelate. Aus Ägypten stammten Valencia Late und aus Marokko Salustiana. Griechenland komplettierte mit Navel ebenso wie Italien mit Navelina. Im Segment der Blutorangen überwogen italienische Moro und Tarocco vor marokkanischen Washington Sanguine. Generell verlief die Unterbringung meist recht stetig. Dennoch tendierten die Bewertungen eher abwärts als nach oben. In Frankfurt waren ägyptische Valencia Late beliebt. Hier ließen sich zudem griechische Navel zu 1,10 € je kg problemlos umschlagen. In Hamburg und Köln mussten die Vertreiber ihre Aufrufe aufgrund einer zu geringen Nachfrage vereinzelt senken. In Berlin sollten die Kunden mengeninduziert tiefer in die Tasche greifen, sofern die Güte der Partien überzeugte. Und auch in Köln stiegen die Kurse für italienische Moro, abhängig von deren Kaliber, ab und zu an.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanien bestimmte vor Israel und der Türkei das Geschehen, welches Marokko abrundete. Zypern, Italien und Ägypten spielten nur örtlich eine Rolle. Die niedrigen Temperaturen wirkten sich positiv auf die Vermarktung aus, die sich für gewöhnlich relativ glatt und lediglich in München holprig gestaltete. Das Interesse wurde mit Leichtigkeit gestillt. Dieses richtete sich dabei zum einen auf die günstigen und zum anderen auf die qualitativ hochwertigen Offerten aus. So wickelte man etwa teure israelische Orri ziemlich flott ab. In Berlin bröckelten die Notierungen der türkischen Importe infolge zu üppiger Zufuhren ab. Dort beeinträchtigten spanische Rückläufer aus dem LEH zu 0,80 € je kg die Geschäfte am Platz. Chargen mit konditionellen Schwächen, wie sie in Hamburg manchmal auftauchten, mussten mit merklich verminderten Forderungen verkauft werden.

Zitronen
Spanische Primofiori prägten den Handel und waren punktuell monopolartig vertreten. Türkische, griechische und marokkanische Anlieferungen ergänzten. Da der Bedarf hinreichend gedeckt wurde, sahen die Vertreiber bloß selten Anlass, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren. In Hamburg verbilligten sich türkische Partien mengenbedingt. Marokkanische Produkte stießen hier zu 12,- € je 15-kgPack mit 90 Stück auf wenig Zuspruch.

Bananen
Die Bereitstellung wurde in Frankfurt und Hamburg an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Die Kurse verharrten daraufhin häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Auf den anderen Plätzen tat sich was: In Köln zogen die Notierungen für die Erstmarke und die Zweitmarke infolge einer begrenzten Warenpalette an. In München musste für die Erstmarke ebenso mehr als bislang gezahlt werden. In Berlin verteuerte sich aufgrund einer eingeschränkten Versorgungssituation das gesamte Sortiment.

Blumenkohl
Die Vermarktung basierte vorwiegend auf den italienischen Importen. Daneben gab es, zeitweise mit Lücken, französische Offerten; spanische tauchten nur örtlich auf. Sowohl die italienischen als auch die französischen Erzeugnisse ließen hinsichtlich ihrer Qualität verschiedentlich einige Wünsche offen. Die Bewertungen, die sich ansonsten oftmals stabil zeigten, mussten in diesen Fällen reduziert werden. So wurden die italienischen 6er-Abpackungen ab 8,50 € abgesetzt, während die französischen im Maximum bis zu 15,- € kosteten. Einwandfreie spanische Angebote erzielten immerhin bis zu 12,50 € je 6 Stück. Punktuell vermochten sich am Freitag die Preise der französischen Artikel in dem gleichen Maße zu befestigen wie sie sich für die italienischen abschwächten. Zudem konnten die Verkäufer die günstigeren 8er-Kolli gelegentlich höher aufrufen, da diese ein verstärktes Interesse verbuchten.

Salat
Eissalat traf ausschließlich aus Spanien ein. Die Versorgung harmonierte hinreichend mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Teils blieben die Kurse konstant, teils sackten sie jedoch ab wegen der drohenden Überhänge oder einer divergierenden Güte. Den Handel mit Kopfsalat bestimmten die belgischen Zufuhren, die italienischen ergänzten ihn. Die Notierungen entpuppten sich als sehr uneinheitlich. Zum einen variierten sie kaum, zum anderen brachen sie deutlich ein aufgrund einer zu geringen Abnahme. Bei den deutschen Abladungen schwankten sie fast gar nicht, da deren Verfügbarkeit fortlaufend überschaubar war. Die Bunten Salate stammten hauptsächlich aus Frankreich und Italien. Inländische Partien hatten lediglich einen Mustercharakter. Sie generierten für gewöhnlich eine freundliche Beachtung. Die Vertreiber brauchten ihre Forderungen nicht wesentlich zu modifizieren, bloß manchmal etwas zu vermindern, um Platz für die erwarteten anwachsenden Chargen aus Deutschland zu machen. Für italienische Endivien musste mal mehr, mal weniger bezahlt werden, in direkter Anlehnung an die Räumungsgeschwindigkeit und die Optik. Die Ernte von einheimischem Feldsalat hatte sich inzwischen verdichtet. Er verbilligte sich daher vielfach. Die belgischen Produkte zogen nach. Sie verzeichneten vereinzelt sogar Abschläge von annähernd 20 %.

Gurken
Die spanischen Importe von Schlangengurken verloren an Relevanz, herrschten aber weiter vor. Die Anlieferungen aus dem deutschen Anbau dehnten sich aus; die aus Belgien sowie aus Griechenland, derweil in München und Berlin vorrätig, komplettierten die Angebotspalette. Die Nachfrage bewegte sich in einem engen Rahmen, enttäuschte eher. Die moderaten Einstände der mitteleuropäischen Offerten setzten die spanische Konkurrenz merklich unter Druck. Vergünstigungen konnten nur schwerlich umgangen werden. Das galt insbesondere für die spanischen und griechischen Artikel. Zum Wochenende hin schränkten sich die Zuflüsse aus den Niederlanden häufiger ein. Somit vermochte man verschiedentlich leichte Verteuerungen zu etablieren. Der Zustrom von Minigurken zeigte eine respektable Bandbreite an Herkünften. In unveränderter Gewichtung dominierten die niederländische und türkischen Mengen, die deutschen intensivierten sich unterdessen und die marokkanischen sowie spanischen dezimierten sich. Die Bewertungen schwächten sich infolge der üppigeren Bereitstellung oftmals ab. Zum Freitag hin strebten sie ähnlich wie bei ihren großen Schwestern, eben von deren positiven Entwicklung profitierend, örtlich nach oben.

Gemüsepaprika
Kontinuierlich beherrschten die spanischen Zugänge den Markt. Die Relevanz der türkischen und marokkanischen Anlieferungen veränderte sich bloß graduell. Die Erzeugung in Mitteleuropa dehnte sich allmählich aus. Neben den verdichtet auftretenden niederländischen Angeboten, inzwischen in den drei Hauptfarben vorrätig, kamen belgische und deutsche grüne Californian Wonder ins Spiel. Die Bewertungen der spanischen Artikel verharrten infolge eines flotten Umschlags oftmals auf einem stabilen Niveau. Nur manchmal sanken sie ein wenig ab, da das Interesse zu schwach ausfiel. Dem entgegen tendierten sie punktuell bei den türkischen spitzen Formen nach dem Hin und Her in der Vorwoche spürbar nach oben. Lokale Rückläufer aus dem LEH hatten keinen gravierend beeinträchtigenden Einfluss auf die Geschäfte am Platz. Vereinzelt wiesen die türkischen Offerten Transportschäden auf, was deren Preise und Absatzchancen verminderte.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Obwohl sich die Abladungen aus Italien und den Niederlanden verstärkten, zogen die Notierungen von spanischen Erdbeeren deutlich an. Brasilianische Mangos im 4- bis 4,5-kg-Karton wurden zu 4,- € veräußert. Neu waren Sharonfrüchte aus Israel zu 10,- € je 2-kg-Karton. Für das Angebot an einheimischem und niederländischem Spargel fanden sich nur wenig Interessenten. So arbeitete man mit flexibler Preisgestaltung: Spitzenpartien kosteten bis zu 16,- € je kg, weiße und violette Stangen in Klasse II wurden ab 10,- € je kg umgeschlagen. Da die Qualität des deutschen Chinakohls nicht immer überzeugte, stieg Spanien zunehmend in die Vermarktung ein. Die Bereitstellung von Rhabarber aus der niederländischen Ernte wuchs an. Trotz des frühen Zeitpunkts dehnte sich die Präsenz von inländischem Bärlauch in 10er-Bunden aus; es wurden zwischen 14 und 16,- € gefordert.
Hamburg
Die schwindende Kondition brasilianischer Feigen und indischer Granatäpfel führte zu niedrigeren Kursen. Für deutsche Lauchzwiebeln musste man 0,55 € je Bund bezahlen. Erster Spargel aus Griechenland und den Niederlanden traf ein: In der Größe 16 mm+ wurden weiße Offerten zu 8,50 bis 12,- € je kg und violette zu 7,50 bis 10,- € verkauft. Die winterlichen Verhältnisse verzögerten den Handel.
Köln
Für wenige Lemon-Pflaumen aus Chile fanden sich kaum Interessenten. Erster Spargel aus Deutschland und den Niederlanden generierte ebenso nur geringen Beachtung.
München
Die Haltbarkeit spanischer Erdbeeren schwächte sich aufgrund der Regenfälle in den Anbaugebieten ab; der Abverkauf lief bloß zögerlich und eine Räumung gelang nicht immer. Die Nachfrage nach Spargel zeigte sich noch ruhig. Das Sortiment aus marktnaher Erzeugung von beheizten Flächen wuchs an. Die Aufrufe für die favorisierten Kaliber blieben unverändert. Bei den griechischen Stangen stießen hauptsächlich die gelegten weißen auf Zuspruch, violette sowie in Bunden aufgemachte eher nicht. Inländischer Grünkohl wurde bei deutlich reduzierten Mengen zunehmend durch italienischen ergänzt. Bei niederländischem Rosenkohl zeichnete sich das Saisonende in Form steigender Notierungen und nachlassender Kondition ab. Für Lauch galten feste Forderungen; teilweise wich man auch auf andere Gütestufen aus, sodass sich die Kursspanne insbesondere bei der belgischen Ware verbreiterte. Süddeutscher Bärlauch war reichlicher vertreten; die Preise bröckelten ab. Mittlerweile war einheimischer Rhabarber verfügbar, der sich zu einer Konkurrenz für den niederländischen entwickelte. Der Handel mit ägyptischen Bundzwiebeln wurde nach dem Eintreffen erster inländischer Offerten abgeschlossen.
Berlin
Das Angebot an Erdbeeren war sehr uneinheitlich, so gab es herrlich duftende, sattrote Früchte in 500-g-Körbchen aus Italien zu 2,50 €, fast ebenbürtige Abladungen aus Griechenland sowie abgepackte, nicht vollständig ausgefärbte spanische Produkte in 500-g-Schalen zu 1,20 bis 1,50 €. Am Freitag tauchten zudem marokkanische 250-g-Schalen auf. Der Absatz italienischer Artischocken verbesserte sich durch eine zielgerichtete Präsentation merklich. Diesjährige Premiere feierten einheimische Lauchzwiebeln, welche sich zusammen mit der ägyptischen Konkurrenz zu 0,50 bis 0,60 € je Bund großer Beliebtheit erfreuten. Darüber hinaus fand sich erster Rhabarber aus Deutschland und den Niederlanden zu 4,20 bis 4,70 € je kg ein. Griechischer Spargel kostete infolge variierender Qualitäten zwischen 2,20 und 3,- € je 500-g-Bund und 3,- € je kg im Korb. Für peruanische Importe sollten 2,50 bis 3,- € je 500 g, für hochwertige lose italienische Stangen 12,- € je kg und für einheimische Chargen 17,- bis 20,- € je kg gezahlt werden.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 11 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 22.03.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin